Haremstanz-Trilogie Band I
Im Zentrum der Natur geboren und von Gold ummantelt.
Verwaist. Verkauft. Versklavt.
Gezwungen der Krone zu dienen, die ihr alles genommen hat. Allen voran ihr Herz.
Die junge Vampirin Lilitha, hat keine Zukunft. Das wir...
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»Du solltest dich vielleicht anziehen, wenn wir rausgehen«, schlug er schmunzelnd vor und blickte an ihr hinab. Das Kleid war so verrutscht, dass es einen guten Ausblick auf einige nackte Hautstellen gab und Lilitha schluckte, ehe sie ihr Unterkleid richtete.
Kaden hatte derweil das Kleid vom Boden aufgehoben, um es ihr zu reichen, damit Lilitha sich anziehen konnte. Zögerlich schnappte sie sich das Stück Stoff und schlüpfte hinein, als wäre nichts gewesen.
»Hier. Es ist kalt draußen«, sagte er und hielt der Vampirin seine Jacke entgegen.
Lilitha blickte das Stück Stoff zögerlich an. »Danke«, murmelte sie und griff vorsichtig danach. Irgendwie wusste sie nicht, ob es gut und richtig war, wenn sie seine Jacke anzog. Würde ihm dann nicht kalt werden? Und was würden die anderen, die sie sahen, denken?
Anstatt Lilitha die Jacke zu überlassen, hielt er sie offen vor ihr, damit sie problemlos hineinschlüpfen konnte. Der einzigartige Geruch des Highlords stieg ihr augenblicklich in die Nase und umhüllte sie.
»Du hast wirklich schönes Haar«, murmelte er, als er ihre Haare hinter dem Kragen hervorzog und sie an ihrem Rücken hinab fallen ließ.
Lilitha wurde bei dieser Aussage ein wenig rot und schaute zu Boden. »Danke«, nuschelte sie leise, weil sie nicht so gut mit Komplimenten umgehen konnte.
Vermutlich fand er das auch wieder lustig. Sie trug wohl mit jedem Atemzug nur zu seiner Unterhaltung bei. Nur leider wusste er scheinbar geradezu genau, welche Knöpfe er bei ihr drücken musste, um bestimmte Reaktionen hervorzurufen.
Schmunzelnd trat er neben sie und hielt ihr seinen Arm entgegen. Das sorgte dafür, dass sie sich erneut unwohl fühlte und sich am liebsten aus der ganzen Sache herausgewunden hätte. Doch sie hatte diesen Spaziergang angeregt. Also sollte sie auch mitmachen.
Nur zögerlich legte sie ihre Hand auf seinen Arm, damit er sie führen konnte. »Hast du ein bestimmtes Ziel?«, fragte er neugierig und blickte geradeaus, um die Türen zu öffnen.
Die widerhallenden Schritte, die von den Hallen kamen, ließen den Palast noch leerer wirken, als er eigentlich war.
»Ich möchte etwas die Natur genießen, nachdem ich sie so lange nicht genießen konnte«, sagte Lilitha leise und lächelte ein wenig schüchtern.
»Du warst doch heute mit Chiana draußen, dachte ich«, gab er zu bedenken und steuerte direkt den großen Ausgang an, der bereits frischen Wind in Lilithas Gesicht blies. Den konnte sie jedoch überhaupt nicht genießen. Woher wusste er, dass sie mit Chiana draußen war? Wusste er womöglich auch von dem Mittel, welches sie herstellen sollte? Hatte er sie deswegen zu sich bestellt? Nein, das war unmöglich.
»Ja, ich habe ja auch viel nachzuholen«, sagte sie und versuchte sich an einem kleinen Lächeln. Es war nicht so gut, wenn sie sich so fertigmachte. Immerhin hatte sie die paar Kräuter bekommen, die sie noch aus dem Essen gebraucht hatte.