Kapitel 33

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Malina Rush
By LuanaWhite

Heute war wirklich schönes Wetter, deshalb fand das Kampftraining im Freien statt. Ich freute mich schon darauf zuzusehen, wie Freddie die anderen ordentlich vermöbelte. Es war fast wie zu Hause im Fight Club, nur dass die Kämpfer hier auch noch übernatürliche Kräfte hatten, was das ganze auch noch mal spannender machte.

In Kürze würde es los gehen, deshalb lief ich über den Garten in Richtung des Trainingsplatzes, dabei fiel mir allerdings Florentina auf, die mies gelaunt am Rande des Waldes saß. Ich seufzte leise aus. Ich wollte jetzt eigentlich die Kämpfe sehen, aber da sie sozusagen eine Freundin war, konnte ich es auch nicht ignorieren und ging auf sie zu.

"Hey Flo. Was ziehst du denn für ein Gesicht?" fragte ich sie gut gelaunt. Aber sie ließ sich von meiner Freude nicht anstecken. Im Gegenteil.

"Hallo Malina. Naja... Carter ist auf Kontrollgang gegangen, du weißt schon, wegen der Jäger. Ich wollte mit aber er meinte es sei zu gefährlich. Aber das ist es für ihn doch auch. Ich bin genauso eine Kriegerin der Finsternis." meinte sie zu mir und ich begann zu verstehen. Aber mit ihren Kräften konnte sie niemanden verletzen, höchstens jemanden täuschen. Ich konnte Carter verstehen dass er wollte dass sie hier blieb.

"Jetzt nimm es doch nicht so schwer. Es gibt bestimmt auch andere Dinge die du als Kriegerin tun kannst. Ich meine ich kenne mich ja nicht so gut aus, aber rede doch einfach mal mit Luan oder Francesca. Es gibt bestimmt etwas was du tun kannst." versuchte ich sie aufzumuntern, als Damon in unsere Richtung kam.

"Ladies, was ist los? Wollt ihr nicht sehen wie ich die anderen vermöbel?" fragte er uns grinsend.

"Du meinst eher wie Freddie dich vermöbelt." entgegente ich ihm leicht lachend. Da zog Damon eine Braue nach oben. Ich hatte schon mitbekommen dass er sich für den größten hielt, aber er sollte realistisch bleiben. Dann wandte ich mich wieder an Florentina.

"Carter ist bestimmt gleich wieder da. Willst du nicht auch mitkommen? Das lenkt dich bestimmt auch etwas ab und bringt dich wieder auf andere Gedanken." meinte ich zu meiner Freundin. Sie nickte, aber ich wusste nicht was der Blick zu bedeuten hatte, den sie Damon zuwarf.

Damon sah Florentina ebenfalls merkwürdig an. Ich fragte mich wirklich, was da zwischen ihnen war. Irgendwie war das seltsam. Aber dann gingen wir gemeinsam zu den anderen, wo sich Hudson bereits auf einen Kampf vorbereitete und sein Shirt ausgezogen hatte.

"Wie sieht es aus Hudson? Du und ich treten gegeneinander an. Nimm es nicht persönlich wenn ich dich fertig mache. Du bist in letzter Zeit ziemlich verweichlicht." zog Damon ihn auf und lachte. Hudson funkelte ihm außer sich vor Wut an.

"Ich mach dich fertig, Damon." entgegnete er scharf.

"Na schön, alles ist erlaubt." sagte Damon in Gegenzug freudig.

"Hudson, lass es lieber gut sein. Das Training ist nicht da, damit du im Krankenflügel landest." warf Freddie ein und dafür erntete er einen wütenden Blick von Hudson.

"Danke für dein Vertrauen." zischte dieser und ging auf Damon zu. Freddie kam zu mir und legte mir seinen Arm um, ehe er mir einen Kuss auf die Wange drückte. "Das wird ein böses Ende nehmen." flüsterte er mir zu.

Ich lehnte mich etwas an meinen Freund und befürchtete dass er recht hatte. Ich liebte zwar gute Kämpfe, aber naja, Hudson gehörte zu meinen Freunden im Gegensatz zu Damon. Florentina war ziemlich ruhig, während Hudson und Damon sich bereit hin stellten. Der Trainer wollte gerade das GO geben, als Carter und Luan herbei geeilt kamen.

"Das Training fällt aus! Hudson, Freddie, Xenia, ihr kommt mit mir. Malina, hol meine Schwester und Cadric. Wir treffen uns alle in meinen Büro." wies Luan uns alle an. War irgendwas passiert? Aber Damon schien das gerade alles andere als zu passen, wo er sich schon so auf den Kampf gefreut hatte.

Freddie schien froh zu sein, dass Luan den Kampf abbrach. Hudson schnappte sich schließlich sein Shirt und zog es sich über. "Luan, du bist manchmal echt eine Spaßbremse. Hudson, den Kampf holen wir nach." meinte Damon amüsiert.

"Darauf kannst du dich verlassen." grummelte Xenia's Freund.

"Wir sehen uns gleich." meinte dann Freddie zu mir und eilte den anderen hinterher. Ich machte mich gleich auf den Weg zu Ana's und Cadric's Zimmer und klopfte an. Ich hoffte die beiden waren da, denn ich hatte keine Lust das ganze Anwesen nach ihnen abzusuchen. Ich fragte mich aber wirklich, was geschehen war. Carter sah besorgt aus und Luan schien es eilig gehabt zu haben.

Aber dann ging zum Glück die Tür auf und Ana öffnete mir die Tür. Und wenn ich mir sie so ansah, schien es als ob ich sie gestört hätte. Ihre Haare waren richtig durcheinander und sie schien außer Atem zu sein, und ich konnte sehen wie Cadric sich hinter ihr ein Shirt überzog. Das brachte mich zum Schmunzeln.

"Sorry wenn ich euch Turteltauben störe. Luan schickt mich und erwartet euch umgehend in seinem Büro. Die anderen sind auch schon da." erklärte ich ihnen.

Ana's Wangen liefen knallrot an. "Ok ähm, wir kommen gleich. Danke dir." sagte sie verlegen. "Luan hat nicht gesagt, um was es geht?" Es war niedlich wie verlegen Anastasia wurde, aber sie brauchte sich nicht zu schämen. Jeder hier hatte doch Sex. Das war etwas ganz normales. Aber auf ihre Frage hin schüttelte ich meinen Kopf.

"Nein. Aber er kam gerade mit Carter von Wald und hat sogar das Kampftraining abgebrochen. Es scheint ernst zu sein." teilte ich ihnen mit. Dann wartete ich vor der Tür bis die beiden fertig waren und wir gingen gemeinsam zu Luan's Büro, wo auch unsere Freunde neugierig darauf warteten, was los war.

Luan bat Cadric die Tür hinter sich abzuschließen und ich ging wieder an die Seite von Freddie, als unser König zu sprechen begann. "Ich war gerade in der Akademie des Lichts und habe mit Maxwell Flint die ersten Friedensverhandlungen begonnen.

Aber nun scheint derjenige, der mich stürzen möchte genau so etwas vermutet und hat den Sohn des Anführers entführen lassen. Jace. Carter, erzähl ihnen was du gesehen hast." erklärte Ana's Bruder und alle schienen erschrocken zu sein. Sogar Freddie spannte sich an, obwohl ich wusste er hielt nicht viel von den Kriegern des Lichts. Und als ich die Reaktionen unserer Freunde sah, begann ich langsam Angst zu bekommen, was nun auf uns zukam.

Light&Dark - Life and DeathWo Geschichten leben. Entdecke jetzt