Haremstanz-Trilogie Band I
Im Zentrum der Natur geboren und von Gold ummantelt.
Verwaist. Verkauft. Versklavt.
Gezwungen der Krone zu dienen, die ihr alles genommen hat. Allen voran ihr Herz.
Die junge Vampirin Lilitha, hat keine Zukunft. Das wir...
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»Das kann nur die Zeit bestätigen«, sagte sie und wollte seinen Worten gern glauben, doch was war, wenn die Gefühle, die sie füreinander hatten, plötzlich verloren gingen? Wenn eine andere Frau auftauchte, die Kaden mehr faszinierte, als es Lilitha tat? So sehr faszinierte, dass er sie als seine Gemahlin nahm? Immerhin konnte er keine seiner Mätressen heiraten. Nicht, solange sie ihm keinen Sohn gebar. Und das würde noch lange nicht der Fall sein.
»Du weißt, dass ich dich liebe«, gestand er leise und küsste ihre Stirn liebevoll, während seine Arme ihre Taille fester umschlossen, als würde sie gleich wegrennen.
Tat er das? Vermutlich wusste sie, dass er so empfand, oder zumindest glaubte er bestimmt so zu empfinden. Doch tat er das wirklich? Und was noch wichtiger war, tat sie es? Konnte sie das, was sie beide hatten, mit dem vergleichen, was ihre Eltern hatten? War es ähnlich? Besaß es eine ähnliche Tiefe? Vielleicht. Lilitha wusste es nicht und würde die nächsten Wochen wohl damit verbringen, darüber nachzudenken.
»Und ich werde dich immer lieben, ganz egal, was passiert«, fügte er leise hinzu und schloss die Augen.
Er wollte ihr nah sein und sie nie wieder verlassen, auch wenn das hieß, dass sie seine Liebe nicht erwiderte. Er würde sie immer beschützen, koste es was es wolle. Sie hatte es geschafft, in der kurzen Zeit, in der sie hier war, seinen langweiligen Alltag zu etwas Glanzvollem zu machen. Zu etwas, das sein Leben lebenswert machte. Er hatte wieder Lust darauf bekommen zu reisen, oder auch einfach nur ein Abendessen zu genießen, weil es in ihrer Gesellschaft zu etwas Anderem wurde. Selbst der heiß begehrte Harem, der einen jeden Mann neidisch machte, interessierte ihn nicht mehr. Doch seit sie da war, auch schon vor ihrer Reife, hatte sie ihm neue Seiten gezeigt und ihm somit zu verstehen gegeben, wie viel das Leben doch noch für ihn bereithielt.
»Kann ich etwas tun, um dich glücklich zu machen?«, fragte er nun leise, da sie scheinbar nichts auf seine Worte zu antworten hatte.
»Komm heil wieder zu mir zurück. Dann werde ich glücklich sein«, murmelte sie und drückte sich an ihn, als wollte sie sich in ihm verkriechen, sodass er sie mitnehmen konnte.
»Gibt es nichts, was ich dir hierlassen kann, was dich ... beschäftigt?«, fragte er hoffnungsvoll und strich über ihren Rücken. Es brach ihm jetzt schon das Herz, sie so zu sehen und er fürchtete sich vor dem Moment, in dem er sich von ihr verabschieden musste.
»Nein, aber ich möchte, dass du etwas mitnimmst«, sagte sie leise. »Und du musst mir versprechen, es bei dir zu tragen. Immer«, flüsterte sie und blickte zu ihm auf in seine Augen, ehe sie hinzufügte: »Und ich möchte in deinem Bett schlafen, bis du wiederkommst. Darf ich das?«
Sichtlich überrascht blinzelte er einige Male, doch Lilithas Mimik blieb unverändert. »Ich werde mit Sergej sprechen, dass er dich bei mir einquartiert, während meiner Abwesenheit. Du kannst aber auch jederzeit zurück zum Harem oder in dein Gartenhaus«, erklärte er und drückte ihr seine Lippen auf die Stirn. »Was ist es, was ich mitnehmen soll?«, fragte er ein wenig misstrauisch und musterte sie eingehend.