Um mich herum erstreckte sich ein dichter Nebel. Ich konnte nicht einmal meine eigene Hand vor mir erkennen. Es bestand vollkommene Stille in dieser endlosen Leere. Der Anblick beunruhigte mich. Ich fühlte mich bloßgestellt und einer unbestimmbaren Gefahr ausgesetzt.
Wie sollte ich hier nur rauskommen?
Mein Atem verließ in weißen Atemwolken meinen Mund. Ich hielt meine Arme nah an meinen Körper und wagte mich einen Schritt nach vorne. Es geschah nichts Besonderes.
Meine Schritte waren geräuschlos auf dem Boden und ich lief weiter. Mit mehr Mut rannte ich dann durch das Nichts.
Das erste, was ich bemerkte war eine federleichte Bewegung in dem Nebel. Ich hörte auf zu atmen und blieb abrupt stehen. Meine Nackenhaare stellten sich auf und dann spürte ich eine Anwesenheit hinter mir, die so urplötzlich auftauchte, das sich meine Pupillen weiteten. Ich hörte ein schweres Atmen hinter mir. Meine Haare bewegten sich leicht unter dem Luftzug.
Es musste sich um eine monströse Gestalt handeln. Ich drückte meine Lippen fest aufeinander, um keinen Laut von mir zu geben. Ich ballte meine Hände zu Fäusten. Der Drang wegzulaufen stieg, doch ich war mir sicher, dass ich keine Chance zu Entkommen hatte.
Ein Loch machte sich unangekündigt unter mir auf und ich fiel schreiend in die aufkommende Leere. Mein Körper stürzte für mehrere Sekunden und ich streckte meine Hände aus, um nach irgendwas greifen zu können, doch ich fand nirgends halt. Die Luft trieb mir Tränen in die Augen und ich kniff sie schluchzend zusammen.
Doch dann umschloss etwas meine Hand und ich klammerte mich fest an meinen Anhalt. Meine Umgebung wurde in Farbe getaucht und der Nebel verschwand.
„Hast du darauf gewartet, das ich dich rette?"
Mein Kopf hob sich ruckartig und ich sah wie Sasuke meinen Arm packte und mich zu sich nach oben hievte. Ich lief mit wackeligen Beinen gegen ihn und schaute die Klippe hinunter, der ich gerade entkommen war. Mein Herzschlag war noch beschleunigt, als Sasuke mich zu sich zog und ich mich gegen seine Brust drücken ließ.
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„Suigetsu?", rief ich.
„Ist offen!", kam seine Stimme dumpf durch die Hotelzimmertür und ich öffnete sie.
Sein Gästezimmer sah meinem ähnlich, bemerkte ich, als ich durch den Raum lief und Suigetsu aufsuchte.
„Ich bin hier!", winkte Suigetsu, der durch die offene Badezimmertür erkennbar wurde. Er schwamm glücklich in einer riesigen Badewanne und schaute mich schelmisch grinsend an.
Ich verschränkte meine Arme vor meiner Brust.
„Solltest du nicht schon angezogen sein? Wir wollten gleich los.", schimpfte ich, wie mit einem kleinen Kind. Suigetsu verdrehte seine Augen und stieg dann aus der Badewanne.
„Warte!", stieß ich aus und drehte mich schnell weg. „Sag doch Bescheid!", rief ich mit errötetem Gesicht empört. Ich hatte eindeutig zu viel gesehen.
Als ich meine Hände von meinen Augen runternahm, erkannte ich Sasuke an der Tür. Ihm ist die unangenehme Situation nicht entgangen. Sein Blick glitt von mir zu Suigetsu und seine Augenbrauen zogen sich zusammen. Sasuke lief geradewegs in Richtung des Bades zu, aber ich stellte mich ihm eifrig in den Weg.
„Lass mich vorbei.", sagte Sasuke wütend und schaute weiterhin an mir vorbei zu Suigetsu. Natürlich tat ich nicht, was mir gesagt wurde, sonst würde Suigetsu wahrscheinlich nicht lebend davon kommen.
Als Sasuke merkte, dass ich ihm nicht zur Seite wich, blickte er zu mir runter. Seine Gesichtsmuskeln spannten sich an und er mahlte mit seinem Kiefer.
„Es ist nicht so schlimm.", versuchte ich ihn zu beruhigen und seine dunklen Augen durchbohrten mich, als er zögerte.
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SasukeXreader fanfiction
FanfictionAls Sasuke Uchiha den Hokage in ein Koma durch sein Genjutsu versetzt, findet Y/N heraus, dass Sasukes Sharingan bei ihr wirkungslos ist. Auf der Suche nach Y/N's wahrer Kraft verstößt sie gegen die Gesetze Konohas und verbündet sich mit Sasuke Uchi...
