41|Der Marionettenspieler

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𝙻 𝙸 𝚈 𝙰

Meine Augen weiteten sich und ich war mir nicht sicher, ob mein Herz stehengeblieben war oder schneller schlug als je zuvor.
Ich hatte die komplette Wahrnehmung verloren. Ich wusste nicht, ob ich hier erst einige Sekunden stand oder ob es sich um Stunden handelte, denn genauso fühlte es sich an. Wie angewurzelt stand ich da. Unter Schock. Ich wusste, dass ich Angst hatte, aber ich war so taub, dass ich sie nicht spüren konnte. Nur langsam bewegten sich meine Füße centimeterweise nach hinten, während ich noch immer in das schief grinsende Gesicht schaute. Während mich noch immer seine hass erfüllten, gierigen blauen Augen fast erstachen. Ich machte zwei Schritte nach hinten. Mehr ging nicht. Durch meine Beine floß plötzlich kein Blut mehr , sondern Flüssigbeton. Gerade als ich die Initiative ergreifen wollte um loszurennen packten mich seine zwei starken Hände fest an meinen Oberarmen. Er stach beinahe seine Finger in mein Fleisch, so fest war sein Griff. Ich schrie los, wie am Spieß und zappelte und trat um mich herum und versuchte mich zu lösen. Vergeblich.

Er war nicht nur zu stark, sondern auch zu determiniert. ,,Was soll das ? Lass mich los! Aah!! Lass mich sofort los! Was suchst du hier ?! Was geht hier vor sich?! Lass mich los !!", schrie ich, während ich mich dagegen sträubte ins Haus gezogen zu werden. Ich war leider nicht erfolgreich. Mir gingen hunderte Dinge durch den Kopf.

,,Halt deine Fresse du Schlampe!", sagte er und lachte dabei dreckig. Er öffnete mit einem kleinen tritt eine Tür und zog mich ins Zimmer. ,,Lass mich sofort los!!", schrie ich die ganze Zeit. ,,Wo ist Caner ? Lass mich los!"
,,Hier bin ich", hörte ich Caners Stimme, als er das Zimmer betrat und blickte in sein Gesicht. Was geht hier vor ? Ich spürte eine unheimliche Aufregung. Wie das Gefühl im Bauch, was man auf der Achterbahn hat.
Er schmiss mich rücksichtslos aufs Bett und  ich spürte einen stumpfen starken Schmerz an meinem Kopf, als ich gegen die Wand prallte. Mir wurde schwindelig. Es dröhnte in meinem Kopf. Plötzlich drückte mich einer von den beiden an Händen und Füßen ins Bett. Ich hatte viel zu große Angst, um meine Augen zu öffnen und zu sehen, welcher es war. ,,Nein", fing ich an zu schluchzen. ,,Bitte nicht", wimmerte ich weiter und erwartete das schlimmste. Es würde jeden Moment geschehen. Sie würden mit sicherlich jeden Moment die Kleider vom Leib reißen. Ich versuchte mich noch immer zu wehren. ,,Trink das!", befahl er mir. Ich öffnete noch immer nicht die Augen. Mit zusammengepresstem Mund versuchte ich mein Schluchten zu unterdrücken, um nicht aus dem Glas, was sie mir gegen den Mund hielten trinken zu müssen. Mein gesamter Körper bebte vor Angst. Ich versuchte meinen Kopf in jede Mögliche Richtung zu drehen. ,,Mund auf, hab ich gesagt", schrie er wieder und hielt mir die Nase zu. Ich Hustete heftig auf, als sie mir das Getränk in den Mund Kippten und ich mich dabei verschluckte. Ich wollte so gerne schreien, aber mein heftiges Schluchten erlaubte mir kein einziges Wort rauszubringen.
Mir wurde schwindelig. Noch immer wollte ich meine Augen nicht öffnen. ,,Bitte nicht", bettelte ich kaum verständlich. Ich wurde
müde. Meine Muskeln kämpfen immer weniger gegen seine Griffe an. Es war mir unverständlich, wieso ich mich nicht mehr versuchte zu wehren.

-

Langsam öffnete ich meine Augen. Meine Lider waren so schwer, dass ich mehrere Anläufe dafür benötigte. Ein Stechen im Kopf, fast wie, wenn man Eis zu schnell gegessen hatte. Ich rollte meinen Kopf langsam hoch.
Ein grauer Schleier versperrte mir die Sicht.
Nach einigen Sekunden erholten sich meine Augen, gewöhnten sich wieder ans Licht und ich konnte wieder klar sehen. Ich bemerkte, dass ich auf einem Stuhl saß. War ich etwa bewusstlos gewesen ?
Ich versuchte mich zu bewegen, doch ich war angefesselt. Meine Arme und Beine, angebunden am Stuhl. Was ging hier vor sich?! Ich bekam eine ungeheuere Panik. Ich hatte nichts an. Nur Unterwäsche. Wieso hatte ich nichts an ? Was ging hier vor sich? Was sollte das alles ? Ich wippte hektisch auf dem Stuhl herum. Versuchte mich irgendwie zu lösen doch nichts half. Von Sekunde zu Sekunde wurde mein Atem schneller und unregelmäßiger.

Ego vs. EgoGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt