Kapitel 56

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Francesca Blackstone
by MusicalGirl200

Roy lutschte an seinem Schnuller, während ich mit ihm im Arm in den Garten ging. Luan war etwas trainieren und wir wollten das schöne Wetter genießen. Ganz vorsichtig ließ ich Roy im Gras hinunter, damit er etwas die Welt erkunden konnte.

Ich nahm derweil auf der Bank daneben Platz. „Aber schön hier bleiben, Roy", sagte ich sanft zu meinem Sohn, als meine Mutter zu uns kam. Sofort ging sie in die Knie und begrüßte einen Moment ihren Enkelsohn, ehe sie sich neben mich setzte und mich angrinste. Ich schüttelte darüber nur den Kopf. „Was ist Mutter?", forderte ich sie auf zu sprechen.

„Nichts, ich bin einfach nur stolz auf dich. Du hast es weit gebracht, mein Schätzchen. Es war dein Schicksal Francesca Blackstone und somit Königin der Krieger der Finsternis zu werden. Und durch die Geburt von meinem wundervollen Enkel hast du dir deine Position gesichert. Vielleicht solltest du am besten noch ein Kind bekommen", entgegnete meine Mutter.

Sie war manchmal unmöglich, auch wenn ich wusste, dass sie es auf ihre verdrehte Weise nur gut meinte. Zum Glück war Vater da völlig anders. „Mutter, Luan und ich lieben uns und deshalb haben wir geheiratet. Natürlich ist es eine Ehre seine Königin zu sein, aber ich hätte ihn auch geheiratet, wenn er nicht der König gewesen wäre.

Ich liebe Luan dafür wer er ist. Und Roy ist keine Sicherung für meine Position. Er entstand aus unserer Liebe und weil wir eine Familie gründen wollten. Und setze mich bitte nicht unter Druck wegen eines zweiten Kindes, Mutter. Luan und ich müssen erstmal darüber sprechen. Außerdem ist es schön, wie es doch gerade ist. Ich bin glücklich und das ist doch das Wichtigste", erklärte ich meiner Mutter.

Roy begannen vor sich hin zu brabbeln und ich konnte hören, wie er wieder Papa und nun sogar Mama sagte. Sanft legte meine Mutter mir ihre Hand auf die Schulter. „Natürlich ist es das. Ich möchte einfach nicht, dass es dir an etwas mangelt. Ich liebe dich, Schatz", entgegnete mir Mum. Das wusste ich doch.

Sie blieb noch etwas bei mir und beobachtete mit mir zusammen meinen Sohn, wie er weiter die Welt erkundete, ehe sie uns wieder alleine ließ. Doch lange dauerte es nicht, bis Roy und ich erneut Gesellschaft bekamen.

Malina kam zu uns und lächelte uns beide freudig an. „Hey, Roy. Na? Machst du die große weite Welt unsicher?", meinte sie und wuschelte etwas über seinen Kopf, woraufhin der kleine Kerl lachte. Dann begann sie ihn zu kitzeln, wodurch Roy noch mehr lachte.

Ich lächelte sanft. Ich fand es schön, wie sehr jeder Roy ins Herz geschlossen hatte. „Hallo Malina", begrüßte ich Freddies Freundin, die sich zu mir setzte, nachdem sie Roy genug zum Lachen gebracht hat. „Du wirst es nicht glauben, aber er hat sogar schon versucht zu stehen. Es hat zwar nicht ganz geklappt, aber dennoch.

Und er kann jetzt Mama und Papa sagen. Alles gut bei dir? Suchst du Freddie? Ich glaube er war vorhin trainieren", meinte ich sanft zu ihr und sah wieder lächelnd zu meinem Sohn, der auf uns beide zu krabbelte.

Malina lehnte sich auf der Bank etwas zurück und genoss die Sonnenstrahlen auf ihrer Haut. "Ja, das habe ich mir schon gedacht. Aber ich habe vorhin Damon gesehen wie er in die Trainingshalle ging und eine Begegnung mit ihm wollte ich vermeiden. Eure Gesellschaft ist weitaus besser", erklärte sie und wir beide lachten ein wenig.

Dann war Roy bei uns angekommen und zog sich an der Bank hoch. Seine Beine waren noch richtig wackelig. Aber er schlug sich tapfer. „Roy wächst wirklich schnell. Ist das bei allen Kindern so, oder nur weil ihr... Naja besonders seid?", fragte Malina dann neugierig.

Ich schmunzelte etwas. „Oh ja, bei Damon ergreife ich auch gerne die Flucht", entgegnete ich lächelnd und hob meinen Sohn dann hoch, um ihn auf meinen Schoß zu setzen, wo ich ihm einen Kuss auf den Kopf drückte. Er begann dabei etwas mit meiner Bluse zu spielen.

„Roy wächst ganz normal heran, wie andere Kinder auch. Auch wenn wir besondere Fähigkeiten haben, sind wir im Endeffekt nur Menschen", erklärte ich Malina sanft, als ich plötzlich Linus entdeckte. Es war schön ihn wieder hier zu haben. „Linus, komm doch zu uns", winkte ich ihn zu uns. Er musste ja Roy noch kennenlernen.

Linus kam mit einem charmanten Lächeln auf uns zu. "Hey Francesca. Oder soll ich dich jetzt mit Königin ansprechen? Zu Schade, dass ich eure Hochzeit verpasst habe", meinte er und deutete sogar eine gespielte Verbeugung an. Ich lachte etwas. Dieser Humor hatte mir wirklich gefehlt. Dann sah Roy mit großen Augen zu Linus. „Ich kann dir ja das Hochzeitsvideo geben.

Aber jetzt lerne erstmal das jüngste Mitglied kennen. Das ist Roy. Roy, sag hallo zu Linus", stellte ich die beiden einander vor. Roy nuckelte an seinem Daumen und sah Linus weiter an. Dann zeigte er auf mich. „Mama", nuschelte er durch seinen Daumen und ich gab ihm einen dicken Kuss auf den Kopf.

Malina kicherte etwas und Linus ging etwas auf die Knie und nahm die andere Hand von Roy, die er nicht abnuggelte. "Freut mich euch kennenzulernen, eure Majestät", sagte Linus und ich lachte wieder. Dann wandte er sich Malina zu.

"Und wer ist diese Schönheit? Ich glaube wir kennen uns noch nicht", meinte er und nahm ihre Hand und gab ihr darauf einen formellen Kuss, woraufhin Malina etwas errötete. „Äh, ich bin Malina. Ich bin keine Kriegerin", fing sie an und enzog ihm ihre Hand peinlich berührt wieder.

Ich lächelte. „Malina ist Freddies Freundin und du solltest froh sein, dass Freddie nicht da ist", klärte ich Linus lachend auf und er nickte grinsend. Freddie beschützte seine Freundin immerhin mit allem, was er hatte. Wir blieben noch etwas etwas gemeinsam sitzen, bis Malina meinte nach Freddie zu sehen.

Für Roy war es auch Zeit für ein Bad. Dabei war es von Linus wirklich lieb, dass er uns bis zum Zimmer begleitete. Er hatte uns allen wirklich gefehlt. So, jetzt wurde Roy aber erstmal gebadet und dann freute ich mich schon auf meinen Ehemann.

Light&Dark - Life and DeathWo Geschichten leben. Entdecke jetzt