Haremstanz-Trilogie Band I
Im Zentrum der Natur geboren und von Gold ummantelt.
Verwaist. Verkauft. Versklavt.
Gezwungen der Krone zu dienen, die ihr alles genommen hat. Allen voran ihr Herz.
Die junge Vampirin Lilitha, hat keine Zukunft. Das wir...
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Es war ihr erster freier Tag im Harem. Immer war sie beschäftigt, hatte ihre Ausbildung und musste den Highlord begleiten. Nun wäre eine passende Gelegenheit, sich ein wenig umzusehen. Es gab viele Gärten und es wäre nicht überraschend, wenn es auch einen Kräutergarten gäbe. Dann könnte sie für Chiana einige Öle herstellen, die ihr vielleicht helfen würden, schneller schwanger zu werden.
Die Rothaarige trat vom Fenster zurück und warf sich einen langen Mantel über, der in der Farbe Beige gehalten war, ehe sie sich nach draußen begab.
Da es Herbst war, war es schon recht kühl und windig.
Die Blätter der Bäume waren bereits verfärbt, doch das störte Lilitha wenig. Selbst um diese Jahreszeit gab es noch Pflanzen, die sehr interessant waren.
Abwesend schlenderte sie über die Wege, die weitgehend leer waren. So gut wie niemand war unterwegs, was vermutlich daran lag, dass die meisten Frauen ihre Zeit damit verbrachten, irgendwie nützlich zu sein. Die Dienstmädchen arbeiteten. Die Unterhalterinnen übten ihre Auftritte. Die Gelehrten studierten ihre Bücher. Die Geliebten waren in den Bädern, um ihre makellose Haut zu reinigen und ihr Aussehen in Schach zu halten. Und die Favoritin ..., die lag in ihrem Bett und trauerte über unerwiderte Liebe.
Und Lilitha hatte nichts zu tun. Schon früher hatte sie es gehasst, wenn sie nichts zu tun hatte. Dann schweiften ihre Gedanken immer wieder zu den unangenehmen Teilen ihres Lebens.
Doch heute würde sie den Tag damit verbringen, den Kräutergarten zu suchen und vielleicht würde sie sich dann noch in die Bibliothek begeben.
Es wurde Zeit, dass sie ihre Lesekenntnisse noch ein wenig nutzte.
Ihre Mutter hatte sie in vielen Dingen ausgebildet. Sie war immerhin schon neunundneunzig Jahre alt.
Für einen Vampir nicht wirklich alt, doch die Zeit war dennoch lang genug gewesen, damit sie vieles lernte. Trotz der Tatsache, dass ihr Körper und ihr Geist noch sehr jung waren.
Vampire waren zwar erst ab einem gewissen Zeitpunkt richtig unsterblich und vollwertige Vampire, doch alles, was sie in ihren jungen Jahren lernten, kam irgendwann wieder. Auch, wenn sie vielleicht nicht sofort etwas mit den Dingen anfangen konnte. Das war auch der Grund, warum sie viele Dinge, die Chiana ihr erklärt hatte, erst jetzt richtig zu verstehen begann. Ein Vampir zu sein, war nicht immer einfach.
Vielleicht sollte sie auch einige Stunden draußen verbringen und die Übungen machen, die sie sich, in der Zeit auf der Straße, von den Wachen abgeschaut hatte und die, die ihr Vater ihr beigebracht hatte. Möglicherweise würde sie dann herausfinden, ob ihr Körper schon so weit war und sie bald in ihre Reife eintrat. So zumindest Lilithas Denkprozess.
Dehnübungen und Übungen, um ihre Bewegung zu schulen, damit sie in Form blieb.
Sie war in motorischen Dingen eben nicht sehr gut veranlagt, doch als Kammerzofe war es wichtig schnell und präzise zu handeln. Es war ihre Arbeit, in Form zu bleiben.