Haremstanz-Trilogie Band I
Im Zentrum der Natur geboren und von Gold ummantelt.
Verwaist. Verkauft. Versklavt.
Gezwungen der Krone zu dienen, die ihr alles genommen hat. Allen voran ihr Herz.
Die junge Vampirin Lilitha, hat keine Zukunft. Das wir...
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Es war noch dunkel, als Lilitha die Augen aufschlug und sich ins Bad schleifte.
Es fühlte sich so surreal an, jetzt schon seit mehreren Tagen den Highlord nicht mehr gesehen zu haben. Er hatte sie überhaupt nicht mehr zu sich gerufen, weder zu einer Massage, noch zu einem anderen Ereignis, wenn Chiana ihn sah.
Abwesend begann sie ihren Körper zu waschen, der inzwischen schon sehr der einer Frau glich.
Soviel zu dem Welpenschutz. Heute war es offiziell. Sie war laut ihrem Alter volljährig.
Und während sie sich ihrer Kleidung entledigte und sich im Spiegel betrachtete, war es auch kaum zu übersehen.
Ihre Brüste waren gewachsen und ihre Rundungen hoben sich deutlich hervor. Selbst ihre Haut und ihr Gesicht hatten sich in letzter Zeit sehr verändert.
Lilitha seufzte. Der Yukata, der ihr von Chiana verordnet worden war, verdeckte zwar noch immer fast alles Weibliche, doch die Rothaarige war sich sicher, dass man es ihr dennoch ansehen konnte.
Etwas, was selbst Chiana aufgefallen war. Nur hatte sie wohl aufgegeben, ihre Rundungen verstecken zu wollen.
Es war, als würde Chiana ihre Anwesenheit nicht mehr ertragen und ihr deshalb ständig freigeben. Anfangs hatte es Lilitha gestört, doch nun nutzte sie diese Zeit, um ihren Tanz einzustudieren. Wenn sie die Hinweise des Highlords richtig deutete, dann war es wahrscheinlich, dass sie bald ihre Arbeit als Kammerzofe verlieren würde.
Und damit sie den Palast nicht verlassen musste, weil sie auch nicht wusste wohin, würde sie versuchen, einen Platz unter den grünen Halsbändern zu ergattern.
Sie würde wohl keine andere Wahl haben, als es zu versuchen. Mehr konnte sie nicht tun.
Öfter hatte sie sich gefragt, was genau das heißen sollte und in welchem Sinne sich das auf ihre Zukunft im Harem auswirken würde, doch es schien irrelevant. Sie würde diesen Platz bekommen müssen. Ob sie wollte oder nicht.
Ansonsten würde sie schlimmstenfalls wieder auf der Straße landen und dann über kurz oder lang bei Sklavenhändlern.
Nicht das, was sie unbedingt wollte.
Ihre Fähigkeiten boten ihr zwar die Möglichkeit, ein eigenes Geschäft zu eröffnen, aber ohne Rückendeckung eines Clans oder wenigstens einer mächtigen Person, war das Wunschdenken.
Lilitha griff nach dem Handtuch und schlang es sich um die Haare, ehe sie aus dem Bad trat und in ihr Zimmer ging.
Dort hielt sie inne und verengte die Augen.
Auf ihrem Bett lag etwas.
Sie schluckte unsicher, da ihr dieses Szenario doch recht bekannt vorkam. Langsam schritt sie auf das kleine Bett zu und sah hinab auf den Haufen Stoff, auf dem eine malerische Nektarine lag.