Haremstanz-Trilogie Band I
Im Zentrum der Natur geboren und von Gold ummantelt.
Verwaist. Verkauft. Versklavt.
Gezwungen der Krone zu dienen, die ihr alles genommen hat. Allen voran ihr Herz.
Die junge Vampirin Lilitha, hat keine Zukunft. Das wir...
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Die Sonnenstrahlen schienen Lilitha bereits hell ins Gesicht und am liebsten hätte sie diese einfach ignoriert. Denn im Gegensatz zu den sonstigen Tagen, war sie heute aus offiziellen Gründen von ihren Pflichten, Chiana herzurichten, befreit.
Der Haremstanz stand kurz vor seiner Eröffnung und Lilitha wusste nicht so recht, woran sie war.
Sie hatte den Tanz weiterhin geübt, auch wenn sie den Gedanken des Highlords an ihren Lippen nicht loswurde. Vermutlich hatte er es schon vergessen, spätestens nachdem er Chiana gleich nach ihrem Kuss genommen hatte.
Trotzdem hatte er sie seitdem nicht mehr zu sich geholt. Vielleicht hatte ihm der Kuss nicht gefallen und er hatte dadurch das Interesse an ihr verloren. Das war gut, redete sie sich ein. Aber eigentlich machte ihr das im Moment sehr zu schaffen. Denn wenn er das Interesse an ihr verloren hatte, würde er sie doch unmöglich hochstufen, oder?
Lilitha gähnte und streckte sich, ehe sie aus dem Bett krabbelte, um sich herzurichten.
Ihre Haare waren ein einziges Spinnennetz und sie fühlte sich ein wenig ausgelaugt.
Mit schnellen Schritten trat sie auf die kleine Feuerstelle zu, um sich Wasser für einen Tee zu kochen, während sie zu ihrem Kleiderschrank lief und einige Sachen bereitlegte. Dabei griff sie nach dem Kleid, das ihr der Highlord geschenkt hatte. Das sehr freizügige mit den Perlen.
Lilitha atmete tief durch und legte es, zusammen mit einem anderen, draußen auf ihr Bett. Sie hatte sich noch immer nicht entschieden, ob sie es tragen sollte.
Eigentlich sprachen all ihre Vorsätze dagegen und am liebsten würde sie es gar nicht besitzen, um diese Entscheidung nicht treffen zu müssen, doch es lag nun mal hier vor ihr und war definitiv keine Einbildung.
Sollte er wirklich kein Interesse mehr an ihr besitzen, würde sie alle Register ziehen müssen, um diesen Platz zu bekommen.
Lilitha atmete tief durch und nahm das Kleid in die Hand, um es sich anzuziehen und vor den Spiegel zu treten.
Vorsichtig musterte sie sich selbst und drehte sich immer wieder ein wenig hin und her. Die Perlen an ihrem Kleid klimperten dabei und der leichte Rock wippte sanft bei jeder Bewegung.
Es war ein wirklich schönes Kleid, wenn sich Lilitha darin nicht so unwohl fühlen würde.
Es klopfte an der Tür, was Lilitha zusammenzucken ließ. »Es geht gleich los, beeil dich«, erklang Chianas drängende Stimme und Lilitha verfiel in Hektik.
Keine Zeit, sich noch umzuziehen.
Schnell packte sie das andere Kleid, das sie sich besorgt hatte und zog es darüber. Dann schnappte sie sich ihre Kastagnetten und die Blumen, die sie sich schnell und mit geschickten Handgriffen ins Haar band.
Dank der zahlreichen, komplizierten Hochsteckfrisuren, die sie tagein, tagaus für Chiana machen musste, war sie inzwischen geübt.
Sie bemerkte Chianas oberflächliche Musterung und natürlich entging auch Lilitha nicht ihre Aufmachung.