Lucy: Ich mache mir sofort Sorgen, als ich Gideon sehe und Gwenny nicht dabei ist. Als er uns dann den Grund für seinen Besuch erzählt, sehe ich ihn überrascht an. Meine Tochter hat sich viele Sorgen in letzter Zeit gemacht und er hat Recht, es waren auch Zweifel gegenüber seinen Gefühlen zu ihr dabei, da finde ich es eine schöne Idee von ihm. Auch, dass es in Paris stattfinden soll, finde ich einfach nur romantisch. Ich ziehe ihn in eine Umarmung und bedanke mich bei ihm, dass er uns eingeweiht hat. Nun spüre ich auch die Arme meines Mannes, der sich der Umarmung anschließt und so stehen wir eine Weile zu dritt in einer Umarmung, bis wir uns schließlich wieder lösen. Endlich akzeptiert er den zukünftigen Mann unserer Tochter, immerhin war er am Anfang nicht so begeistert von dem glücklichen Paar und trotzdem hat er verstanden, dass Gideon sein Leben für ihre Sicherheit geben würde. Dass der Freund unserer Tochter uns jetzt um ihre Hand bittet, ist sehr mutig und edel von ihm, es zeigt wie anständig er ist und wie viel ihm an Gwenny liegt. Dennoch finde ich es unendlich schade, dass wir nicht dabei sein können. Es ist ein wichtiger Schritt in ihrem Leben und wir können ihn nicht miterleben, sondern nur uns selbst von den Erzählungen ein Bild machen. Als ob Gideon meine Gedanken lesen konnte, erzählt er uns von dem Plan mit der Kamera und ich bin ihm dankbar, dass er so mitdenkt. Schnell bedanke ich mich bei ihm, er versucht wirklich an alles zu denken und es für sie perfekt machen, dafür bin ich ihm auf ewig dankbar. Sie hatte es nicht leicht, die ganze Sorge um ihn und dann der Gedächtnisverlust, sie hat es verdient wieder normal leben zu können und es zu genießen, glücklich zu sein. Viel Zeit zum bereden bleibt uns allerdings nicht mehr, wie er uns nun mitteilt. Gwen weiß natürlich nichts von dem Besuch und sie ist laut seiner Aussage mit ihrer Freundin unterwegs. Wir überlegen schon einmal, wie er den Antrag gestalten könnte. Uns ist die Idee gekommen, es unter dem Eiffelturm bei Nacht zu machen, wenn er beleuchtet ist. Leider ist die Zeit dann auch schon um und er verschwindet in seine Gegenwart. Ich sehe gespannt zu Paul, der das alles verarbeiten zu müssen. "Ich bin stolz auf dich", sage ich zu meinem Mann. Überrascht sieht er mich an und ich erkläre: "Du hast ihn endlich akzeptiert und ihm die Hand deiner Tochter besprochen, obwohl du ihn am Anfang nicht ausstehen konntest." "Das stimmt, aber ich habe verstanden wie sehr er sie liebt und sie ihn. Das er uns um ihre Hand bittet, zeigt wie ehrenhaft er ist und dass er sich sogar für sie uns stellt. Er wird sie beschützen, davon bin ich überzeugt", erklärt er mir. "Oh ja, da bin ich mir sicher. Man kann ihm ansehen, wie sehr er sie liebt und ich hoffe, die beiden werden glücklich zusammen. Ich wünsche es mir für die beiden", sage ich zu ihm.
Gwendolyn: Als ich in die Wohnung komme, finde ich Charlotte, Raphael und Gideon in der Küche tratschend vor. "Was geht denn hier vor?", frage ich sie neugierig, während auch Leslie ebenfalls eintritt. "Nichts", sagen die drei unschuldig wie aus einem Mund. Ich muss grinsen, aber ich glaube ihnen nicht und sehe sie abwartend an. Dann seufzt Gideon und erklärt: "Mir ging es nicht so gut und wir haben beschlossen, hier zu bleiben." "Was? Geht es dir gut?", frage ich sofort besorgt. "Nein, mir geht es gut. Ich bin nur noch nicht so fit wie ich möchte", beruhigt er mich. Ich glaube ihm das sogar, aber ich mache mir immer noch Sorgen um ihn. "Sollen wir das Treffen heute Abend verschieben?", möchte ich wissen. "Mir geht es gut, ich schaff das schon. Ich ruhe mich davor einfach nochmal kurz aus", versucht er mich zu beruhigen. Ich akzeptiere es, denn ich habe sowieso keine Chance bei ihm. "Na gut, dann gehen wir mal. Wir sehen uns heute Abend", verabschieden sich unsere drei besten Freunde von uns, dann sind wir alleine. "Gut, dann legst du dich jetzt für die restliche Zeit hin und ich packe noch ein paar Sachen für die Reise ein", befehle ich ihm. Ich möchte schonmal den kleinen Karton ein bisschen zusammenpacken und er soll sich wirklich ausruhen. Er verdreht die Augen, gehorcht mir aber und legt sich auf das Sofa, um ein Buch zu lesen. Ich mache mich auf und finde auch gleich darauf eine kleine Geschenkbox, die ich perfekt dafür verwenden kann. Ich lege die Schuhe da rein und daneben lege ich das Ultraschallbild. Natürlich habe ich Angst vor seiner Reaktion, aber ich hoffe inständig, dass er sich freuen wird. Gideon kümmert sich um unsere Tochter, die kurz nachdem die anderen sich verabschiedet haben, aufgewacht. Die Zeit vergeht viel zu schnell und wir machen uns auf den Weg. Dort angekommen, treffen wir unsere Freunde vor der Tür und bleiben eine kleine Weile dort stehen, denn mein Freund scheint sich zu erinnern. Gespannt sehe ich ihn an, dann endlich erklärt er: "Ich habe mich daran erinnert, wie Xemerius uns zu dir geführt hat und auch, als wir streit hatten und ich mich mit Raphael und Charlotte hier getroffen habe." Ich sehe ihn glücklich an und erwidere: "Ich bin froh, dass ich damals falsch gelegen habe." Unser Streit ging damals darum, dass er gar nicht weiß was Freundschaft bedeutet und ich war zutiefst verletzt, dass er mich damals zurückgewiesen hat. "Ich lag aber falsch", gestand er mir und ich küsse ihn kurzerhand. Er soll merken, dass ich ihm das alles schon längst vergessen habe und ich einfach nur genieße, wieder mit ihm zusammen zu sein. "Das habe ich dir doch schon längst verziehen", flüstere ich und wir beide müssen lächeln. Dann gehen wir rein. Es hat sich nichts verändert, als ich das letzte Mal da war und auch bei mir weckt es Erinnerungen. Ich war damals so wütend, dass ich von klein auf belogen worden bin.
