Vollkommen absichtlich und mit dem Wissen, dass er es mehr verdient hatte als jede andere Person welche ich kannte, traf meine Faust den bärtigen Mann hart im Gesicht. Er taumelte überrascht und mit schmerzenden Ausdruck zurück. Als ich erneut ausholen wollte, holte Jisung mich zurück in die Realität und in die eigentliche Rolle, welche ich hatte. ,,Minho!", hielt er mich zurück und war nun derjenige, welcher mich am Arm packte, ,,wir müssen hier weg." Unsere Blicke trafen sich und ich erkannte drei weitere Männer, welche sprintend auf dem Weg zu uns waren. Ein letztes Mal wanderte mein Blick durch die Gegend um sicherzustellen, dass ich wieder an diesen Ort zurückkehren konnte, wenn ich es denn nötig hatte. Ich packte Jisungs Hand und verschwand. Er schien mittlerweile schon verstanden zu haben, wie er sich zu verhalten hatte, dass es für mich leichter wäre ihn mit mir an einen anderen Ort zu bringen.
Mit festen Boden unter den Füßen stolperte Jisung einige Meter zurück und schien sich nicht sicher zu sein, ob ich nun auch sauer auf ihn wäre. Wir befanden uns in Wald, einige Meter entfernt von der Lichtung, da ich ungern direkt auf die anderen stoßen wollte. Als ihn mit meinen Augen aber meine Sorge erreichte, öffnete ich meine Arme und bekam ein minimales Lächeln als Antwort. Als ich ihn in die Arme schloss, drückte ich ihn froh darüber, dass er hier bei mir war an mich und legte meine Hand sachte an seinen strubbeligen Hinterkopf. ,,Was hast du dir nur dabei gedacht?", fragte ich leise, aber nicht vorwurfsvoll, da ich nicht wollte das er dachte ich würde ihm seine Tat nicht danken. Es war uns wirklich eine große Hilfe und dennoch hatte ich es nie erwartet. ,,I-ich habe mich so nutzlos gefühlt.", stotterte er leise und vergrub sein Gesicht in meiner Halsbeuge. ,,Dann rate mal wie nutzlos ich mich heute gefühlt habe.", antwortete ich recht leise, ,,du hast mir ja nicht einmal bescheid gesagt." ,,Dann hättest du es mir auch ausgeredet.", verteidigte er sich kleinlaut. ,,Aus gutem Grund.", murmelte ich und löste mich leicht von ihm um ihn anschauen zu können.
,,Geht es dir gut? Hat er dir noch mehr getan?", fragte ich ihn vorsichtig und musterte ihn deutlich. Als Antwort schüttelte er seinen Kopf. ,,E-er hat nur.." ,,Schon gut.", unterbrach ich ihn so sachte wie möglich und strich behutsam über seine Wange. Erst zuckte er leicht zurück, erschrak sich, da es sicherlich weh tat. Daraufhin aber lächelte er leicht und schloss seine Augen. Vorsichtig drückte ich ihm einen kurzen Kuss auf die Stirn und akzeptierte seine erneute Umarmung. ,,Danke.", sagte er leise, ,,dafür dass du gekommen bist obwohl ich dir nichts gesagt habe." ,,Bedank dich nicht dafür.", erwiderte ich recht ernst, ,,das war selbstverständlich. Ohne dich wäre ich echt aufgeschmissen." ,,Und ich erst." Die Umarmung hielt an. Dabei spürte ich ab und an eine kleine Träne auf meine Schulter tropfen, weswegen ich ihn mithilfe meiner Arme versuchte zu beruhigen. Ob es klappte war mir nicht klar, doch es schien mir auch unrealistisch nach so einem Tag das ganze mit einer Umarmung zu vergessen. Ich wusste wie schwer es ihm gefallen war sich zu öffnen und das zu verarbeiten, was damals mit ihm passiert war. Der heutige Tag war ein eindeutiger Rückschlag.
,,Komm.", entschied ich mich schließlich und blickte ihm entgegen, als er mich mehr oder weniger freiwillig anschaute, ,,ich bring dich nach- ins Bett." Beim letzten verbesserte ich mich selber, da ich bestens darüber bescheid wusste, dass es ihm schwer fiel etwas als ein Zuhause zu akzeptieren und das, obwohl dieser Ort bei mir recht schnell zu genau diesem geworden war. Er nickte bedrückt. Folglich entschieden wir uns, ohne ein Wort zu sagen dazu, dass er nicht laufen brauchte. Er stieß sich leicht mit seinen Beinen ab und schaffte es somit frontal auf meiner Hüfte halt zu finden. Seine Arme schlangen sich um meinen Nacken und meine wiederum sorgten dafür, dass seine Beine nicht abrutschten. Er war leichter als ich es erwartet hatte, doch das rieb ich ihm nicht noch unter die Nase. In gemäßigtem Tempo machten sich meine Beine also für uns beide auf den Weg zur Lichtung, wobei er nur wie ein schluck Wasser in der Kurve über mir lehnte. ,,Es ist mein Zuhause.", murmelte er mir schließlich ins Ohr, da er sich so oder so direkt an diesem befand, ,,du hast es zu einem gemacht."
Seine Worte zauberten mir ein Lächeln ins Gesicht, welches ich schnell wieder verlor, als ich auf der Lichtung die anderen sah. Sie schienen gehofft zu haben uns in naher Zukunft zu entdecken, verstummten aber als sie sahen, dass wir nicht in Feierlaune waren. Ohne sie eines weiteren Blickes zu würdigen, betrat ich den Wohnwagen und nahm mir vor folglich noch mit ihnen zu reden. Jisung setzte ich auf dem Bett ab und betrachtete ihn kurz nur um festzustellen, dass er noch immer die Sachen trug, welche er sonst zum Schlafen anhatte. Ohne groß darüber nachzudenken, kramte ich einen meiner Hoodies hervor und gab ihn ihm, damit er diese Sachen nicht länger anhaben musste als nötig. ,,Möchtest du noch etwas essen?", fragte ich, als er sich bereits dazu bereit machte sich hinzulegen und wie erwartet seinen Kopf schüttelte, ,,hast du heute überhaupt etwas gegessen?" Er verneinte erneut. Seine Augen verrieten mir aber, wie sehr er mich darum bat ihn nicht zu zwingen, weswegen ich es ausnahmsweise darauf beruhen ließ. Schließlich hatte auch ich keinen Appetit. ,,Ich gehe noch kurz mit den anderen reden.", versicherte ich ihm und bekam dafür seine volle Aufmerksamkeit, ,,fühl dich nicht schlecht schon einzuschlafen, ich komme gleich wieder."
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Als ich den Wohnwagen mit trotzigen Schritten verließ, schien sich der Rest schon wieder in der Hütte verkrochen zu haben. Als ich das abtrennende Fliegengitter aufstieß, blickte jeder zu mir. ,,Geht es euch gut?", ergriff Felix als erstes das Wort, wobei ich seine Besorgnis vernehmen konnte, welche mich davon abhielt grob und abstoßend zu antworten. ,,Mir schon.", stellte ich fest und setzte mich auf einen freien Sessel, ,,hat sich die Vision verändert?" Ich lenkte absichtlich ab, da mir bewusst war das Jisung nicht wollte das ich ohne ihn über seine Gefühlslage redete, zumal er den anderen zwar gesagt hatte was ihn und den ehemaligen Heimleiter verband, jedoch den wichtigsten Punkt ausgelassen hatte. Ich erwartete es gar nicht, dass er ihnen berichtete was ihm angetan wurde. Doch wenn sie es gewusst hätten, wäre das heute alles nicht geschehen. Ich war mir sicher weder Chan noch Changbin hätte das ganze toleriert, wenn sie das Ausmaß des seelischen Schadens, welcher er Jisung zugefügt hatte, gekannt hätten. ,,Ja.", bekam ich eine Antwort von Seungmin, ,,ihr seid entkommen."
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Ich will auch jemanden der mich so trösten kann :(
Naja, immerhin existiert diese Person in der Story und in meinem Kopf :)
Wir waren heute in der Stadt und haben einen Stay getroffen xD Kam unerwartet, war aber ganz funny. Ich habe zwar mein Stray Kids Konzert Tshirt angehabt, habe aber erstmal zwei Stunden gebraucht um zu verstehen, warum sie erkannt hat, dass ich Stay bin ups :)) Hatte mich schon gefragt ob ich so offensichtlich durch die Gegend renne-
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next to time - Minsung
Hayran KurguNachdem sieben Jungen welche als Kinder in Forschungseinrichtungen Experimenten unterzogen wurden zusammenfanden, versteckten sie sich vor ihrem nahezu unausweichlichem Schicksal. Als ihnen bewusst wurde, dass sie all die Jahre jemanden übersehen ha...
