Haremstanz-Trilogie Band I
Im Zentrum der Natur geboren und von Gold ummantelt.
Verwaist. Verkauft. Versklavt.
Gezwungen der Krone zu dienen, die ihr alles genommen hat. Allen voran ihr Herz.
Die junge Vampirin Lilitha, hat keine Zukunft. Das wir...
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Sonnenstrahlen blendeten sie, doch es war so schön warm und gemütlich, dass sie gar nicht aufstehen wollte. Dennoch riss sie die Augen auf. Sonne! Nein! Sie hatte schon wieder verschlafen! Gerade wollte Lilitha sich aufrichten, als sie spürte, dass zwei Arme sie festhielten.
Ihr Herz begann heftig zu klopfen und sie drehte den Blick. Dann blinzelte sie und ihr fiel der gestrige Abend wieder ein. Sie lag im Bett des Highlords! Niemandem, hatte man ihr gesagt, war es gestattet, über Nacht in seinem Bett zu bleiben. Selbst die Favoritin wurde von den Eunuchen abgeholt, sobald der Herrscher eingeschlafen war.
Und trotzdem lag sie jetzt hier, im Bett ihres Herrschers, dem sie untertänig war. Das durfte nicht sein!
Doch wie sollte sie mit den Fesseln auch aufstehen?
Sie spürte, wie der Highlord eine Hand, von ihrer Hüfte, ihren Körper nach oben gleiten ließ und dabei ihr Unterkleid, das sie als Nachthemd trug, hochschob. Ob er überhaupt schon wach war? Sollte sie ihn wecken? Welche Möglichkeit gab es sonst?
Er hatte die schönsten Frauen in seinem Harem, aus allen möglichen Rassen und Clans. Wieso sollte er sich mit ihr zufriedengeben? Sie wusste schließlich besser als jeder andere, dass Chiana extra früh am Morgen aufstand, um auf Abruf als Liebhaberin für ihn bereitzustehen. Und trotzdem lag sie jetzt hier in seiner Umarmung und sie musste sagen, wenn sie vergaß, dass sie gefesselt war und der Mann ihr Herrscher, dann war das eine angenehme Art, am Morgen zu erwachen.
Sie mochte es, wie seine Hände sie streichelten und wie er sein Gesicht an ihrer Schulter vergrub, während er sie umarmte, als wäre sie ein kostbarer Schatz.
Trotzdem konnte sie das hier nicht so lassen. »M-Mylord«, flüsterte sie leise und hoffte, dass dies ausreichen würde, um ihn sanft zu wecken.
»Hm?«, machte er nur schläfrig und fuhr nun mit der Hand unter den dünnen Stoff ihres Unterkleides und strich über ihre Rippen, die unter ihren kleinen Brüsten lagen. Lilitha schluckte, doch sie konnte sich nicht aus seinem Griff entwinden. Schließlich war er ihr Gebieter, womöglich wollte er es so und schlief gar nicht, wie sie dachte. Aber vielleicht redete sie sich das auch nur selbst ein. Vielleicht wollte sie sich einfach nicht eingestehen, dass diese Nähe ihr guttat und sie beruhigte? Außerdem wirkte er so umgänglich, während er schlief. Friedlich und überhaupt nicht wie der größte Herrscher, den es in der Geschichte der Vampire gab. Und Lilitha wusste nicht, ob sie ihn wecken sollte, oder nicht.
Sie zwang sich, ihren goldenen Blick gegen die verzierte Decke zu richten. Sie sollte ihn sowieso nicht ansehen! Das gehörte sich einfach nicht in ihrer Position, ganz gleich, was genau das hier war.
Seine Hand fuhr die Konturen ihres Körpers entlang. Während er tief durchatmete, streifte er den Rand ihrer Brust. Er schien ihren Duft in sich aufzunehmen. Etwas, was für Vampire, aufgrund ihrer ausgereiften Sinne, nicht unüblich war.
Lilitha entspannte sich unter seinen Berührungen. Sie waren zart und beruhigend. Nicht verführerisch, oder sonderlich erotisch. Einfach nur, als würde er sie streicheln, weil er es mochte. Was seltsam war, da er es noch nie getan hatte. Wie also sollte er es mögen, wenn er es nicht kannte?