Charlotte: Ich finde es schön, dass die beiden wieder eine Einheit sind und ich freue mich schon auf ihr Gesicht bei dem Antrag. Beim Hineingehen sehe ich, dass dieser Ort auch bei meiner Cousine Erinnerungen weckt und ich lege beruhigend meine Hand auf ihre Schulter. Sie sieht mich dankbar an und wir gehen an unseren Tisch. Mir tut das wirklich leid, dass ich damals so über sie hergezogen habe, ich war immer noch so in Gideon verschossen und wollte ihn so von ihr trennen. Ich bin froh, dass sie mir das verziehen hat und das wir jetzt nicht darüber reden. "Schlafen wir eigentlich in einem Hotel oder bei Mom?", frägt Raphael seinen Bruder und ich bin ein bisschen traurig, dass ich nicht mitdarf und doch gönne ich es den beiden Paaren. "Ich habe vorhin mit ihr telefoniert, sie meinte, dass wir bei ihr schlafen können. Außerdem meinte sie, sie hätte noch ein extra Zimmer zur Verfügung und hat vorgeschlagen, dass Charlotte auch mitkommt", antwortet er und ich sehe ihn überrascht an. "Was? ein, das kann ich nicht annehmen", widerspreche ich fassungslos. "Doch, das kannst und wirst du auch. Ich habe alles mit Mom abgesprochen und sie freut sich schon, dich ebenfalls kennenzulernen", erwidert er und fügt hinzu: "Und wir dulden keinen Wiederspruch. In 5 Tagen geht unser Flug, du musst deine Sachen noch packen." "Danke", japse ich glücklich und umarme ihn. Damit hatte ich so gar nicht gerechnet und ich bin ihm so dankbar dafür, auch dass ich den Heiratsantrag miterleben darf. Dann setze ich mich wieder und das Gespräch geht weiter. "Um wie viel Uhr geht der Flug denn?", frägt meine Cousine. "Um 15 Uhr", antwortet ihr Gideon. "Ich habe mich etwas über die Loge informiert", erzähle ich den anderen, nachdem wir unsere Getränke bestellt haben. Sie sehen mich gespannt an und ich sage: "Die Loge scheint sich wieder aufgelöst zu haben, denn ich habe eine versteckte Kamera davor aufgebaut. Ich habe öfter mal wütende Menschen rausstürmen sehe, aber keinen mehr rein und auch innen tat sich nichts mehr. Der Temple ist wieder verlassen und ihr könnt ihn Ruhe euch dort umsehen." "Danke, das wäre doch nicht nötig gewesen", erwidert Gwenny und umarmt mich. "Doch natürlich, ihr sollt doch in Sicherheit sein und so könnt ihr euch ohne Gefahr zu begeben dort umsehen", versichere ich den beiden. Ich mache mir auch Sorgen um ihre Sicherheit und bin froh, dass sie ohne Gefahr sich dort umsehen können. Das alles nimmt meine Cousine ganz schön mit. "Wir können ja auch vor der Tür warten, falls ihr doch ungewollten Besuch bekommt", schlage ich vor. Alle stimmen zu, denn das die Loge sich einfach wieder so auflöst, kommt uns allen etwas seltsam vor. Ich hoffe nur, dass ich damit recht habe und die beiden sich nicht in Gefahr begeben. So haben wir nach einer kurzen Zeit einen Plan und reden noch über alles mögliche. Eine Weile reden wir noch über die Reise, bis mich Gwenny und Gid wieder nach Hause fahren und wir schlafen gehen.
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Rosenquarzrosa
FanfictionWird überarbeitet Das ist meine eigene Fortsetzung von der Edelsteintrilogie, so wie ich es mir nach den Filmen vorstelle. Die Figuren sind also größtenteils von Kerstin Gier aus den Büchern und Filmen. Ich hoffe sie gefällt euch und ihr könnt mir j...
