Haremstanz-Trilogie Band I
Im Zentrum der Natur geboren und von Gold ummantelt.
Verwaist. Verkauft. Versklavt.
Gezwungen der Krone zu dienen, die ihr alles genommen hat. Allen voran ihr Herz.
Die junge Vampirin Lilitha, hat keine Zukunft. Das wir...
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Lilitha erwachte am Morgen und hatte noch immer Kadens Duft in der Nase, was wohl an der Jacke lag, die sie fest umschlungen hielt.
Es war wunderbar warm im Bett und es war fast so, als wäre sein Geruch überall.
Mit einem Seufzen kuschelte sich Lilitha noch ein wenig mehr an die Wärmequelle, ehe sie langsam aus ihrem Halbschlaf erwachte, als sie merkte, dass diese Wärmequelle sich bewegte und atmete! Sie setzte dazu an, aufzuschrecken und vom Bett zu springen, doch Kaden hielt sie noch immer fest umschlungen. Dicht an seinen Körper geschmiegt und seinen Kopf an ihre Schulter gekuschelt.
Die Rothaarige schnappte augenblicklich nach Luft, als sie eine Hitze überfuhr, die ihr leider allzu bekannt war. Was machte er hier? Sollte sie ihn wecken? Was, wenn ihn jemand hier in ihrem Zimmer sah?
Er war nie in irgendeinem Zimmer der Haremsfrauen gewesen. Nicht einmal bei Chiana, als sie die Favoritin war. Er hatte sie besucht und abgeholt, aber keinesfalls bei ihr im Zimmer geschlafen, oder andere Dinge dort mit ihr getan.
Lilitha schluckte, als er plötzlich ein grummelndes Geräusch von sich gab und sein Gesicht tiefer in ihrer Schulter vergrub. Vermutlich, um dem Morgen zu entkommen. Dabei glitt seine Hand unter ihr Nachthemd und begann ihren nackten Rücken zu streicheln.
Das Gefühl war so schön, dass Lilitha sich fast darin verloren hätte. Doch ihr Kopf wollte nicht ganz aufgeben und so fragte sie sich, was der Highlord bei ihr im Bett zu suchen hatte. War das gestern Abend gar kein Traum gewesen? Vielleicht waren die Male zuvor auch keine Träume gewesen?
Eine Erkenntnis, die Lilitha erschreckte, aber ihr auch gleichzeitig schmeichelte. Er hatte bei ihr im Bett geschlafen und das, ohne sie anzuketten. Trotzdem war es sicher nicht gut, wenn er noch immer hier war. »M... Mylord«, sagte sie leise und hoffte, ihn so vielleicht zu wecken.
Doch er schien nicht zu reagieren. Sein gleichmäßiger Herzschlag ging weiter wie zuvor und schien geradezu Entspannung auszustrahlen. Ein Gefühl, das er auch in Lilitha hervorrief. Sie wollte ihn nicht wecken. Ganz im Gegenteil, sie wollte sich an seine Brust kuscheln und sich ebenfalls dem Schlaf hingeben. Neben Kaden und auch mit ihm zusammen. Doch sie würde ihn wecken müssen. Früher oder später würde er sowieso gehen und sie sollte sich nicht an dieses Gefühl gewöhnen.
»Kaden«, sagte sie nun etwas lauter und beobachtete jede seiner Reaktionen genau mit ihren goldenen Augen.
Seine Brust hob sich, als er tief Luft holte und sie langsam wieder ausblies und dabei ein: »Mhm«, von sich gab. Kurz danach streiften seine Lippen auch schon ihre Schulter, von der ihr Träger gerutscht war und begannen kleine, verträumte Küsse darauf zu verteilen. Noch immer kraulte er mit der Hand ihren nackten Rücken, was dafür sorgte, dass ihr Nachthemd inzwischen schon zu ihrem Bauch hochgerutscht war.
Aber wenn sie ehrlich war, gefiel ihr das sehr. Sie wollte es noch eine Weile genießen, doch sie hatte Angst vor den Auswirkungen. Wenn nun das Dienstmädchen hereinkam, um sie zu wecken und Kaden in ihrem Bett vorfand?