Yoongi
„Yoongi, Schatz, was hälst du davon, wenn Hoseok uns mal besuchen kommt? Lee und Kyunwon müssen über das nächste Wochenende nämlich weg, und vielleicht wäre es schöner für Hoseok, wenn er es hier, anstattt alleine Zuhause verbringen kann."
Ich verschlucke mich an meinem Gemüseauflauf und beginne wie verrückt zu husten, während mir Tränen in die Augen schießen und ich sicherlich knallrot anlaufe.
„Bitte was?," krächze ich ungläubig und versuche mich krampfhaft zu beruhigen, während meine Mutter besorgt zu mir schaut.
„Ob es für dich okay wäre, wenn Hoseok hier nächstes Wochenende schlafen könnte," wiederholt sie sich und ich wische mir die Tränen aus den Augenwinkeln.
„Klar," meine ich dann mit immernoch rauer Stimme und widme mich irgendwie wieder meinem Gemüseauflauf.
Meine Mutter musste ja nicht unbedingt wissen, dass ich ihren Vorschlag super klasse finde und gerade am liebsten vor Freude an die Decke gehen würde.
Ein ganzes Wochenende lang nur Hobi und ich. Kein Jimin und erst recht kein Jungkook, der uns im Weg ist.
Denn auch wenn Hoseok für mich nur wie ein Bruder fühlt, so finde ich es doch schön, in seiner Nähe zu sein. Und verdammt, ich würde ihn die ganze Zeit bei mir haben.
„Aber so soll er denn schlafen? Unser Sofa ist wirklich unbequem und in meinem Zimmer ist kein Platz für eine Matratze," wende ich dann ein und runzele die Stirn.
Mein Zimmer ist wirklich klein, was aber nur daran liegt, dass mein gigantisches Bett über die Hälfte des Raumes einnimmt. Der Rest wird dann von meinem Kleiderschrank und Schreibtisch in Beschlag genommen.
„Na, er wird ja wohl einfach bei dir schlafen. Ihr seit schließlich Stiefbrüder und alt genug," lacht meine Mutter und ich werde rot.
Oh Gott, Hoseok und ich in einem Bett.
Mein Herz beginnt zu flattern und ich sehe schnell auf meinen Teller, wo die Reste des Auflaufs liegen.
Wenn Hoseok bei mir im Bett schläft, werde ich sicherlich die ganze Nacht kein Auge zu machen.
Ich sterbe jetzt schon vor Aufregung, wenn ich nur daran denke, Hobi so nahe zu sein. Ob ich mich wohl, wenn er schläft, etwas an ihn kuscheln kann? Einfach mal so? Oh man, wahrscheinlich würde ich einen Herzinfarkt erleiden.
Aber schließlich schießt mir eine andere Sache durch den Kopf und Panik breitet sich in mir aus.
Wenn Hobi hier ist, wird er mich vielleicht beim umziehen erwischen. Und dann wird er den Speck an meinem Bauch bemerken und sehen, wie hässlich ich bin.
Aber das ist einfach unvermeidbar.
Leise seufzend Spieße ich ein kleines Stückchen Brokkoli auf. Ich könnte auch einfach auf das Essen verzichten, denke ich, schüttel mir den Gedanken dann aber sofort aus dem Kopf.
Wenn ich aufhöre zu essen, dann gebe ich Jimin und Jungkook nach. Dann tue ich genau das, was sie von mir wollen. Ich werde einfache weniger essen und mehr Sport machen, so werde ich auch dünner und irgendwann sehen die beiden das auch. Aber ganz aufgeben, werde ich das Essen nicht.
Entschlossen nehme ich den Brokkoli in den Mund und beginne zu kauen. Doch kaum habe ich ihn runtergeschluckt, fühlt er sich total schwer in meinem Magen an. Trotzdem esse ich weiter und denke lieber an Hobi, als an meinen dicken Körper.
Was ich wohl mit Hoseok machen werde? Ob ihm mein Zimmer gefällt? Unsere ganze Wohnung? Oder wird es ihm zu klein sein?
Die ganzen Fragen machen mich verrückt und so beschließe ich, dass Wochenende einfach auf mich zukommen zu lassen.
Auch wenn ich jetzt schon vor Aufregung sterben könnte, freue ich mich ziemlich. Nur noch ein paar schlimme Schultage und dann würde Hoseok bei mir sein.
Gott, bitte mach, dass Hoseok mich nicht nur als seinen Bruder sieht, denke ich schließlich, als ich aufgegessen habe.
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Fatty
FanfictionFatty - dicke Jungen lieben nicht. _ •Triggerwarning! [2 Kapitel enthalten selbstverletzende Inhalte]
