Haremstanz-Trilogie Band I
Im Zentrum der Natur geboren und von Gold ummantelt.
Verwaist. Verkauft. Versklavt.
Gezwungen der Krone zu dienen, die ihr alles genommen hat. Allen voran ihr Herz.
Die junge Vampirin Lilitha, hat keine Zukunft. Das wir...
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Widerwillig schob sie sein Gesicht von ihrem, um wieder zu Atem zu kommen und versuchte einen klaren Gedanken zu fassen. Das ging zu weit. Alles hier ging bereits zu weit.
Doch komischerweise blieb ihr nur ein Gedanke im Kopf hängen. Chiana hatte ihn nie bei seinem richtigen Namen genannt. Lilitha wusste nicht einmal, ob sie ihn überhaupt kannte. Sie konnte nur noch nicht sagen, ob das gut oder schlecht war.
Mit einem schweren Seufzen stützte er sich ein wenig über ihr ab, um sie anzusehen und ihr mit einer Hand durch das Haar zu streichen. »Wieso? Ich hab es dir doch erlaubt«, erklärte er leise und schien mit den Gedanken woanders zu sein.
»D... Das gehört sich einfach nicht«, murmelte sie leise, mit ein wenig Widerwillen in der Stimme und versuchte wieder zu Atem zu kommen.
Sie würde ihn niemals Kaden nennen, wenn jemand sie dabei hören könnte. Das war einfach nicht mit ihrem Verhaltenskodex vereinbar, den ihre Eltern ihr mitgegeben hatten.
Wieder strich er ihr sanft durch ihr rotes Haar und küsste sie flüchtig auf den Wangenknochen.
»Aber wir sind doch allein hier«, versicherte er ihr leise, mit leicht rauer Stimme und ließ seine Finger über ihre Wange zu ihrem Kinn gleiten, um es wieder geradeaus zu richten. Somit war sie gezwungen, ihn anzusehen, wenn sie nicht gerade die Augen schloss. Doch da hatte er schon ihren Blick eingefangen.
Sie versank in seinen warmen, braunen Augen, die sie so gern hatte und die sie vollkommen zu durchschauen schienen. Manchmal hatte Lilitha das Gefühl, dass er damit ihren Körper auf eine Art und Weise manipulierte, wie es ihm nicht hätte möglich sein sollen.
»Nur wenn wir allein sind«, hauchte sie ganz leise und fast schon widerwillig. Sie würde sich wirklich dazu zwingen müssen, ihn bei seinem Namen zu nennen. Es fühlte sich einfach nicht richtig an.
Er schmunzelte leicht und senkte die Lider auf ihre noch feuchten Lippen und stieß mit seiner Nasenspitze gegen ihre. »Also?«, fragte er leise und schlug erwartungsvoll die Augen wieder auf, um ihren goldenen Blick zu fangen.
Sie waren allein und er wollte scheinbar unbedingt, dass sie ihn beim Namen nannte. Doch alles in ihrem Körper sprach dagegen, sich überhaupt an eine solche Anrede zu gewöhnen. Dennoch blieb sein Blick abwartend auf ihr liegen und er schien auch keine Anstalten zu machen, sich von ihr runter zu bewegen.
Es fühlte sich falsch an und es kostete sie Kraft, auch wenn sie sich fragte, wieso. Es war eigentlich nichts dabei, ihn bei seinem Namen zu nennen. Dennoch fühlte es sich nicht nichtig an. »K... Kaden«, stammelte sie und wurde rot um die Nase. Diese Intimität mit einem Mann war ihr völlig fremd und dadurch, dass sie seinen Namen nutzte, schien es noch intimer zu werden.
Es war im Grunde genau das, was sie vermeiden wollte. Und dennoch hatte er sie irgendwie dazu gebracht, innerhalb von einem Tag einen solchen Wandel in ihren Gedanken zu erzeugen.