Ein monotones Geräusch ertönte im Raum, wir drehten uns um. Sams Mutter stand mit höhnischem Grinsen in der Tür und fing an zu klatschen. „Was für eine rührselige Schmieren Komödie!" Mit verlogenem Blick schritt sie der Reihe nach an uns vorbei und lächelte. Stolz stellte sich vor den Tisch und verschränkte die Arme. " Richard ich muss sagen, ich hätte die Theatralik in dieser Geschichte nicht besser ausschmücken können wie du, ich wusste schon immer, das Du ein fragiles Weichei bist!" Ihre Worte schallten wie Donner durch den Raum und keiner sagte etwas. „ Deine Eltern hatten Recht, aus dir wäre nie der Mann geworden, der du heute bist, wenn ich dich nicht zu dieser Größe geformt hätte!" Versuchte sie noch eine ihrer Giftspritzen zu verteilen und ihre Augen blitzten wie die einer Furie, als Richard sie eiskalt ignorierte. Noch einmal versuchte sie ihren Mann vor uns als Weichei zu degradieren, aber Sam den es sichtlich in den Fingern juckte, kam zur Besinnung. "Was willst du hier Mutter? Wieder Ärger machen? Dad vor allen blamieren, oder einfach nur deine scheiß Launen an uns auslassen?" Böse sah er sie an, aber Beatrix nahm Sam nicht für voll. "Du dummer Junge! Ich dachte immer du würdest nach mir kommen, aber anscheinend ist dieses Weichei- Gen stärker, als ich dachte!" Spöttisch grinste Richard an, der sich zu ihr umgedreht hatte und belächelte Claire, deren Miene, die schon vorher nicht gerade wohlwollend war, steinhart wurde. "Ich wollte doch nur das Beste für euch Männer, aber ihr...seit...so...verweichlicht und schwach, das es mich fast zum Erbrechen bringt, wie ihr euren Frauen, die noch nicht mal reines Blut haben, die Gefühle, wie Vollidioten, vor die Füße werft!" Das war eine Beleidigung zu viel und Sam schoss von seinem Sitz hoch. "Halt endlich dein Maul Mutter! Mein ganzes Leben musste ich mich mit deinen Launen, deinem Hass und deinen widerlichen Intrigen abgeben und nun lässt du deinen Hass noch an Unschuldigen aus...ES REICHT MUTTER...!" Beatrix, die es nicht kümmerte wie ihr Sohn sie angegangen hatte, lachte erneut. Hatte diese Frau kein Herz? Richard, der jetzt nicht mehr so ganz gelassen da stand, sah sie böse an. " Beatrix ich denke du hattest heute Abend genug Champagner, ...geh bitte...!" Wie eine Raubkatze auf Beutefang bewegte sie ihren Wohlgeborenen Körper auf ihn zu und lächelte." Du dummer einfältiger Mann, du willst mir etwas heißen? Mir, die immer die in unserer Beziehung die Stärkere war und die alles schweigend geduldet hatte? Deine Launen, deine Liebe zu einer nicht Auserwählten, sogar dann, als ich erfuhr das du mit einer Anderen ein Kind gezeugt hattest? - nicht das es mir etwas ausmacht hätte, ich hatte schließlich was ich wollte, diesen Titel, das Geld und Ansehen!" Ich fasste es nicht, all das Leid, die Schmerzen und Verlust nur wegen des Geldes, oder einem Titel? Ekelhaft! Angewidert von dieser Aussage blickte ich sie an, als Bea sich vor ihren Mann stellte. "Du bist so ein liebesbetrunkener Trottel, genau wie deine Söhne...!" Richard, dem sämtliche Gefühle schon überbrodelten, packte sie an den Schultern. "Das ist eine Sache zwischen uns, lass die Jungs da raus!" Sie warf den Kopf in den Nacken und lachte Ihn aus. " Aber sie sind genauso Gefühlsduselig wie du, was diese unwürdigen Weiber da angeht...Mein Gott...Du hast damals noch nicht mal gemerkt das ich gar nicht von dir Schwanger war und das die Fehlgeburt und die Depressionen nur gespielt waren!" Er ließ sie los und stolperte nach hinten. "Was....??" "Ja.....du jämmerlicher Liebeskasper. Du warst so in deinem Schmerz gefangen, dass du noch nicht mal gemerkt hast wie ich dich beschwindelt habe!" Siegessicher das sie ihn nun endgültig verletzt hatte, strich sich Beatrix ihr Kleid glatt. " Wäre diese irische Schlampe nicht gewesen, hätte ich in Ruhe alles hier genießen können, aber nein, es musste ja so enden und du musstest diese Nutte vögeln und einen Bastard zeugen!" Ihre feine Fassade war nun endgültig zerbrochen und Haven, der sich schon schützend neben mich gestellt hatte, riss sich von meiner Hand los. In ihm tobte und brodelte genau wie bei seinem Vater die Wut, aber unterdrückte den Drang sie zu würgen und ging ruhig auf sie zu. " Beatrix, ich denke du hast deine Beweggründe dich so zu verhalten und ich glaube das du meinen Vater, im Gegensatz zu deinen Äußerungen, damals sehr geliebt hast und du deswegen so verletzt redest, aber wenn du nicht beizeiten aufhörst, meine Mutter zu bleidigen, oder gar die Frau die ich liebe, dann Gnade dir Gott....!" Er baute sich mit seiner ganzen Statur vor ihr auf. " Aber mein lieber Junge, du wirst doch wohl nicht das Wort gegen deine Mutter erheben und sie schlagen wollen ?" Liebevoll legte sie die Hände an Havens Brust und lächelte sanft, was das Fass zum Überlaufen brachte. " Du bist nicht meine Mutter, du warst es nie und wirst es auch nie sein Beatrix! Diane ist meine Mum und keine Frau werde ich an ihre Stelle treten lassen, genauso wie ich keine mehr lieben werde wie Abbie...und nimm jetzt deine Hände von mir und lass mich los, hast du mich verstanden!" Starr vor Wut und Hass zischte Haven diese Worte durch seine Zähne und machte ihr eindeutig seinen Standpunkt klar welchen Platz wir in seinem Leben hatten. Beatrix hingegen trafen diese Worte schlimmer, als jeder Schlag und sie holte aus und gab Haven eine schallende Backpfeife. " Ich war und bin deine Mutter Haven Jonathan! Die Schlampe die dich geboren hat, ist schließlich abgehauen und hat dich bei uns abgesetzt. Ich habe mich um dich gekümmert und ich habe dich groß gezogen. Ich war es die dir alles gegeben hatte.....nicht SIE!!!" aufgebracht streichelte sie nun die Wange die sie ebenso hart geschlagen hatte und sah ihn liebevoll an. „Haven mein Juwel, ich weiß du es deinem Vater nur recht machen willst, aber das brauchst du nicht!" Haven entriss ihr die Hand, schüttelte angeekelt den Kopf und trat von ihr zurück. Schockiert über solch eine abwertende Geste, zeigte sie so langsam ihr wahres Gesicht. „ Sie, dieses Miststück, wollte mir alles nehmen! Sie hatte alles aber, ich hatte mehr, denn ich hatte Glück, also habe den Spieß umgedreht und zum Schluss, war ich die Siegerin! Ich hatte das Geld, den Titel, das Ansehen, den Mann und einen Erben! Es war alles so perfekt...mein Leben und dann... kam diese deutsche Hure...und hat mir meine Trophäe weggenommen!" Liebevoll sah sie bei diesen Worten Haven an und feindlich zu mir. „Und wem ist sie ähnlich...der großen und ach so tollen Diane... dabei hast du so gut zu meiner Martine gepasst...!" Jetzt nach diesen Worten begriff ich ihre Anspielungen. Es ging ihr, wie am Anfang nicht nur um den Reichtum und das Ansehen. Nein. Sie hatte sich im Laufe der Jahre etwas Größeres in den Kopf gesetzt. Beatrix wollte alles haben und besitzen und alles hieß in diesem Falle Haven. Sie wollte durch ihn nochmal die Liebe spüren, die ihr von Richard versagt wurde und suchte sich eine Frau, die ihrem Ebenbild entsprach. Irgendwie dachte sie, dass wenn Haven das Ebenbild von ihr heiratete, würde sie auch glücklich werden und sie würde ihn halten können. Ich erschrak vor so viel Abnormalität, denn es war widerlich und äußerst krank. Erschrocken von dieser Wirrheit, sah ich wie sie noch mal versuchte Haven zu berühren, aber er, dem genauso bewusst war wie mir, das Beatrix mehr als Krank war, nahm meine Hand die er liebevoll küsste. Beschützend legte er seinen Arm um mich. Mrs. Huntington musterte mich abschätzig. "Pah, sie ist viel zu gewöhnlich für dich, diese plumpe, dumme, deutsche Frau! Allein ihre Herkunft ist eine Beleidigung ganz zu schweigen von ihrer Abstammung, ihrem normalen Dasein und ihrer unmöglichen Figur...!" Haven machte den Mund auf und wollte loslegen, aber Claire' stand auf und schrie sie an. " Lassen Sie Abbie in Ruhe, sie hat