✽Twenty Six✽

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Yoongi

„Was?," mache ich entsetzt und ich spüre förmlich, wie ich blasser werde, als ich eh schon bin.
„Wir Tanzen zusammen," wiederholt sich Hoseok jetzt grinsend und funkelt mich vergnügt an.

Heftig schüttele ich den Kopf.
„D-Das geht nicht," sage ich und Hobi runzelt die Stirn.
„Warum nicht? Wir haben Klamotten, Zeit und einen Tanzsaal. Ist doch perfekt," argumentiert er und ich senke den Blick.

Leider hat er recht und ich kann daraufhin nichts mehr erwidern. Aber er würde meine Argumentation und meine Gedanken sowieso nicht verstehen, dass tut niemand.

Wenn ich jetzt mit Hoseok Tanzen gehe und mich vor ihm umziehe, dann wird er sehen, wie fett ich bin.

Meine Freunde sehen das beim Training zwar auch, doch sie sagen mir immer ich sei zu dünn und sie würden sich Sorgen machen. Aber das sagen sie nur so, weil sie Freunde sind und mich glücklich machen wollen.

Ich weiß, dass ich in echt mehr auf den Rippen habe, als ich sollte. Vielleicht bin ich nicht hässlich oder übergewichtig, aber ich schäme mich trotzdem für meinen Körper.

Und gerade vor Hoseok will ich nicht zeigen, wie ich eigentlich aussehe. Es wäre besser, wenn er weiterhin meine Fassade anschaut, anstatt in mich zu gucken und zu erkennen, wie kaputt ich wirklich bin.

„Yoongi? Alles okay?," werde ich sanft gefragt und Hoseoks warme Stimme holt mich aus meinen Gedanken. Verwirrt sehe ich ihn an und er lächelt.
„Du warst gerade irgendwie in deiner eigenen Welt. Ich hatte dich gefragt, wo genau die Umkleide ist."

„Geh einfach zurück zur Anmeldung und dann nach links, die Treppe. Das ist dann der Raum über dem Ballettsaal," murmele ich.
„Ich gehe schon einmal die Heizung anstellen, damit es gleich warm genug ist," füge ich dann noch hinzu und drehe mich um, ohne noch etwas weiteres zu sagen.

Ich habe mich dazu entschlossen, trotz meiner Bedenken mit Hoseok zu tanzen. Ich möchte ihn unbedingt beeindrucken und wenn ihm mein Körper nicht so sehr auffällt, dann werden meine Tanzfähigkeiten herausstechen.

Wie ich es Hoseok gesagt habe, stelle ich also nur die Heizung an und kontrolliere noch einmal die Musikanlage, ehe ich mit einem mulmigen Gefühl ebenfalls zu der Männerumkleide gehe.

„Du schaffst das," flüstere ich zu mir selber, als ich schliesslich eintrete und mein Blick sofort auf Hoseok fällt. Und Halleluja, vielleicht hätte ich besser wegschauen sollen.

Er hat kein T-Shirt mehr an, man erkennt deutlich sein Sixpack und auch seine Armmuskeln erscheinen mir mehr als ausgeprägt. Seine Haut ist hell und rein und verdammt, ich wusste nicht das Schlüsselbeine so anziehend sein können.

Herr im Himmel steh mir bei, ich glaube, ich kriege einen Steifen.

„Zieht ihr euch nicht voreinander um?," werde ich auf einmal überrascht gefragt und mein Blick wandert von Hoseoks Oberkörper zu seinem Gesicht.
„Was?," mache ich verwirrt und er schmunzelt etwas. Scheinbar scheint er zu erahnen, was sein Körper für eine Wirkung auf mich hat.

„Du schaust mich an, als hättest du noch nie einen halbnackten Jungen gesehen. Daher wollte ich wissen, ob ihr euch nicht voreinander umzieht," wiederholt er sich und ich schüttele den Kopf.
„Nein. Also, äh, doch. Doch, wir ziehen uns voreinander um."

Verwirrt laufe ich los zu meinem Kleinen Spind und krame darin nach zwei Trainingshosen und T-Shirts. Schuhe habe ich nur ein paar, daher werden wir darauf verzichten, aber je nachdem was wir Tanzen, ist das vielleicht gar nicht so schlecht.

„Bitte sehr," meine ich und drücke Hoseok die für ihn bestimmten Klamotten in die Hand.
„Danke," grinst er und ich werfe noch einen letzten flüchtigen Blick auf sein Sixpack, ehe ich mich umdrehe und beginne, mich ebenfalls auszuziehen.

Seine Blicke auf meinem Körper sind für mich fast spürbar, es scheint, als würden sie sich in meine Haut brennen. Obwohl ich mich nicht umdrehe, weiß ich, das Hoseok mich anstarrt. Nur habe ich keine Ahnung ob er mag, was er da sieht.

Leider fällt mir viel zu spät auf, dass ich von meinen Schnitten noch die großen Pflaster auf meinem Arm kleben habe. An dieser prägnanten Stelle wirkt es mehr als nur auffällig und krampfhaft versuche ich mir schnell eine Lösung zu überlegen, aber da ist es schon zu spät.

Ich spüre, wie Hoseok nach meinem Handgelenk greift und mich ruckartig zu sich umdreht.
„Was hast du da gemacht?"

FattyGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt