POV.: Yoongi
„Ey passt doch auf!", rief ich wütend und musterte die dunkel gekleideten Typen vor mir vom Boden aus. Beide starrten mich mit großen Augen geschockt an. Verwirrt stand ich auf und stellte mich neben Jungkook, der das ganze etwas erschrocken beobachte, während die Typen immer noch wie Statuen vor mir standen und den Blick nicht von mir abwandten. Kurz darauf kam noch ein dritter Typ der sich neben die anderen stellte und uns geschockt ansah. Augen verdrehend zog ich Jungkook am Handgelenk mit und wollte an ihnen vorbei laufen bis mich der eine am Arm davon abhielt.
„V? Was tu-" „Keine Ahnung! Was sollen wir denn schon machen? Die haben doch mit sicher heut gerade gelauscht!", unterbricht der grauhaarige , scheinbar 'V', der meinen Arm festhält den anderen. „Wir haben was?", fragte ich verwirrt. „Ruhe!", rief nun auch der dritte und größte von Ihnen, der mit den Lila Haaren . Alle wirkten ziemlich gestresst. „Hört mal. Ist doch nichts passiert jetzt lasst mich einfach los damit wir endlich nach Hause gehen können", versuche ich ruhig zu erklären und versuchte dabei nicht genervt zu wirken. Entfernt vernahm ich Sirenen, wahrscheinlich Polizisten, was in dieser Gegend keine Seltenheit war. Alle drei weiteten die Augen und sahen sich ängstlich an. Was hatten die denn für ein Problem?
„Dann nehmen wir die halt mit", verkündete der Rothaarige während er meine Hände, schneller als ich reagieren konnte, hinter meinem Rücken mit irgendeinem Seil fesselte, was der grauhaarig auch bei Jungkook tat. „Hey was soll das we-", doch weiter kam ich nicht bevor ich durch die Gasse geschubste wurde. Auch Jungkook wurde von dem anderen Typen mitgezogen. So gut es ging versuche ich mich zu wehren und versuchte mich gegen sie zu Stämmen damit sie mich nicht weiter schieben könnten. Doch so sehr ich es auch versuchte, waren die drei dann doch stärker. „Lasst uns sofort los!", schrie Jungkook ängstlich. Am Ende der Gasse stand ein Auto in das alle schnell einstiegen und sie mich und Jungkook auf die Rückbank schoben.
Der rothaarige nahm vorn neben dem lilahaarigen Fahrer des Autos Platz während der andere sich neben uns quetschte und das Auto sich schnell in Bewegung setzte. „Lasst uns sofort hier raus! Wollt ihr uns entführen oder was?! Glaubt mir, an uns ist nichts interessantes und auch Lösegeld werdet ihr für uns nicht bekommen!", rief ich und zappelte wie wild herum in der Hoffnung die fesseln würden sich lösen. „Ruhe jetzt dahinten!", rief der Fahrer. Seine Stimme war tief und es hörte sich an als wäre mit dem nicht zu spaßen. „Was habt ihr euch dabei gedacht?! Eine Geiselnahme war nicht geplant!", schrie er nun worauf die anderen drei kurz zusammen zuckten und in alle Richtungen schauten. Bloß nicht in die des Lilahaarigen. Ich vermutete, dass das Ihr Boss war und die Angst die man den dreien ansah lies meine Mundwinkel kurz hoch zucken. „Die haben gelauscht! Was hätten wir denn machen sollen? Du hast doch auch mitgemacht", sprach V leise. „Wir sollen was?", fragte Jungkook verwirrt und ängstlich. Wo und bei was sollen wir sie denn bitte belauscht haben? Dafür dass sie mich umrennen konnte ich ja schließlich nichts. „Lasst doch wenigstens meinen Bruder gehen!", schrie ich. „Bringt ihn wenigstens dazu ruhig zu sein!", rief wieder ihr Boss, wie ich vermutete. Darauf nahm der Braunhaarige neben mir ein Stück breites Klebeband und klebte es mir auf den Mund. Gott, das war ja so klischeehaft. „Mhmmmhmm!", versuchte ich irgendetwas zu sagen. „Halt die Klappe", rief der Rothaarige. Wütend trat ich dem vor mir sitzenden in den Rücken und zappelte herum, während Jungkook nur mit geweiteten Augen auf seine Beine starrte.
