Ich nahm den Schlüssel, den ich in meiner Hand hatte und versuchte ihn in das Schloss zu bekommen, doch ich konnte meinen Blick nicht von Gideon nehmen, außerdem fingen meine Hände an zu zittern.
Schließlich schaffte ich es doch, den Schlüssel in das Schloss zu führen und riss gleich darauf die Tür auf.
Ich stürmte auf Gideon zu und kniete mich vor ihn nieder. Seine Hände und sein Gesicht war voll mit Blut, er lag zusammengekrümmt auf dem Heu, dass den kalten Boden bedeckte.
Ich hob zögernd meine Hand und streichelte damit über seine Wange.
"Gideon?", fragte ich wieder und wieder gab es keine Reaktion. So langsam bekam ich Angst und fing an, an ihm zu rütteln.
Zuerst gab es wieder keine Reaktion, doch dann bemerkte ich, wie er zu blinzeln anfing und langsam wieder aufwachte.
Ich lachte erleichtert auf und befreite erst jetzt seine Hände aus den Handschellen, die ich bis gerade eben noch total vergessen hatte.
Als er richtig bei Bewusstsein war, bemerkte er mich und meine Eltern.
Zuerst sah er ziemlich verwirrt aus, doch als er merkte, dass er nicht träumte, nahm er mich erst einmal in den Arm und küsste mich.
Ich war in diesem Moment so glücklich, dass mir ein paar Tränen über die Wangen liefen.
Der Kuss dauerte für mich viel zu kurz, denn ich konnte ihn endlich wieder spüren und riechen.
Widerwillig löste ich mich nach einem Räuspern seitens meiner Eltern von Gideon.
"Geht es? Kannst du aufstehen?" Gideon nickte tapfer, doch ich sah, wie er beim aufstehen versuchte, nicht das Gesicht zu verzerren.
Ich sah zu meinem Vater, der es auch bemerkt hat, denn er ging auf Gideon zu und bot ihm seine Schulter als Stütze an. Ich ging auf die andere Seite, da ich ihm auch helfen wollte, doch zu dritt passten wir nicht durch den schmalen Gang. Also ging ich hinter zu Lucy, doch wendete nie meinen Blick von Gideon ab.
Es war noch nicht vorbei und wir mussten immer noch achtsam sein, doch im Moment war ich einfach nur glücklich, Gideon wieder zu haben.
Erst jetzt fiel mir auf, dass es seltsam ruhig war. Seit mein Vater und ich die zwei Wachen überwältigt haben, haben wir keine weitere Wache mehr gesehen, was mich ehrlich wunderte. Je länger ich darüber nachdachte, desto eher breitete sich ein komisches Gefühl in mir aus.
"Sagt mal", fing ich vorsichtig an: "findet ihr es nicht komisch, dass seit vorhin wir keine Wache mehr gesehen haben und es hier so still ist?"
Paul blieb stehen und drehte sich mit Gideon in meine Richtung: "Jetzt wo du es sagst, es ist wirklich merkwürdig still hier. Da stimmt doch irgendwas nicht." Ich nickte, weil mir der gleiche Gedanke gekommen ist.
"Wir haben keine Wahl, wir müssen weiter. Los!", trieb uns meine Mutter nach ein paar Minuten zur Eile an.
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Rosenquarzrosa
FanfictionWird überarbeitet Das ist meine eigene Fortsetzung von der Edelsteintrilogie, so wie ich es mir nach den Filmen vorstelle. Die Figuren sind also größtenteils von Kerstin Gier aus den Büchern und Filmen. Ich hoffe sie gefällt euch und ihr könnt mir j...
