POV.: Yoongi
Wir liefen schon seit einiger Zeit durch den Park in der Nähe unserer Wohnung. Holly schnupperte an allem und jeden und sprang wild über die Wiese. Jimin kicherte immer mal über Hollys aufgeweckte Art. Und während Jimin Holly lächelnd beobachtete, tat ich es bei ihm selbst. Seine Augen leuchteten und er hörte nicht auf zu grinsen. Es freute mich dass ihm mein Geschenk so gut gefiel.
Holly sprang herum und rannte zu den Blättern die vom Baum herunterfielen. Immer wieder bellte er und machte den Anschein er würde mit den Blättern schimpfen. Jimin rannte mit dem kleinen hin und her und war dabei natürlich schneller als der kleine Fellball mit seinen kurzen Beinchen.
Völlig außer Atem kamen beide wieder bei mir an. Jimin blieb genau vor mir stehen weshalb ich es auch tat. Er atmete schwer, schaute mich aber lachend an. „Danke", sagte er und umarmte mich schon zum zweiten Mal heute. „Freut mich, dass er dir gefällt, Jiminie." „Mehr als das. Ich hab dich lieb", sagte er dann, während er die Umarmung löste und den Blick beschämt auf den Boden richtete. „Ich dich auch." Vielleicht sogar etwas mehr als das.
Kurz lächelte er mich an ehe sein Blick ein wenig trauriger wurde. „Was ist los?", fragte ich besorgt. „Nichts. Ich bin nur ziemlich erschöpft vom ganzen Rennen", erklärte er. „Nagut dann lass uns nach Hause gehen", schlug ich vor worauf er nickte.
Zuhause angekommen schmissen wir uns auf das Sofa. Holly kam sofort dazu und kuschelte sich zwischen uns. „Da seid ihr ja wieder", lachte Jungkook der gerade ins Wohnzimmer gelaufen kam und sich auf den Sessel schmiss. Auch Jin und Namjoon kamen, wobei Namjoon im anderen Sessel Platz nahm und Jin neben Jimin auf dem Sofa. „Worauf hast du Lust?", fragte Jin an Jimin gewandt. „Ähm ich weiß nicht. Vielleicht einen Film?", frage er. „Klar, wenn du möchtest", stimmte Namjoon zu. „Ich gehe schnell die anderen holen", sagte Namjoon worauf auch Jin schnell aufsprang. „Sag ihnen sie sollen eine Matratze mit her bringen. Und ich hole jetzt noch Snacks", erklärt er.
Ich stand auf worauf Holly, da er nun auf einer Seite keinen Halt mehr hatte, zur Seite fiel. Jimin schaute mich fragend an worauf ich ihm nur sagte, dass ich Jin helfen würde. „Was brauchst du Yoongi?", frage Jin sofort liebevoll als ich die Küche betrat. „...Nichts...naja ... also ich wollte nur fragen ob ich helfen kann", winkte ich schnell ab. „Und was noch?", fragte Jin leicht herausfordernd, wobei er wissend schmunzelte. „Nichts. Soll das hier schon rüber?", wich ich aus. Bis vor zwei Minuten dachte ich, ich wäre bereit ihn zu fragen doch wo ich dann direkt mit der Situation konfrontiert wurde war es mir doch zu unangenehm.
„Yoongi, das sind leere Schüsseln", stellte Jin fest. Ich schaute auf die tatsächlich leeren Schüsseln vor mir. Wie konnte man nur so dumm sein? „Was ist los Yoongi? Du kannst es mir ruhig sagen. Ich versuche Dir zu helfen und verspreche, dass alles unter uns bleibt was du mir sagst. Bedrückt dich irgendetwas?", fragte Jin nun und legte mir eine Hand auf die Schultern worauf ich aufschaute. „Ja irgendwie schon...es ist mir unangenehm zu fragen aber... wie... also woher weiß man, dass man... also jemanden mag?", stammelte ich vor mich hin. „Wie meinst du das?", fragte Jin nochmal genauer nach. „Na du weißt schon. Wenn man jemanden halt mag. Sehr doll mag." „Du meinst woran man merkt, dass man verliebt ist?", fragte Jin worauf ich leicht nickte und den Blick wieder auf die Schüsseln vor mir senkte.