Nach wenigen Minuten gestand ich mir, dass das wohl wirklich nichts bringen würde und blieb still sitzen. Ich schaute aus dem Fenster und fragte mich wie lange wir wohl schon durch die Stadt fuhren, bis wir etwas weiter aus der Stadt zu kleinen Mehrfamilienhäuser kamen. Irgendwann fuhren wir in die Garage eines relativ verlassen wirkenden Hauses.
Sobald das Auto zum stehen kam, stiegen alle aus. Ich tat es Ihnen nach und schaute sehnsüchtig zu dem sich schließenden Garagentor. Die drei zogen uns durch eine Tür in der Garage direkt in einen langen Flur von dem aus eine Treppe und ein Fahrstuhl nach oben führten. Genervt trottete ich hinter dem Lilahaarigen und dem Rothaarigen her in den Fahrstuhl. Jungkook wurde vom grauhaarigen festgehalten und hinterhergezogen. Nach kurzer Zeit stiegen wir wieder raus und kamen zu einem leeren Gang, in dem nicht einmal das Licht ging, und liefen zu einer Tür die vom Lilahaarigen aufgeschlossen wurde.
„Gut, dass ihr da seid ich hab gerade das Es-", fing ein schwarzhaariger Typ in einem rosa Pullover an zu reden der gerade in den eigentlich recht schön eingerichteten Flur kam, stockte jedoch sobald er uns sah. „Wer ist das?", fragte er nun wieder verwundert. „Die Typen haben gelauscht. Ich erkläre es dir gleich", erklärte der Lilahaarige und gab ihm einen Kuss auf die Wange. „Mhm!", versuchte ich diese Unterstellung zu verneinen während ich wild mit dem Kopf schüttelte. „Bringt sie erstmal nach nebenan damit wir in Ruhe besprechen können was wir nun mit ihm anstellen."
Sobald der Rothaarige uns in einen der Räume gebracht hatte, die Tür hinter sich verschlossen hatte und wir nun alleine in diesem dunklen Raum standen, schaute ich mich suchend um. Im Gegensatz zu dem was ich in dieser Wohnung bisher gesehen hatte sah dieser Raum sehr heruntergekommen aus und erinnerte mich leicht an unsere Wohnung. Außer einem zerbrochenen Schrank der, den Glasscherben auf dem Boden zu urteilen, mal Glastüren besaß und ein paar Kartons stand hier nichts. Allerdings kamen mir die Glasscherben gerade recht. Vorsichtig setzte ich mich mit dem Rücken zu dem Scherbenhaufen auf den Boden, während Jungkook immer noch ängstlich im Raum stand und auf die Tür starrte. Ich betastete, soweit es ging, den Boden bis ich eine Scherbe greifen konnte und anfing damit das Seil zu zerschneiden. Nach ein paar Minuten hatte ich das Seil endlich abbekommen, nahm dann den Klebestreifen von meinem Mund und begutachtete die Schürfwunden an meinen Handgelenken. Ich lief zu Jungkook rüber und befreite auch ihn vom Seil an seinen Handgelenken. Schnell packte ich mir noch vorsichtig eine Glasscherbe ein. Wer weiß wozu ich das hier noch gebrauchen könnte. Schnell durchsuchte ich meine Taschen. Ohne Erfolg. Mein Handy haben sie mir scheinbar abgenommen. „Tzz... Vollidioten", murmelte ich vor mich hin. „Ist alles in Ordnung Kookie? Haben Sie Dir weh getan?", fragte ich und hielt dabei Jungkooks Schultern fest. Vorsichtig nickte er und schaute mich mit großen Augen an. Er hatte Angst. Alleine das machte mich noch wütender.
~1098 Wörter
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Criminal Mistake [Yoonmin]
FanfictionMin Yoongi lebt mit seinem Bruder zusammen in Seoul. Wird ihr Leben sich ändern, wenn sie durch einen Zufall auf 5 Verbrecher treffen und diese sie entführen? Würden die Brüder wieder entkommen? Und was wäre, wenn die Flucht dann plötzlich gar nicht...
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