ihnen nichts getan! Ihre Figur ist vollkommen normal, es kann nicht jeder aussehen wie ein klappriges Fahrrad!", dabei sah sie sie abschätzig an. Sams Mutter drehte sich um" So etwas muss ich mir nicht von einer dahergelaufenen Französischen Dirne anhören. Sie sollten lieber Ihren Mund halten Ms. De La Rouge' und sich um ihre gewöhnliche Familienangelegenheiten kümmern! Verziehen sie sich bitte wieder in die Gosse aus der sie gekrochen sind, denn an unseren Titel und unser Geld kommen sie nicht!" Jetzt ging es Schlag auf Schlag und diesmal war es Sam der völlig ausrastete. "Ich habe dir vorhin schon mal gesagt du sollst dein Maul halten. Es reicht schon das ich nicht nur eine Raben-, sondern auch eine Irre zur Mutter habe, also verzieh' dich hier, nimm deinen Titel, der dir immer mehr bedeutet hat, wie dein Sohn und deine Familie und lass mich und meine Frau in für alle mal in Ruhe." Kopfschüttelnd sah sie ihren Sohn an und lachte, worauf hin dieser noch mehr in Rage geriert." Claire' ist und bleibt meine Frau, ob es dir passt oder nicht, dagegen kannst du nichts mehr machen. Ich hab es schwarz auf weiß...!" Majestätisch winkte sie ab, griff in ihre Jackentasche und zog einen Zettel heraus. " Meinst du das hier?!" Sam war irritiert. " Was ist das?" " Eure Heiratsurkunde, oder sollte ich besser sagen, die von Haven und dieser... Frau!", abschätzig sah sie nun Haven und mich an. "Was meinst du damit Mutter?" Sam riss ihr das Dokument aus der Hand. Er las es und schüttelte den Kopf." Nein...das kann nicht sein wir haben doch...ich meine...wir...Scheisse...wie konnte das denn passieren?" Erschrocken übergab Sam seiner Frau das Blatt Papier woraufhin Claire' kreidebleich wurde und es Haven reichte. Nicht wissend was er damit sollte forderte ihn sein Bruder auf es genauer zu lesen und dann blickte auf. Erschrocken und ungläubig hielt er mich mit seinen Blicken fest und zuckte gleichzeitig ahnungslos mit den Schultern. Doch bevor er mir das Schriftstück geben konnte, kam ihm seine Stiefmutter zuvor. "Ganz genau Haven, so habe ich auch reagiert, als ich lesen musste, das du mein lieber Sohn dieses Unglück von Frau dort geheiratet hast!" Lady Huntington zeigte mit ihrem dürren Finger auf mich. Starr vor Schreck was mir da gerade zu Ohren gekommen war, bekam ich sofort eine panikartige Attacke. Mir wurde speiübel und alles drehte sich. Wie benommen riss ich Haven das Formular aus der Hand und konnte kaum glauben, was ich dort las. Nein, das war nicht echt, das war nur ein böser Traum, versuche ich mich zu beruhigen und stand schockiert da, das ich stand ich da, dass ich nur am Rande mit bekam, das Haven Beatrix erneut in einen Streit verfielen. Er schrie sie an und sie ihn und er machte ihr mehr als deutlich klar, dass sie es nun akzeptierten müsse und seine Ehefrau in Ruhe lassen solle. Bei dem Wort Ehefrau versagten dann meine Beine gänzlich ihrem Dienst und ich sackte in mich zusammen. Claire' schaffte es dann doch mit Mühe mich aus diesem Chaos zu befreien und schleifte mich Geistesabwesend durch den Raum in das Nebenzimmer. Wie in Trance hörte ich Claire' die beruhigend auf mich einredete, Beatrix, die Haven etwas sagte worauf hin er tobte wie ein Stier und dann Richard, der seiner Frau mitteilte, dass sie aus diesem Haus verschwinden solle und ihre Boshaftigkeit gleich mitnehmen. Ein Lachen hallte durch die Gänge, Schritte wurden laut, eine Tür schlug zu und mit einem lauten "Ich werde die Gewinnerin sein!", verabschiedete sich Beatrix gleichermaßen wie ich mich von meinem Bewusstsein, denn ich wurde Ohnmächtig.
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parallel Lost&Found! Band1
RomanceAlpha Version dieser Storyline 😊 Abigail Ripley ist eine junge deutschstämmige Frau, die mit sich und ihrem Leben nicht im Reinen ist. Seit Jahren führt sie eine wechselvolle Beziehung mit Paul O' Tinley, dessen egomanische Art ihre Selbstzweifel...
