Haremstanz-Trilogie Band I
Im Zentrum der Natur geboren und von Gold ummantelt.
Verwaist. Verkauft. Versklavt.
Gezwungen der Krone zu dienen, die ihr alles genommen hat. Allen voran ihr Herz.
Die junge Vampirin Lilitha, hat keine Zukunft. Das wir...
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Vermutlich hasste seine Mutter sie jetzt auch noch, nur weil er sie angesehen hatte. Was konnte sie denn dafür, wenn er ihr Aufmerksamkeit schenkte? Sie wollte diese Beachtung überhaupt nicht!
Sie glaubte zu hören, wie der Highlord den Ablauf des Tages erklärte und eigentlich hätte sie zuhören müssen, doch Lauras Blick, der sich deutlich grinsend in sie bohrte, machte alles nur noch schlimmer. Lilitha schluckte und beobachtete, wie die ersten, jungen Frauen sich im Kreis versammelten, um ihre Talente zur Schau zu stellen. Einige gingen sogar so weit, dass sie sich auszogen! Wie beschämend!
Laura lachte leise und gesellte sich wieder zu ihr. »Es gibt immer wieder einige, die es so versuchen. Aber vergebens. Er wird nur jemanden nehmen, der ihn beeindruckt. Der Harem ist sehr voll.«
Lilitha saß nur wie erstarrt da und beobachtete gerade, wie eine Frau sich vor dem Thron des Highlords räkelte und ihren entblößten Körper präsentierte. Die Rothaarige schluckte bei dem Gedanken, sich dermaßen preiszugeben. Ganz egal, wie verzweifelt sie war, das ging nun wirklich zu weit.
»Ich bin mir sicher, dein Körper kann sich auch dermaßen verrenken, wenn du erstmal in Ekstase bist«, hauchte Laura in ihr Ohr und war ihr bereits so nah, dass ihre Brüste Lilithas Oberarm berührten.
»Ich hatte nicht vor, etwas Derartiges zu tun«, murmelte sie und begann damit, ihr oberstes Kleid auszuziehen, um sich für den Tanz bereitzumachen. Dabei nutzte sie die anderen Frauen als Ablenkung und Schutzschild.
Sie kam nicht umhin, Lauras große Augen zu bemerken. Wobei sie sich einredete, dass sie so schaute, weil sie nicht wusste, woher Lilitha das Kleid hatte. Natürlich war das nicht der Fall, doch sie wollte sich jetzt nicht wegen Lauras anzüglichen Blicken verrückt machen.
Auch wenn die meisten abgelenkt waren, so spürte sie doch schon einige Blicke, die sich bei dem Klimpern ihres Kleides, zu ihr umwandten, mit dabei Chianas violette Augen, die sie ungläubig anstarrten.
Lilitha atmete tief durch. Gleich wäre sie mit den anderen Dienstmädchen an der Reihe. Es würde lustig werden, sie zu umtanzen. Zumindest versuchte sie, sich darauf zu konzentrieren.
Als sie sich erhob, packte sie ihre Kastagnetten und machte sich bereit. Dann beobachtete sie, wie sich die jungen Frauen zurückzogen und wartete, bis die ersten Dienstmädchen in Stellung waren, ehe sie folgte. Steigende Nervosität packte sie und alles, was Lilitha hoffte, war den Tanz zu beherrschen. Sie wollte aber auch nicht allzu viele Blicke auf sich ziehen. Doch das ließ sich wohl, inmitten einer Bühne, nicht vermeiden.
Die Rothaarige schluckte beunruhigt, als sie genau spürte, wie sich ein ganz bestimmter, dunkelbrauner Blick auf sie heftete, auch wenn sie nicht hinsah.
Die anderen Dienstmädchen begannen, also begann auch sie, indem sie leise und sanft ihre Kastagnetten klimpern ließ. Einer der Vögel begann im Takt mitzuträllern und vorsichtig bewegte sie ihren Körper zur Musik.