Yoongi
„Warum sagst du mir nichts davon?!"
Hoseok packt mich viel zu grob an der Hüfte und schubst mich in mein Zimmer, während ich es noch gerade so schaffe, die Haustür mit einem Fuß zuzukicken. Ich bin gerade wirklich dankbar, dass meine Mutter noch immer beim Einkaufen ist und Hobis Rumgeschreie nicht mitbekommt.
„Hoseok, lass mich los!," rufe ich etwas panisch und lege meine Hände auf die Arme meines Freundes, aber er packt mich nur als würde ich nichts wiegen und schmeißt mich auf mein Bett.
Ehe ich überhaupt reagieren und wieder aufstehen kann, hat er sich schon über mich gebeugt und drückt meine Handgelenke fast schon schmerzhaft runter in die Matratze.
„Vertraust du mir nicht?!"
Verletzt und wütend sieht mein Freund auf mich hinab, seine Augen sind ganz dunkel und sein Atem geht schneller, als er sollte. Ich sehe ihm an, dass er sich gerade ziemlich zusammenreißen muss, nicht komplett auszurasten.
„Bitte entspann dich doch erst einmal!," bitte ich etwas panisch, denn gerade macht mein Freund mir wirklich Angst.
Als ich ihm eben die Haustür geöffnet habe, hatte ich mich noch gefreut, aber dann ist er auch schon ausgerastet.
„Ich soll mich entspannen?!," Hoseoks Stimme ist dunkel und viel zu laut, so kenne ich ihn gar nicht. Erschrocken zucke ich zusammen, als er mein eines Handgelenk loslässt und mit der Faust in meine Bettdecke, knapp neben meinem Kopf, boxt.
„Warum sagst du mir nichts davon? Bin ich dir so unwichtig?," knurrt er laut und ich spüre seinen Atem auf meinem Gesicht.
„Ich weiß nicht einmal wovon du sprichst!," wimmere ich jetzt und versuche, mich irgendwie gegen Hoseok zu wehren, aber jetzt setzt er sich auch noch auf meine Hüfte.
„Ich habe mit Jimin und Jungkook gesprochen. Und sie haben mir alles erzählt. Alles. Warum lügst du mich so an? Erst meintest du, du wirst nicht gemobbt, dann gibst du zu, dass du das größte Mobbingopfer der Schule bist, aber dann bist du nicht einmal so ehrlich und sagst mir, dass meine angeblichen besten Freunde komplette Arschlöcher sind und dir dein Leben zur Hölle machen?!"
Hoseok schreit mich an und mittlerweile glitzern Tränen in seinen Augen, während sich sein Brustkorb schnell hebt und senkt. Sein Griff um mein eines Handgelenk ist mittlerweile mehr als schmerzhaft geworden und auch ich fange an zu weinen.
„Ich wollte halt eure Freundschaft nicht kaputt machen, okay?!," rufe ich verzweifelt zurück und reiße mein Handgelenk mit aller Kraft zu mir, wobei ich mir aber noch mehr weh tue.
„Denkst du, eine Freundschaft Mit solchen Leuten hätte für mich überhaupt noch einen Wert?," gibt Hoseok jetzt zischend Zurück.
„Denkst du, ich würde solche Menschen über dich stellen?"
Er klingt verletzt und ich schlucke betroffen.
Verdammt, ich wusste, dass es nicht korrekt war ihn angelogen zu haben, aber dass es ihn so sehr verletzt, habe ich nicht geahnt.
„Es tut mir leid, Hoseok," schniefe ich.
„Aber kannst du mich bitte loslassen? Du tust mir weh."
Hobi scheint erst jetzt zu realisieren, wie grob er mich festhält und betroffen lässt er mich los.
Mein rechtes Handgelenk tut weh und ist rot, ich verzichte erst einmal darauf es zu bewegen.
„Tschuldigung. Ich...Ich weiß auch nicht, was auf einmal in mich gefahren ist," murmelt Hoseok leise und fährt sich mit beiden Händen zitternd über sein Gesicht.
Ich atme aus und schließe kurz die Augen, ehe ich sie wieder öffne.
„Ich weiß, dass es falsch war, dir davon nichts zu sagen. Aber ich konnte einfach nicht," gebe ich jetzt zu und spüre, wie Hoseoks Gewicht von mir verschwindet, ehe er sich neben mich legt und nach meiner kleinen Hand greift.
„Schon okay, ich weiß ja, wie schwer das für dich ist. Ich...Ich bin gerade einfach nur komplett durchgedreht," antwortet er und klingt dabei mehr als nur schuldbewusst. Er macht sich schon wieder Vorwürfe für etwas, für das er nichts kann.
„Nur weil du gerade etwas ausgerastet bist, entschuldigt das nicht, dass ich dir nicht die Wahrheit gesagt habe," murmele ich und rolle mich auf die Seite, sodass ich Hoseok ansehen kann. Dieser starrt nachdenklich an die Decke.
„Wir sind gerade erst ein Paar geworden, ich hätte geduldiger mit dir sein müssen. Es ist klar, dass du mir nicht von Anfang an alles anvertraust," meint er jetzt, ehe er zu mir blickt.
Er sieht immer noch atemlos aus, aber sein eben so wütendes Gesicht hat sich in ein schuldbewusstes verwandelt.
Er scheint es zu bereuen, wie er mich gerade behandelt hat und das zeigt mir mal wieder, dass er mich liebt.
„Es ist schon okay," meine ich daher, auch wenn ich weiß das es das eigentlich nicht ist.
„Ist es nicht. Ich habe dir weh getan, dass wollte ich nicht." Hoseok starrt auf mein Handgelenk herunter, welches zwar noch ein bisschen rot ist, aber nicht mehr richtig weh tut.
„Nein, mir geht es gut. Versprich mir nur, dass nächste Mal nicht direkt so grob zu werden, wenn du wütend auf mich bist, okay?"
Ich lächele leicht und Hoseok sieht immer noch unglücklich aus, aber schließlich nickt er.
„Okay. Aber ich raste halt aus, wenn es um den Jungen geht, den ich liebe," flüstert Hoseok und beugt sich vor, um mich zu küssen.
Ich grinse und erwidere den Kuss.
Der Streit ist ziemlich schnell vergessen, ebenso wie die Tatsache, dass Hoseok nicht immer nur der liebevolle Partner ist.
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Fatty
Fiksi PenggemarFatty - dicke Jungen lieben nicht. _ •Triggerwarning! [2 Kapitel enthalten selbstverletzende Inhalte]
