Haremstanz-Trilogie Band I
Im Zentrum der Natur geboren und von Gold ummantelt.
Verwaist. Verkauft. Versklavt.
Gezwungen der Krone zu dienen, die ihr alles genommen hat. Allen voran ihr Herz.
Die junge Vampirin Lilitha, hat keine Zukunft. Das wir...
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Lilitha stöhnte auf und erhob sich schwerfällig.
Eine Absage kam nicht infrage, also würde sie es einfach über sich ergehen lassen. Und wie sie an den Kleidungsstücken bemerkte, welche die Dienstmädchen bei sich trugen, hatte der Highlord wohl auch festgelegt, was sie am Abend zu tragen hatte.
Die Rothaarige seufzte erneut und ließ sich auf den Stuhl vor ihrer Frisierkommode nieder. »Kein Schmuck«, sagte sie und ließ ihre Stimme endgülig klingen. Da würde sie nicht diskutieren.
Die Frauen begannen zuerst Lilitha zu entkleiden und ihre Haut einzuölen. Auch wenn Lilitha das ein wenig Bedenken bereitete. Sie wusste, dass so etwas eigentlich nur der Fall war, wenn der Highlord eine Frau für die Nacht zu sich holen ließ. Doch das würde er doch nicht ... oder etwa doch? Gehörte das auch noch zur Strafe?
Ihr Herzschlag wurde nervös und hüpfte unkontrolliert.
Ohne Lilithas Stimmung zu beachten, zogen die Dienerinnen die Vampirin an und schminkten sie passend. Nur ihr Haar blieb offen und wie gewünscht trug sie auch keinen Schmuck.
Das war gut. Natürlich hätte der Highlord auch auf Schmuck bestehen können, doch das hätte sie nicht zugelassen. Sie ließ sich nicht noch mehr in ihren Entscheidungen einschränken.
»Ihr seid fertig, Mistress«, erklärte das Dienstmädchen und Lilitha erhob sich.
Das Kleid war größtenteils schwarz und sehr lang. Es wirkte ein wenig wallend und fast schon verspielt. Es gefiel ihr sehr gut.
»Welchen Duft bevorzugt Ihr?«, fragte nun die andere und deutete mit der Hand auf einen kleinen, geöffneten Koffer, der auf einer Kiste stand, in der mehrere kleine Phiolen lagen. Vermutlich gefüllt mit verschiedenen Parfüms und Düften.
Lilitha seufzte ein wenig. »Rosen, Erdbeeren, auch gern Minze oder Blaubeere«, erklärte sie, weil sie sowieso keine andere Wahl hatte.
Die Dienerin wirkte ein wenig irritiert bei der Duftauswahl und griff schließlich nach einer kleinen Phiole, um Lilitha davon etwas aufzutragen. Der Geruch von Rosen stieg in Lilithas Nase, gemischt mit einer überraschend frischen Note.
Lilitha atmete tief durch und besah sich im Spiegel. Wie war sie so schnell vom Dienstmädchen zur Mätresse aufgestiegen? Es kam ihr vor wie eine halbe Ewigkeit, dass sie diese Tore betreten hatte und seitdem hier lebte. Und doch waren es nur einige Monate, wenn nicht sogar fast ein halbes Jahr.
Mit einem knappen Nicken ging sie voraus, in Richtung des Saals, in dem der Highlord auch schon oft mit Chiana gespeist hatte. Dicht gefolgt von den Dienstmädchen.
Ohne dass Lilitha nochmal Luft holen konnte, schwangen die Türen auf und gewährten ihr Einlass. Als sie den Raum betrat, war er, bis auf Kaden, leer. Sobald dieser Lilitha erblickte, erhob er sich und kam ihr entgegen. Auch, wenn Lilitha trotz der Unwahrscheinlichkeit gehofft hatte, sie würde nicht allein sein, so war es doch irgendwie klar gewesen.