Haremstanz-Trilogie Band I
Im Zentrum der Natur geboren und von Gold ummantelt.
Verwaist. Verkauft. Versklavt.
Gezwungen der Krone zu dienen, die ihr alles genommen hat. Allen voran ihr Herz.
Die junge Vampirin Lilitha, hat keine Zukunft. Das wir...
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Die weiche Bettdecke, die Lilitha einhüllte, fühlte sich himmlisch an. Sie konnte sich gar nicht recht daran erinnern, wann sie zuletzt in einem richtigen Bett geschlafen hatte. Als sie zu Hause bei ihren Eltern lebte, hatte sie eines ..., doch diese beiden Betten zu vergleichen war kaum möglich. Obwohl die Matratze durchaus schön gewesen war, aber Lilitha wusste nicht, ob sie sich daran noch richtig erinnerte. Viele Dinge ihrer Kindheit schienen in den letzten Jahren verblasst zu sein.
Die gleißenden Sonnenstrahlen zwangen sie, die Lider zu öffnen, obwohl sie sich am liebsten einfach umgedreht hätte, um weiterzuschlafen. Sonnenstrahlen ... Tagesanbruch! Lilitha erinnerte sich sofort, wo sie war und hätte am liebsten einfach die Augen wieder geschlossen, um der Realität zu entfliehen. Leider war das nicht möglich, denn nach dem letzten Tag schwirrten ihr noch immer die Wörter Bestrafung und Hinrichtung durch den Kopf. Sie wollte nicht testen, ob sie der Wahrheit entsprachen.
Schnell sprang sie auf, warf das Nachthemd von sich, schmiss sich das weiße Unterkleid über und zog mühsam das Korsett an, ehe sie versuchte, es zu schnüren. Es gelang ihr nicht ansatzweise, es so eng zu ziehen, wie Chiana es am gestrigen Abend geschnürt hatte, doch das war auch gut. So war es viel angenehmer. Schnell streifte sie sich auch noch den Yukata über, ehe sie ihre Haare kämmte und zu einem Zopf flocht. Diesen wickelte sie schließlich zu einem Knoten, damit die Haare nicht störten.
Sie stürmte aus ihren Räumlichkeiten, um langsam und leise Chianas Zimmertür, neben der ihren, zu öffnen, nur um festzustellen, dass die Haremsdame bereits wach war und sich durch das Quietschen der Tür zu ihr umwandte.
»Du bist zu spät.« Waren die seufzenden Worte, die sie anstatt einer Begrüßung erhielt. »Beeil dich. Hol die Öle und massier mich. Du hast gehört: Der Highlord wünscht mich in seinen Gemächern«, dirigierte sie hektisch und rieb sich angestrengt die Schläfen. Lilitha nickte und eilte auf die Öle zu, ehe sie die griff, die Chiana ihr am Abend gezeigt hatte. Damit kam sie zurück und begann, die Öle auf Chianas nackter Haut zu verteilen und einzumassieren. »Das braucht viel mehr Übung«, murmelte Chiana, ehe sie sich erhob. Lilitha war so erschrocken, dass sie zurückstolperte, über ihre Füße fiel und auf dem Boden landete. »Bring mir meine Sachen, wir haben kaum noch Zeit«, wies die Schwarzhaarige ungeduldig an und wartete darauf, dass Lilitha sich beeilte, doch die Rothaarige war so langsam, dass sich Chiana dazu entschied, sich selbst anzukleiden und die Haare zu bürsten.
Fertig angekleidet in einem weißen Gewand, das schon fast aufreizend wirkte, stellte sie sich in den Raum, um sich im Spiegel zu betrachten.
»Du wirst mich zu seinen Räumen begleiten und bei den Wachen warten«, erklärte Chiana, ohne den Blick von dem Spiegel abzuwenden und den letzten Feinschliff vorzunehmen.
Lilitha nickte niedergeschlagen. Sie hatte gleich bei ihrer ersten Aufgabe versagt. Das war ja wunderbar. Hoffentlich war Chiana nicht allzu böse auf sie und würde akzeptieren, dass sie eben noch lernen musste.