Tommy
Vor Eifersucht hätte ich Mosley am liebsten geschlagen. Die Tatsache, dass er Katherine auch nur berührte, machte mich rasend vor Wut. Nur kam die Berührung von ihrer Seite aus... wollte sie ihn etwa berühren? Kurze Zeit später erreichten wir ein ziemlich teuer anmutendes Restaurant. Er rückte ihr einen Stuhl zurecht und nahm gegenüber von ihr Platz. Ich setzte mich auf den Stuhl neben ihr. Katherine berührte meine Hand unter dem Tisch und lächelte kaum merklich. Wir bestellten einen Aperitif und Mosley ließ Katherine die ganze Zeit nicht aus den Augen. Nach einigen Minuten kam der Aperitif und wir bestellten unser Essen. Als der Kellner wieder verschwand, begann Mosley Katherine erneut mit seinen Blicken zu fixieren. „Sie sehen wirklich bezaubernd aus, Evelynn." Nun zog er sie mit seinen Blicken aus. In mir begann das Blut erneut zu kochen. Katherine bedankte sich höflich für Mosley's Kompliment. „Würden Sie mir jemals erlauben, Ihre Schwester zu meiner Ehefrau zu machen?", fragte Mosley mich plötzlich und ich verschluckte mich an meinem Aperitif. Mosley lächelte, während er meine Reaktion genau beobachtete. „Nein.", beantwortete ich seine Frage jedoch ruhig, als ich mich wieder gefangen hatte. „Wieso nicht? Was spricht dagegen? Ich bin ein angesehener, gut situierter Mann. Eine hervorragende Partie." „Das alles nützt Ihnen nur nichts, wenn sie nicht Ihre Frau werden will, Mister Mosley. Und das ist ganz allein ihre Entscheidung.", sagte ich ruhig und bestimmt. Im Inneren sah es jedoch anders aus. Am liebsten hätte ich ihm die Zunge herausgeschnitten. Wie konnte er es nur wagen?
Ich beobachtete die beiden aufmerksam und bemerkte, dass Tommy rasend vor Wut war. Mosley kannte ihn nicht und wusste nicht was das Funkeln in Tommys Augen eigentlich bedeutete. Ich legte meine Hand auf Tommys Bein, um ihn zumindest ein wenig zu beruhigen. Und nun wandte ich mich an Mister Mosley. „Ich fühle mich geehrt, dass Sie in Erwägung ziehen, mich zu heiraten. Jedoch muss ich dieses Angebot ausschlagen. Ich hoffe, Sie können das verstehen und mir verzeihen." Ich starrte Mosley in die Augen, um ihn zu manipulieren. Ich wollte verhindern dass Tommy ihn tötete, wenn er noch einmal versuchte, mit mir zu flirten. Und es funktionierte. Mosley sprach nicht noch einmal von einer eventuellen Beziehung zwischen ihm und mir. Der Abend nahm einen entspannteren Verlauf als ich anfangs gedacht hätte. Irgendwann waren Tommy und ich wieder zu Hause. „Dieser Wichser.", war alles, was Tommy zu Mosley noch zu sagen hatte, als wir ihn los waren. Ich berührte seine Wange sanft um ihn zu beruhigen. Er legte seine Hand über meine und sah mich nur stumm an. In seinem Blick lag tiefe Liebe. Aber dennoch schwang ein Ausdruck darin mit, der deutlich machte dass Tommy mich nie mit jemanden außer ihm sehen wollte. Ich lächelte ihn liebevoll an und küsste ihn. Und in diesem Moment war alles um uns herum bedeutungslos geworden. Da waren nur wir beide, verloren in tiefer Verbundenheit und Liebe. Dieser Kuss war eines der romantischsten Dinge die ich in meinem jahrhundertelangen Leben erlebt hatte. Und mir wurde erneut klar was mir dieser Mann bedeutete. Wir lösten unsere Lippen voneinander und Tommy lächelte und küsste mich unglaublich sanft und liebevoll auf die Stirn. Ein stummes Versprechen. Wir machten uns fertig zum schlafengehen und ich las ihm ein wenig vor während er neben mir lag und mich die ganze Zeit mit nichts als Liebe in seinem Blick betrachtete. Es lenkte mich immer wieder vom vorlesen ab, da ich mich regelmäßig in seinen wunderschönen Augen verlor. Sie glitzerten wie der Ozean...
Tommy
An irgendeinem Punkt legte sie das Buch lächelnd zur Seite und drehte sich zu mir. Da lagen wir nun und starrten uns an. Es war jedoch in keiner Weise unangenehm, nein es fühlte sich normal an. Der plötzliche Gedanke an Katherines Secret schnürte jedoch meine Kehle zu. Der Schuss hallte immer noch in meinen Ohren. „Was ist?", fragte Katherine plötzlich sanft und vorsichtig in die Stille hinein. Ich schlug meine Augen nieder, unfähig sie anzusehen. „Tommy? Rede mit mir..." Ich kämpfte innerlich mit mir. Sie musste es erfahren aber doch nicht in so einem Moment... „Es tut mir so leid.", war alles was ich flüstern konnte, bevor meine Stimme brach. „Was ist passiert?", fragte sie mich sanft. Das machte es für mich jedoch noch schwieriger sie anzusehen und es ihr zu beichten. Und dennoch tat ich es. „Ich musste sie erschießen. Bitte verzeih mir...", meine Stimme verließ mich erneut als ich den Schmerz in ihren Augen aufblitzen sah. „Wen? Wen hast du erschossen?", fragte sie, sanft wie zuvor aber mit einem traurigen Unterton. „Katherines Secret...", flüsterte ich. „Nein... aber wieso?" „Sie hatte die Strahlfäule. Sie hätte unter schrecklichen Schmerzen gelitten und wäre irgendwann qualvoll verendet, hätte ich es nicht getan. Ich wollte ihr die Qualen ersparen." In Katherines Augen spiegelte sich tiefe Trauer wider aber auch Wut. „Ich konnte mich nicht einmal von ihr verabschieden! Wie konntest du das tun ohne mir einen letzten Moment mit ihr zu lassen?", fragte sie mich wütend und aufgebracht.
Ich verließ wütend und traurig das Zimmer. Draußen sank ich weinend and der Wand hinunter. Nachdem ich mich etwas beruhigt hatte, ging ich zurück zu Tommy.
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Me and the devil
FanfictionERWACHSENENINHALT! (Irgendwie macht es mir den Regler immer wieder raus, deshalb vorsichtshalber hier nochmal.) Even the stars fell for her, how could I not? Eine Geschichte über Liebe, Freundschaft, Macht und Schmerz. Ich hab Peaky Blinders geguc...