Zuhause begrüßte ich einmal meine Mutter und David, dann ging ich in mein Zimmer und zog mir etwas Bequemes an. Das hieß kurze Shorts und ein Trägertop. Im Spielezimmer konnte ich Stimmen hören, also ging ich darauf zu und schwang die Tür ohne zu klopfen auf. Nun lag die vollkommene Aufmerksamkeit der Personen auf mir. Es war wie zu erwarten die Gruppe Jungs die ich schon im Park kennenlernen durfte. Ein Pfeifen riss mich aus meinen Gedanken. Toby hat gepfiffen und musterte mich anerkennend. Erst jetzt fiel mir ein, was ich eigentlich trage. Gott sei Dank bin ich nicht schüchtern. „Adam hatte scheiß Recht. Es wohnt tatsächlich ein verdammt heißes Mädchen in seinem Haus." Ich sah Lewis zu, wie er schelmisch grinste und sich über die Lippen leckte. Ok das war mir dann doch wieder ein bisschen zu viel. Adam musste das wohl bemerkt haben, „Alter, halt deine Fresse." Er schlug ihn auf den Hinterkopf. Ich lächelte ihn dankbar an und setzte mich neben ihn. Anscheinend ist er mir wegen vorhin nicht böse. Ich bin froh, ich will nicht mit ihm streiten. Mir bedeutet viel, dass er mich gerade vor seinen Freunden verteidigt hat.
Erst jetzt fiel mein Blick auf Tyler, der mich noch immer taxierte. Er hatte einen harten Gesichtsausdruck und sah nicht gerade begeistert aus, dass ich jetzt hier wohne. Immerhin hat er mir gesagt, dass ich mich von ihnen fernhalten soll. Ich grinste ihn teuflisch an, was ihn noch wütender machte. Als ob dieser Junge mir Angst machen könnte. Er kennt mich nicht, beleidigt mich und sucht Streit mit mir.Den kann er gerne haben. „Hast du nichts Anderes zu tun als uns zu stören?" Ich lachte und antwortete mit einem koketten „Nö". Es machte mir Spaß diesen Idioten zu provozieren. Adam lachte neben mir. „Sie kann ruhig hier bleiben. Alles ok bei dir Cathy?" Er bezieht sich mit dieser Frage auf vorhin. Ich nickte nur und sah auf den riesigen Bildschirm vor mir.Dieses Spielezimmer war einfach nur der Hammer, es hatte drei Couchen und einen riesigen Tisch vor ihnen.Natürlich gab es auch einen Minikühlschrank, aber ich vermute nur Alkohol darin. „Was schaut ihr da?" Adam sah kurz zum Bildschirm. „Insidious 2. Ich hoffe du hast nichts gegen Horrorfilme." „Naja, sie gehören nicht zu meinen Lieblingsfilmen, aber ich habe ja sonst nichts zu tun." Bei diesem Satz sah ich extra Tyler an und bemerkte wie sein Kiefer vor lauter Ärger zuckte. Dieser Anblick war Genugtuung genug für mich.
Bei der Hälfte des Filmes bekam ich langsam Angst und versteckte mich daher bei Adam. Er legte beschützerisch einen Arm um mich und musste leicht schmunzeln. Im Augenwinkel bemerkte ich wie Tyler mich und Adam beobachtete. Jedoch ignorierte ich ihn. Nach einiger Zeit wurden meine Augenlieder schwer und ich merkte wie ich in den Schlaf sinkte.
„Dad, bitte, bitte hör auf. Es tut weh. Bitte. Nein. Daddy. Es tut weh." Ich winselte und bettelte, dass mein Vater mit den Schlägen aufhörte. Mein ganzer Körper schmerzte und ich kauerte mich zusammen. Er stand breit und groß über mir gebeugt. Ich sah nicht sein Gesicht, es war nur die Gestalt. „ Du kleine Drecksschlampe. Hör auf zu jammern!" Er holte gerade wieder aus, als ich einen hohen Schrei hörte. Ich wurde wach. Es war mein eigener Schrei. Ich zitterte am ganzen Körper, Schweiß stand an meiner Stirn. Ich war komplett orientierungslos.
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My biggest fear ✓
Teen FictionCathy und ihre Mutter flüchteten von einem kleinen Ort in England, in die Millionenstadt London. Aus dem Vorsatz, die Probleme hinter sich zu lassen, wurde nichts, denn kaum ist sie in London, bekommt sie das Doppelte an Problemen dazu. Ihr größtes:...
