Kapitel 17.2

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»Nur so eine Art Ereignis, das alle paar Monate stattfindet

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»Nur so eine Art Ereignis, das alle paar Monate stattfindet. Damit die Frauen eine Gelegenheit haben, einen anderen Rang zu bekommen«, erklärte er, als wäre er nicht sonderlich begeistert davon und biss in die Frucht. »Aber eigentlich ist es nur ein Vorwand meiner Mutter, damit ich mehr Zeit mit den Haremsdamen verbringe«, fügte er hinzu und trat hinter Lilitha, um ihr über die Schulter zu sehen.

Sie erwärmte die Steine und fügte einige Kräuter hinzu, die sie als Unkraut zwischen den Blumen gefunden hatte. »Vielleicht möchte Eure Mutter nur, dass Ihr nicht so oft allein seid«, riet sie, da sie bemerkt hatte, dass der Highlord nur selten in Begleitung war.

»Ich bin nicht allein«, schnaubte er und wandte sich von ihr ab, um wahllos durch den Raum zu laufen.

Lilitha bemerkte, dass das wohl ein wunder Punkt war, den sie getroffen hatte, doch sie war sich nicht sicher, ob es klug war, darin zu bohren.

Er war schließlich immer noch der Highlord und sie nur eine Kammerzofe.

Also wechselte sie das Thema. »Vielleicht führe ich den Tanz auf, wenn ich es schaffe, nicht ständig hinzufallen. Aber im Grunde ist es Zeitverschwendung. Ich sehe darin keinen Sinn. Es wäre aber lustig ... Irgendwie.«

Ein wenig in Gedanken verloren, rührte sie langsam, in gleichmäßigen Bewegungen die Kräuter und sah zu, wie sich einzelne Partikel von den Strängen lösten. Sie hasste es, so ungeschickt zu sein.

»Zeitverschwendung?«, wiederholte er, als könne er nicht ganz nachvollziehen, was sie damit meinte.

»Ja. Im Grunde habe ich ja nichts davon. Also, wenn ich ihn aufführe. Wahrscheinlich würde ich mich nur lächerlich machen. Und selbst wenn nicht ... was sollte es für mich für einen Nutzen haben?«, fragte sie und meinte es durchaus ernst.

»Du könntest eine neue Stellung bekommen. Im Grunde kannst du nur gewinnen, da es nur bergauf geht. Zumindest in deinem Fall«, erklärte er und biss erneut in die grüne Frucht, während er ihren Rücken musterte.

Lilitha konnte spüren, wie sich sein dunkler Blick in ihren Nacken bohrte, jedoch verstand sie nicht wirklich, worauf er hinaus wollte.

An sich konnte es ihm doch gleich sein, welche Stellung sie hatte oder besser gesagt konnte er diese doch gleich ändern, wenn ihm danach sein sollte.

»Und dann habe ich eine andere Stellung und hätte im Grunde immer noch nichts davon«, sagte sie und deutete dann aufs Bett. »Würdet Ihr Euch bitte hinlegen? Dann kann ich Euch besser massieren«, sagte die Rothaarige und lächelte, als wäre alles in bester Ordnung. Sie war einfach ein kleiner, naiver Sonnenschein. Als hätte sie in ihrem Leben noch nie etwas Böses gesehen. Doch der Highlord wusste, dass dem nicht so war.

Dennoch folgte er ihrer Deutung, ohne den bohrenden Blick von ihr abzuwenden und klemmte die Birne zwischen seine Zähne, um sich auf den Bauch zu legen.

Haremstanz - Die blühende Unschuld (Band 1)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt