Haremstanz-Trilogie Band I
Im Zentrum der Natur geboren und von Gold ummantelt.
Verwaist. Verkauft. Versklavt.
Gezwungen der Krone zu dienen, die ihr alles genommen hat. Allen voran ihr Herz.
Die junge Vampirin Lilitha, hat keine Zukunft. Das wir...
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Schnellen Schrittes machte sich Lilitha auf den Weg in den Vorraum, um sich ihren Morgenmantel umzuwerfen und in ihr Zimmer zurückzukehren. Sie hatte genug zu tun, wenn sie ihren Plan durchführen wollte. Also trat sie in ihr Zimmer ein und schloss die Tür, ehe sie sich an ihren Kräutertisch begab und sich die Materialien besah.
Ob der Highlord sein Angebot ihr zu bringen, was sie brauchte, wohl zurückziehen würde, wenn er wüsste, was sie vorhatte? Wahrscheinlich.
Besonders, wenn er erfuhr, dass es für ihn gedacht war. Vermutlich wäre er alles andere als erfreut und noch dazu würde er Lilitha sicherlich mit anderen Augen sehen. Auch wenn ihr das egal sein sollte, weil nie etwas zwischen ihnen sein würde, so beschäftigte sie der Gedanke dennoch.
Es wäre wirklich besser, wenn es ein Geheimnis blieb. Und weil sie ihre Gedanken von diesem Thema abbringen wollte, begann sie damit einige Dinge zusammenzumischen.
Es dauerte nicht lange, da hatte sie den ersten Trank bereits fertig.
Ein wenig skeptisch betrachtete sie die kleine Schale mit der Flüssigkeit, ehe sie die Schultern zuckte und einen kleinen Schluck nahm.
Es war geruchs- und geschmackslos, wie sie es erhofft hatte. Doch soweit sie wusste, müsste sich bereits kurze Zeit nach dem Trinken Wärme in ihr breit machen. Doch nichts geschah. Vielleicht musste sie noch etwas warten.
Doch auch nach einer gefühlten Ewigkeit war noch nichts geschehen. Lilitha seufzte. Vielleicht lag es an ihren vampirischen Giften.
Das hatte sie vorher nicht einberechnet, wobei ihr jedoch eine Idee kam. Womöglich würden die vampirischen Gifte eine aphrodisierende Wirkung haben. Andererseits galt das nur für Wesen, die keine Vampire waren ... wenn ein Vampir Vampirgift verabreicht bekam, so konnte das schmerzlich enden. Es sei denn, man war kompatibel.
Lilitha rieb sich die Stirn. Das brachte sie auch nicht weiter. Vielleicht sollte sie einfach noch ein paar weitere Kräuter durchtesten. Es waren bestimmt einige darunter, die nicht von den Vampirgiften neutralisiert wurden.
Fünf Tränke und keine Auswirkungen später ließ Lilitha ihren Kopf enttäuscht hängen.
Ihre Kräuter waren fast alle und mit dem letzten Rest würde sie noch einen letzten Versuch starten. Dieses Mal aber einen gewagteren.
Statt das getrocknete Kraut würde sie es frisch nehmen. Hoffentlich half das. Für normale Menschen war es nicht so gut bekömmlich, wenn es frisch war, aber für Vampire eigentlich ungefährlich.
Entweder es würde ein wahres Feuerwerk werden, oder es würde nur normal wirken wie eine normale Erregung. So oder so, es musste einfach etwas passieren. Bei den Mengen und der Zusammensetzung, die sie verwendete, ging es gar nicht anders.
Sie wartete noch einige Minuten, in denen das Gebräu vor sich hin destillierte und sah beiläufig aus dem Fenster. Ohne es zu merken, hatte sie tatsächlich den ganzen Tag mit den Kräutern verbracht und sah nur noch, wie die Sonne langsam hinter dem Horizont verschwand. Hoffentlich war der Tag nicht komplett umsonst gewesen.