Haremstanz-Trilogie Band I
Im Zentrum der Natur geboren und von Gold ummantelt.
Verwaist. Verkauft. Versklavt.
Gezwungen der Krone zu dienen, die ihr alles genommen hat. Allen voran ihr Herz.
Die junge Vampirin Lilitha, hat keine Zukunft. Das wir...
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Kaden schien nicht gerade begeistert von diesen, doch er verschnellerte trotzdem seine Schritte ein wenig, um vor ihr rückwärts zu laufen, damit er sie ansehen konnte, ohne anzuhalten. »Also erstens: Hör auf, sie so zu nennen. Und zweitens: Was genau soll das heißen, ich benehme mich anders? Ich bin doch jetzt gar nicht bei der Arbeit.«
»Richtig und wenn du nicht bei der Arbeit bist, benimmst du dich anders. Aber wenn du etwas willst, dann greifst du sehr schnell auf den Ton zurück, den du bei der Arbeit anlegst. Der, der keine Widerrede duldet und dem man gehorchen sollte. Und dabei bist du sonst scheinbar so darauf bedacht, auch andere Meinungen zu hören«, erklärte sich Lilitha langsam. Zu der Sache mit den Haremsfrauen äußerte sie sich jedoch nicht. Sie wollte es nicht wieder anschneiden, weil sie die Sache mit Chiana noch immer belastete.
»Was, du meinst mit den Mänteln?«, fragte er und machte einen skeptischen Gesichtsausdruck, als könnte er nicht verstehen, wieso sie das dachte. »Ich ... das ... nein!«, versuchte er sich zu verteidigen, wenn auch nicht wirklich sicher.
»Nicht nur bei den Mänteln«, beharrte Lilitha. »Aber ich komme damit zurecht. Ich glaube, dass du selten so mit jemandem umgehst und es einfach verlernt hast. Das bekommen wir schon wieder hin und dann kann ich einmal sehen, wie der richtige Kaden wirklich ist«, erklärte sie und schenkte ihm ein strahlendes Lächeln.
»Du bekommst mich wieder hin?«, fragte er hoffnungsvoll, mit einem sarkastischen Unterton, lächelte jedoch zurück und verlangsamte seine Schritte kurz wieder, um normal neben ihr herzulaufen. »Wie ehrenhaft von dir.«
Lilitha lachte vergnügt. »Das hat nichts mit Ehrhaftigkeit zu tun. Ich mag Kaden einfach nur lieber, als den anderen«, erklärte sie und ihre Augen schienen vor Freude zu funkeln. »Wobei das auch nicht wirklich stimmt. Ich verbringe mit beiden sehr gern Zeit.«
Aber Kaden war für sie mehr ein Freund. Der Highlord hingegen würde ihr Vorgesetzter bleiben, den sie auch weiterhin verehrte. »Könntest du bitte aufhören so zu tun, als hätte ich eine gespaltene Persönlichkeit?«, bat er augenrollend, doch er konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.
Lilitha konnte von weitem bereits das große Zelt entdecken, als ihr wieder einfiel, dass sie immer noch nicht wusste, wieso er immer dorthin ging. »Na gut, ich höre damit auf, aber nur wenn du mir verrätst, warum du immer dieses eine Schneidergeschäft besuchst«, meinte sie und versuchte zu handeln. Es machte ihr wirklich Spaß, mit Kaden durch die Stadt zu laufen und es fühlte sich so an, als wären sie gute Freunde.
Kaden lachte ein wenig verstohlen und schüttelte leicht den Kopf. »Meinetwegen ...«, meinte er und seufzte ergeben. »Ich habe eine gespaltene Persönlichkeit. Zufrieden?«, fragte er und blickte grinsend zu ihr hinab.
»Was? Nein!«, machte Lilitha empört und blickte nicht begeistert zu ihm nach oben. »Das habe ich nie behauptet! Und warum willst du es mir nicht erzählen?«, fragte sie und griff nach seinem Arm, um sich daran festzuhalten und zu verhindern, dass er ausriss, bevor sie Antworten hatte.