„Also, wenn man verliebt ist genießt man die Nähe des anderen. Es ist als wenn du nichts weiter zum leben bräuchtest als denjenigen. Du suchst dessen Nähe und dessen Zuspruch, möchtest in der Nähe dieser Person alles richtig machen. Du könntest diese Person stundenlang einfach nur beobachten, weil du einfach alles an dieser Person liebst. Dessen Lachen bringt auch dich zum lachen, ohne, dass du es mit Absicht machst. Manchmal änderst du dich in der Nähe dieser Person. Du bist anders zu ihr als zu manch oder sogar jedem anderen. Du siehst in dieser Person so vieles, dass du liebst und mögen es noch so bescheuerte Dinge sein. Du stellst die Bedürfnisse des anderen über deine eigenen. Und immer wenn du in der Nähe dieser Person bist oder sie dir irgendwie Aufmerksam kein schenkt, vergisst du alles um dich herum. Du hast ein kribbeln im Bauch", erklärte Jin und ich hörte ihm gebannt zu.
Zu jeden seiner Sätze fand ich einen Zusammenhang zu Jimin. War ich wirklich in ihn verliebt oder war das doch nur das Gefühl, dass man zu seinem besten Freund hatte? Ich konnte es schlecht beurteilen, da ich nie wirklich Freunde gehabt habe. In der Schule lief ich in jeder Pause hinter die Turnhalle, da dort nie jemand seine Pause verbachte. Und im Unterricht oder in meiner Freizeit war ich allein. Abgesehen von Jungkook natürlich. Das machte mir aber auch nie etwas aus. Ebenfalls war ich noch nie verliebt gewesen also woher sollte ich schon wissen wie sich das anfühlen würde?
„Es geht um Jimin oder?", fragte er vorsichtig. Leicht nickte ich. „Liebst du ihn?" Ahnungslos zuckte ich mit den Schultern und sah bedrückt auf den Boden. „Wenn es so ist dann wirst du es noch früh genug merke. Vertrau mir. Und falls du reden willst stehe ich gerne zur Verfügung", sagte Jin ruhig und lächelte mir aufmunternd zu. „Ok und jetzt lass uns endlich die Snacks reintragen und den Film starten", sagte er dann freudig und griff sich die ersten gefüllten Schüsseln. Ich füllte noch die restlichen und trug auch noch trinken mit.
„Na endlich", seufzte Jungkook. Alle fünf Augenpaare richteten sich auf mich. Wortlos stellte ich alles auf dem Tisch ab und kletterte über die Matratze. Holly, der sich auf meinem vorigen Platz breit gemacht hatte, hob ich hoch und setzte mich mich hin. Holly setzte ich wieder zwischen Jimin und mir ab, der sich sofort wieder einkuschelte. Im Augenwinkel sah ich, dass Jimin mich anlächelte. Doch ich wagte es nicht ihn anzusehen. Selbst, wenn ich in ihn verliebt wäre hieß es ja noch lange nicht, dass es andersherum genauso war. Was wäre wenn dann alles zerstört werden würde? Unsere Freundschaft, unser lockeres Verhältnis. Würde er dann noch so mit mir reden wie er es jetzt tat? Oder was wenn er komplett Abstand wollen würde?
„Yoongi!" Ich schreckte hoch. Alle Blicke lagen auf mir, währen ich nur in die Runde schaute. Eigentlich schauten mich alle erwartungsvoll an außer Jin. Er lächelte mich nur aufmunternd an. „Ja? Was?", fragte ich. „Du hast die Fernbedienung", sagte Taehyung dann und zeigte auf die Fernbedienung die direkt neben mir lag. „Tut mir leid", sagte ich leise und gab ihm die Fernbedienung. Er startete den Film.
~1128 Wörter
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Criminal Mistake [Yoonmin]
FanfictionMin Yoongi lebt mit seinem Bruder zusammen in Seoul. Wird ihr Leben sich ändern, wenn sie durch einen Zufall auf 5 Verbrecher treffen und diese sie entführen? Würden die Brüder wieder entkommen? Und was wäre, wenn die Flucht dann plötzlich gar nicht...
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