76 Kapitel

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#3 :) 

Viel Spaß! 

Jetzt musste ich mich beeilen. Ich schnappte mir schnell meine Tasche mit meinem Handy und sah auf dem Gang ob die Luft rein ist. Keine Spur von jemanden, also schlich ich mich den Gang links entlang Richtung Fahrstühle. Ich werde jetzt sowieso entlassen, also ist egal ob ich gehe, wenn ich die Papiere in der Hand habe oder nicht.

Vor dem Krankenhaus erkannte ich schon Tylers Auto und mit schnellen Schritten lief ich drauf zu und warf mich auf den Beifahrersitz. Tyler erkannte meine Eile und brauste schon vom Parkplatz.
Der Schmerz in meinem Kopf nahm zu und ich musste meine Augen schließen und meine Atmung wieder unter Kontrolle bringen. Keiner von uns sagte etwas und es war vollkommen still. Nach ein paar Minuten öffnete ich meine Augen und erkannte, dass mich Tyler die ganze Zeit beobachtete. In seinem Blick lag Sorge.
„Alles in Ordnung?"
„Jaja, nur etwas Kopfschmerzen."
Sein Blick wurde nicht weniger sorgenvoll, wenn nicht sogar mehr. Mir fiel ein, dass ich meiner Mutter noch Bescheid geben musste. Die dreht bestimmt gerade durch und läuft im ganzen Krankenhaus herum und sucht mich. Ich holte mein Handy heraus und schrieb ihr eine SMS, dass mich ein Freund abgeholt hat und ich am Abend nach Hause komme. Sie soll sich keine Sorgen machen. Ich spürte noch wie mein Handy 2 mal klingelte, aber ich wollte mich jetzt nicht mit ihr beschäftigen. 

Die weitere Fahrt verlief still und ab und zu sah Tyler zu mir rüber. Meinen Kopf hatte ich nach hinten gelegt. Zwischendurch musste ich meine Augen schließen, denn der Schmerz drückte mir meine Lider zu. Als ich meine Augen wieder aufmachte, waren wir bei Tyler zuhause.
Beim austeigen, wartete Tyler bis ich neben ihm stand und ging mit mir dann ins Haus. Es war ruhig, deshalb vermutete ich, dass niemand zuhause war. Wenn ich so darüber nachdenke, fällt mir auf, das immer wenn ich hier bin, dass ich nie jemanden begegne. Ich habe noch nie seine Eltern gesehen, nur seine Haushälterin.
Ist er immer alleine zuhause? Vielleicht wohnt ja nur ein Elternteil mit ihm hier?

Tyler öffnete mir die Türe zu seinem Zimmer und ließ mich zuerst eintreten.
„Ich denke, es wäre das Beste wenn du dich hinlegst und ausruhst. Immerhin brauchst du noch viel Ruhe."
„Woher willst du wissen, dass ich viel Ruhe brauche?"
Tyler wich meiner Frage aus und fragte mich ob ich einen Film sehen möchte.
Er machte im Zimmer dunkel, während ich mich in sein großes bequemes Bett legte und es mir unter der Decke gemütlich machte. Tyler legte sich nahe zu mir und schaltete auf dem Fernseher einen Liebes/Actionfilm ein.

Während des Filmes spürte ich immer Tylers Blicke auf mir. Ich drehte meinen Kopf zu ihm und traf mit meinem Blick auf seine wunderschönen braunen Augen. Keiner von uns sah weg, sondern versuchte den anderen zu erkunden.
„Ich weiß nicht ob du dich noch erinnern kannst, deshalb sage ich es nocheinmal. Ich wollte das nicht zu Adam sagen, ich habe nicht nachgedacht und es ist mir rausgerutscht. Es tut mir Leid Catherine. Ich wollte dich damit nicht verletzen."
Seine Stimme war zärtlich und sanft und während er sich entschuldigte, fuhr er mir mit seiner Hand über meine Wange. Wir haben uns inzwischen schon zueinander gedreht und lagen uns dadurch noch näher. Unsere Blicke tief ineinander verankert.
„Du warst heute Nacht bei mir oder?" Diese Frage brannte mir schon lange auf der Zunge.
„Ja, als das Krankenhaus angerufen hat, war ich noch bei Adam und bin dann mit allen rein gefahren. Adam wollte mich nicht zu dir lassen, weil er gesagt hat, dass das, was passiert ist, meine Schuld war, womit er auch Recht hat, aber später, als deine Mutter, David und Adam gegangen sind, bin ich dann noch zu dir ins Zimmer und habe mich bei dir entschuldigt. Du bist kurz aufgewacht, hattest dann solche Schmerzen, dass du direkt wieder eingeschlafen bist."
„Also hatte ich es mir doch nicht eingebildet."
„Wie geht's dir? Hast du noch starke Schmerzen?"
So ungern ich auch zugebe, dass ich schwach bin, aber ich glaube mir kann man ansehen, dass ich noch ziemliche Schmerzen habe.
„Mein Kopf tut mir noch höllisch weh und meine Magenschmerzen sind schon etwas besser."
Als ich das sagte konnte ich seinen Blick nicht deuten. Man konnte sehen, dass er etwas fragen will, aber er zögerte. Warum?

Tyler hatte seinen Arm über mich gelegt und streichelt langsam meinen Arm auf und ab. Es war beruhigend und lullte mich ein. Er tat es mit einer Zärtlichkeit, die ich bei ihm nicht kannte. Er behandelt mich schon den ganzen Tag, als wäre ich aus Glas.
„Hast du schon was gegessen?"
„Nein, aber ich weiß nicht ob ich mir zutraue etwas zu essen, wenn sie mir den Magen ausgepumpt haben. Ich habe aber auch ehrlich gesagt keinen Hunger."
„Catherine, du musst etwas essen. Wann hast du das letzte mal etwas in den Magen bekommen?"
„Vor der Party."
Sein Gesicht wurde blass und sein Blick hart.
„Ich hole dir jetzt etwas Leichtes und keine Widerrede." Ich hatte keine Chance zu antworten, denn er war schon aus dem Zimmer raus.
Wer ist das und was haben sie mit Tyler gemacht? Aber ich muss zugeben, dass es mir gefällt, wie er jetzt ist. So kenne ich ihn nicht, so fürsorglich und liebevoll. Und seine Entschuldigung glaube ich ihm auch. Keine Ahnung warum, aber ich vertraue mal auf mein Bauchgefühl.

Tyler kam mit einem Tablett herein und stelltees auf meinen Oberschenkeln ab.
Es war eine Suppe, zwei Toastbrotscheiben und ein Glas Wasser.
„Ich weiß nicht ob-"
„Probier es einfach Catherine."
Mit einem tiefen Seufzer gab ich mich geschlagen. Gegen diesen Sturkopf kommich im Moment sowieso nicht an.
Ich aß die Hälfte der Suppe, musste dann aber aufgrund Bauchschmerzen aufhören.Tyler stellte das Tablett auf seinen Schreibtisch, legte sich dann neben michund zog mich näher zu sich. Mit meinem Kopf legte ich mich auf seine Brust undgenoss die Wärme, die von ihm ausging.
Tyler streichelte mit seiner Hand über meinen Rücken. Keiner von uns achtetemehr auf den Film, sondern konzentrierte sich nur auf die Nähe des anderen.

My biggest fear ✓Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt