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Tommy

Sie fühlte sich so gut an, dass es mir den Atem für einige Sekunden verschlug. Ich fickte sie bestimmt beinahe drei Stunden in verschiedenen Positionen. Es war jedoch nicht nur ein einfacher, bedeutungsloser Fick, das hier war mehr, viel mehr. Das hier erschütterte mich in meinem Kern. Sie fühlte sich nämlich an wie verdammte Liebe. Alles an ihr war Liebe. Ich wusste, sie würde mir heilig werden.

Irgendwann waren wir beide völlig aus der Puste. Wir lagen Arm in Arm auf dem Sofa, nachdem wir beide mehrere Höhepunkte erreicht hatten. Für einen Menschen war er wirklich unglaublich gut. „Jetzt solltest du wirklich nach oben gehen." „Das kannst du vergessen." „Willst du etwa, dass wir beide  wie die letzten Idioten aussehen?" „Nein, aber vor meiner Familie muss uns das nicht peinlich sein. Und um ehrlich zu sein, möchte ich lieber hier sein, als dort oben. Hier mit dir." Das brachte meine Knie dazu, weich zu werden. Gut, dass ich bereits lag... Ich küsste den wundersamen Tommy Shelby ein letztes Mal, bevor ich mich endgültig an ihn kuschelte und er die Decke über uns beide zog. Kurz darauf waren wir beide eingeschlafen.

Polly

Ich schlug die Augen auf, sobald die ersten Sonnenstrahlen in das Zimmer fielen. Ich genoss für einen Moment das warme Licht auf meinem Gesicht und stand auf. Ich griff nach meinem Morgenmantel, den ich vor einigen Stunden über das Metallgerüst am Fußende des Bettes geworfen hatte. Ich warf ihn mir über, band ihn zu und schlüpfte in meine Hausschuhe. Als nächstes ging ich nach unten in die Küche, um den Kaffee aufzusetzen. Beim Vorbeigehen am Wohnzimmer fielen mir Kleidungsstücke auf, die im ganzen Zimmer verstreut lagen. Unter ihnen erkannte ich das, was Tommy gestern getragen hatte. Die beiden hatten doch nicht etwa... Ich machte einen Schritt in das Wohnzimmer hinein und da lagen sie, nackt auf der Couch, Tommy hatte seinen Arm beschützend um das zierliche, zerbrechliche junge Mädchen gelegt. Beide hatten sie einen friedlichen Ausdruck auf ihren Gesichtern. Es tat mir zwar leid, aber ich musste sie wecken. Arthur und John mussten das nicht unbedingt mitbekommen. Ich tippte Tommy auf die Schulter. Er schlug erschrocken die Augen auf. „Shhh ich bin es, Polly."

Tommy

Polly weckte mich. Im ersten Moment dachte ich, es wäre jemand der mich tot sehen wollte. Doch als ich ihre Stimme hörte, beruhigte ich mich. In meinen Armen schlief Evelynn immer noch tief und fest. Das letzte, was ich jetzt wollte, war mich von ihr zu lösen. Mein Blick zu Polly sagte: Bitte tu mir das jetzt nicht an... Aber meine Tante duldete keinen Aufschub. Vorsichtig nahm ich meinen Arm von ihr und richtete mich leise auf. Polly war so freundlich, hob meine Kleidung auf und hielt sie mir hin. Ich flüsterte: „Danke." Gut, dass Evelynn ihr Kleid noch trug. Mit einem letzten Blick auf die schlafende Schönheit folgte ich Polly in die Küche und machte die Tür hinter mir zu. „Was hast du dir dabei gedacht?", fragte Polly. „Es ist einfach passiert..." „Tommy, sie ist doch hoffentlich nicht einfach nur eine weitere Bettgeschichte oder?" Dass dies ihre erste Vermutung war, zeigte mir, dass Tommy Shelby tief gesunken war. „Nein." „Aber heiraten kannst du sie nicht. Dafür hast du ja selbst gesorgt..." „Ich werde aber auch keine andere heiraten, Polly." „Du liebst dieses Mädchen also..." Polly sah mich ein wenig geschockt aber dennoch wissend an. „So kennt man dich gar nicht, Tommy." Es wurde still in der Küche. Woher sollte sie das wissen, wenn ich es nicht einmal selbst wusste? Und als hätte sie meine Gedanken gelesen, sagte sie: „Ich habe gesehen, wie du sie angesehen hast, als sie vor ein paar Tagen im Garrison vor uns stand. Sie drehte sich um und es war just in diesem Moment, so kurz wie ein Wimpernschlag, um dich geschehen."

Me and the devilWo Geschichten leben. Entdecke jetzt