Haremstanz-Trilogie Band I
Im Zentrum der Natur geboren und von Gold ummantelt.
Verwaist. Verkauft. Versklavt.
Gezwungen der Krone zu dienen, die ihr alles genommen hat. Allen voran ihr Herz.
Die junge Vampirin Lilitha, hat keine Zukunft. Das wir...
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»Wenn du nicht mit willst, hast du frei. Wenn doch ... erzähl am besten keinem was. Sie würden bloß ein riesiges Drama daraus machen«, erklärte er und öffnete die Türen, um hindurch zu schreiten. Ein wenig verwirrt, folgte sie ihm und hielt weiter ihre Formation ein. Ohne das Korsett fiel ihr das Atmen und Laufen wesentlich leichter.
Hatte sie ihn richtig verstanden? Sie durfte mit? Und er hatte vor, allein zu gehen? Das verwirrte sie ein wenig.
»Bringt mir Chiana. Sie soll mir beim Frühstück Gesellschaft leisten«, erklärte der Highlord und einer der Eunuchen, der sich in den Gängen befand, machte sich auf, um seiner Bitte nachzugehen.
»Ich würde sehr gerne«, flüsterte Lilitha leise, mit dem Wissen, dass sein feines Vampirgehör sie dennoch verstehen würde.
Der Highlord lächelte und stieß, statt einer Antwort, die Tür mit einem Satz auf. Lilitha fand sich gemeinsam mit ihrem Gebieter und mehreren Dienstmädchen in dem gestrigen Saal wieder, in dem sie auch ihr Abendmahl verzehrt hatten. Das Essen stand bereits auf dem Tisch und schien schon lange fertig zu sein, was vermutlich damit zusammenhing, dass sie verschlafen hatten.
Aber das schien niemanden zu kümmern.
Lilitha ließ sich neben dem Stuhl ihres Herrn nieder und wartete darauf, dass Chiana den Raum betrat, oder ihr jemand etwas befahl. Sie war sich so unsicher, was man von ihr erwartete.
Der Highlord griff bereits nach einem Stück Brot und begann davon zu essen, als sich die Tür wieder öffnete.
Chiana trat mit einem der Eunuchen als Begleiter ein, als ihr Blick direkt auf Lilitha fiel, die nun hinter seinem und nicht ihrem Stuhl kniete.
Eines der Dienstmädchen zog ihr den Stuhl zurück, damit sie sich setzen konnte.
»Ihr habt ohne mich angefangen?«, fragte sie mit einem Lächeln, klang jedoch nicht erfreut.
»Ich hatte hunger. Es ist bereits spät«, war die einzige Antwort, die er gab, während sich auch Chiana etwas auf den Teller legte.
»Wie schlägt sich meine Kammerzofe?«, fragte sie nun und versuchte nicht zu ihr zu sehen, sondern hielt die Augen auf den blonden Mann gerichtet.
Dieser erwiderte den Blick nüchtern und kaute zuerst fertig, bevor er sprach: »Gut. Ich verstehe dein Problem ehrlich gesagt nicht.«
Plötzlich drehte er sich zu Lilitha um und blickte auf sie herab.
»Steh auf«, befahl er, was Chianas, immer noch vorhandenes, Lächeln ersterben ließ.
Lilitha tat wie ihr geheißen und erhob sich wortlos. Ihr war die Stimmung durchaus bewusst. Auch dass Chiana sie abschätzig musterte und ihr auffiel, dass sie das Korsett nicht trug.
»Setz dich und iss was«, wies er Lilitha an und deutete auf den Stuhl, der neben ihm stand. Chiana, die gegenüber besagtem Stuhl saß, blickte überrascht zu ihrem Herrscher auf und schien sprachlos. Lilitha dagegen war genauso perplex und zögerte. Das konnte sie doch nicht machen! Chiana räusperte sich und senkte den Blick, während ihr Brustkorb unregelmäßig auf und abging.