Logan
Ein Summen erfüllt die erdrückende Stille, als Meghan ihre Schlüsselkarte in den Kartenleser schiebt und wieder herauszieht. Sie betritt ihr Zimmer und stumm folge ich ihr. Es ist dunkel, jedoch nur so lange bis Meghan ihre Nachttischlampe anknipst. Grace ist nicht da und ich sehe, dass Meghan keinen Mist erzählt hat, als sie sagte sie hätte aufgeräumt. Achtlos wirft sie ihre Tasche auf das gemachte Bett und ich schaue zu ihr herüber. „Was machen wir jetzt?", frage ich leise und Meghan rauft sich durch ihre Haare während sie tief durchatmet.
„Ich gehe jetzt einfach schlafen.", verkündet sie und ich kann gar nicht anders als ein wenig Enttäuschung bei ihren Worten spüren. Schließlich hat sie mich wortlos in ein Taxi gedrückt und mich zu sich ins Zimmer geholt. Was hätte ich da auch denken können? Auf der anderen Seite hat sich ihr vor einer viertel Stunde ein Trottel aufgedrängt, was keine gute Vorlage für Schlafzimmeraktion bietet. „Also sollte ich jetzt dein Geleitschutz sein, oder was?", frage ich und sie schaut mich aus ihren dunklen Augen an bevor sie den Kopf schüttelt. „Nein, ich wollte mich entschuldigen. Es tut mir leid.", spricht sie mit brüchiger Stimme und räuspert sich. Verwirrt sehe ich sie an. „Baby, du brauchst dich doch nicht entschuldigen weil dich irgendsoein Kerl bedrängt hat.", erkläre ich und sie schaut mich augenblicklich verständnislos an. „Das meine ich doch auch gar nicht.", betont sie und ich komme mir wie ein Idiot vor. Natürlich, meinte sie das nicht. Wieso denke ich das überhaupt? „Sorry, das muss wohl das Bier sein, dass langsam seine Wirkung zeigt.", murmle ich und sie mustert mich aufmerksam.
„Ich.. wollte mich entschuldigen, weil ich dich heute Morgen angeschrien habe.", erklärt sie zögerlich und reibt sich unbeholfen über ihren Arm. Sie entschuldigt sich? Das hätte ich nicht erwartet. „Schon okay. Ich habe auch ziemlich Mist gebaut, als ich dich gegoogelt habe statt mit dir darüber zu reden.", gebe ich zu und sie nickt. „Ja, das stimmt. Aber ich verstehe, warum. Es ist schließlich auch keine Kleinigkeit gewesen.", meint sie und schaut unbeholfen durchs Zimmer.
So wie Meghan vor mir steht könnte man denken sie hätte Angst vor mir. Denn sie hat die Schultern hochgezogen, den Blick gesenkt und ihre Haltung ist angespannt und gleichzeitig so schwach. Doch ich weiß, dass ich nichts damit zutun habe.
Langsam nähere ich mich ihr. „Wie geht es dir, Meggiemaus?", flüstere ich und sie schaut mich erschöpft aus ihren braunen Augen an. Sie atmet tief durch und ich würde ihr am liebsten all ihre Sorgen nehmen, wenn sie mich nur lassen würde. „Ich bin einfach nur müde.", wispert sie und ich schaue zu ihrem Bett. „Dann sollten wir uns wohl hinlegen, was?" Sie nickt und wir ziehen uns bis auf die Unterwäsche aus und schaffen es uns gemeinsam in der Löffelchenstellung in ihr schmales Bett zu zwängen. Ich ziehe sie fest an mich und vergrabe die Nase in ihren Haaren während ihr Rücken an meiner Brust liegt.
„Kommt Grace noch zurück?", flüstere ich ganz leise und sie schüttelt kaum merklich den Kopf. „Sie bleibt die Nacht bei Dean und vögelt ihn um Punkt Mitternacht.", antwortet sie und ich ziehe amüsiert eine Braue hoch. „Hat sie das gesagt?", hake ich nach und wieder schüttelt Meghan den Kopf. „Nein, aber was gibt es besseres als Geburtstagssex?", fragt sie und ich antworte nicht darauf. Mein Schwanz zuckt hinter dem dünnen Stoff meiner Boxershorts und ich wünschte ich würde in ein paar Minuten Geburtstag haben. Vor allem, als Meghan ihren Hintern an mir reibt und sich mehr an mich kuschelt. Gott, wie soll ich so schlafen, wenn sie bloß in Unterwäsche an mich geschmiegt liegt, ihr toller Hintern an meinem Schwanz dran und ihr süchtigmachender Duft überall um mich?
„Danke, dass du mich gerettet hast.", flüstert sie und ich drücke einen Kuss auf ihren Hinterkopf. „Eigentlich hast du dich ja selbst gerettet. Ich war nur die kleine Beihilfe.", merke ich an, denn schließlich habe ich McCall nicht einmal angefasst während sie ihn zu Boden geworfen hat. Meghan legt ihre Hände an meine und streicht sanft über die raue Haut. „Ich meine im Allgemeinen.", flüstert sie und bevor ich nachfragen kann, wie sie das meint, fällt sie bereits in den Schlaf. Ich spüre ihre regelmäßigen Atemzüge und sie schnarcht ganz leise, was mich zum schmunzeln bringt.
Ich denke ich muss sie gar nicht fragen, was sie meint. Ich weiß es bereits.
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DREAM SCORE
Fiksi RemajaSie hasst vieles, doch was ganz oben auf Meghans Liste steht, ist zurück nach New York zu fliegen. An den Ort, wo jeder hinter ihrem Rücken die Köpfe zusammensteckt und die schmutzigen Geheimnisse ihrer Familie kennt. Doch aus unerklärlichen Gründen...
