Kapitel 36

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Freddie Morris
by MusicalGirl200

Im Moment hatte es höchste Priorität, dass wir herausfanden wo Jace Flint steckte. Tatsächlich waren die drei Krieger wieder im Anwesen aufgetaucht und Carter hatte sie sofort erkannt. Also hatten Hudson und ich sie uns sofort geschnappt und in den Keller gebracht, um mit dem Verhör zu beginnen.

Natürlich hatten wir sie zuerst normal gefragt. Doch nachdem sie nicht reden wollten, waren andere Maßnahmen von Nöten. Darum waren Luan, Hudson, Cadric, Ana, Xenia, Kyra und ich nun soweit Folter einzusetzen. Doch Ana wirkte davon ganz und gar nicht begeistert. Sie hatte eine zu sanfte Seite.

„Sprich endlich! Wo wird Jace Flint gefangen gehalten!", sagte ich drohend zu dem Einen, doch er schüttelte den Kopf. „Lass mich mal machen Freddie", meinte dann Hudson. Seine Augen glühten und plötzlich schrie der Krieger mit dem Namen Dave vor Schmerzen auf. „Sprich und ich höre auf, ansonsten kann ich das den ganzen Tag voller Freude weitermachen", erklärt Hudson ihm mit fester Stimme.

Luan ließ uns erstmal machen, aber man sah seiner Schwester an wie sie den Tränen nahe war. Das hier war nichts für sie. "Du musst nicht hier bleiben, Anastasia. Du kannst gerne gehen", meinte unser König zu ihr und als auch Cadric meinte das wäre okay, sah sie uns entschuldigend an und ging nach oben.

Hudson wandte erneut seine Fähigkeiten an, aber die Krieger waren Schmerzen gewohnt. Das gehörte zu unserer Grundausbildung. Aber dann waren wir überrascht als Xenia neben ihren Freund trat und ihre Hand an die Schläfe des Gefesselten legte und ihre Kräfte einsetzte.

"Ich sauge dir nach und nach jede Energie ab, die in dir wohnt. Ich kann das so lange machen bis dein Körper schwach zusammen fällt und dein Herz aufhört zu schlagen und dann mach ich das Gleiche bei deinen Freunden, oder ihr sagt uns was wir wissen wollen, verstanden?", erklärte die Blondine und darüber war ich wirklich überrascht. Ebenso wie Hudson und Luan. Bisher waren ihr unsere Methoden zu grob gewesen. Aber vielleicht sah sie jetzt, dass es manchmal nicht anders ging.

So kannte ich Xenia wirklich gar nicht. „Dafür haben wir keine Zeit", drängelte Kyra und ging auf einen anderen zu und nahm sein Handgelenk. Ihre Augen begannen zu glühen und plötzlich sah man, wie die Haut des Kriegers sofort zu brennen begann. „Sag uns sofort, wo ihr Jace hingebracht habt oder du wirst nur noch ein Häufchen Asche sein. Du hast zehn Sekunden", drohte sie ihm völlig außer sich.

Besorgt sah ich zu Hudson. „Kyra", meinte er aber sie reagierte nicht und fixierte nur noch den Krieger, der vor Schmerzen aufschrie und tatsächlich sogar zu weinen begann. Cadric bat Kyra es nicht zu tun, doch sie ließ nicht locker. „Drei, zwei...", begann sie zu zählen, doch dann gab er nach. „Ok, ich sag's", schrie er und Kyra ließ schlagartig von ihm ab. Eine riesige Brandwunde zierte seinen ganzen rechten Arm entlang.

„Er ist in der verlassen Churchill Gruft westlich des Waldes", gab er uns nun gequält eine Antwort. „Kennt das jemand?", fragte ich in die Runde und Hudson fuhr sich nachdenklich durch sein Haar. „Mir sagt es nichts", meinte er und wir sahen zu Luan. „Du bist ein Verräter, Gregory", knurrte Dave.

Xenia zog sich wieder in den Hintergrund zurück. „Ich weiß wo das ist. Wir holen Flint da raus. Ihr könnt los gehen. Ich kümmere mich noch etwas um unsere Freunde hier. Es gibt da noch einiges, dass ich gerne wissen würde", erklärte Luan und ich konnte mir schon vorstellen was. Er wollte herausfinden wer ihn stürzen wollte.

Ich sah Xenia an, dass sie gekränkt wirkte und auch Hudson sah es. Luan erklärte Hudson noch kurz wo die Gruft war und dann ließen wir unseren Anführer alleine. „Wir müssen sofort los. Umso länger Jace bei ihnen ist, umso größer ist die Chance, dass sie ihm Schlimmes antun", sagte Kyra entschlossen.

Hudson fuhr sich angestrengt durch sein Haar. „Tritt mal einen Moment auf die Bremse, Kyra. Ich weiß, du willst Jace schnell da raus holen, aber dennoch solltest du ruhig bleiben", sagte ich zu ihr und seufzte tief aus, während sich Tränen in ihren Augen spiegelten. „Ich habe ihn schon zu oft hängen lassen", schniefte sie und Cadric tröstete sie.

Dann ging Hudson zu Xenia und nahm ihre Hand. „Alles ok bei dir? Willst du wirklich mit? Ich würde es verstehen, wenn nicht. Das gerade war wirklich mutig von dir", meinte er fürsorglich zu ihr. Xenia seufzte etwas aus. „Ja, ich komme mit. Wir wissen schließlich nicht wie viele Krieger dort sein werden. Ich bin bereit", erklärte sie Hudson und er schien genau zu wissen, was sie mit ihrem letzten Satz sagen wollte.

"Ich sage schnell Ana Bescheid. Ich bin gleich wieder da. Wir retten Jace. Ich verspreche es dir, Kyra", erklärte Cadric und machte sich schnell auf dem Weg zu seinem Mädchen. Ich sollte meinem Mädchen ebenfalls sagen, was los war.

Kyra sah entschuldigend zu Xenia. „Tut mir leid, falls ich dich gekränkt habe. Ich weiß, du willst auch nur helfen. Ich weiß nur nicht, wo mir der Kopf steht", entschuldigte sich Kyra dann tatsächlich bei Xenia, die darüber ebenso überrascht wirkte.

„Ich muss kurz zu Malina, bevor wir aufbrechen. Sie soll sich keine Sorgen machen", erklärte ich Hudson, Xenia und Kyra, die daraufhin nickten. Dann eilte ich los in unser gemeinsames Zimmer. Malina sollte sich keine Sorgen machen. Es würde schon alles gut gehen. Wir waren alle immerhin sehr mächtig.

Light&Dark - Life and DeathWo Geschichten leben. Entdecke jetzt