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Tommy

Ich schmeckte mein eigenes Blut auf ihren Lippen, als sie mich küsste. Ich spürte, wie ich hart wurde. Mein Gott, sie machte mich wahnsinnig vor Verlangen. Und bevor ich sie aufhalten konnte, verließen Worte meinen Mund die ich noch nie zu jemandem gesagt hatte. „Bitte... reite mich. Ich flehe dich an." Ich bat die Leute nicht um etwas. Nie. Aber sie, sie löste ein Bedürfnis in mir aus, welches ich nicht anders beschreiben konnte als mit dem Wort Unterwerfung. Ich wollte dieser Frau gehören, bis ans Ende meiner Tage. Oh wie sich das Blatt gewendet hatte. Tommy Shelby, der Mann der alles und jeden unterwarf, wollte sich vor ihr auf die Knie stürzen und alles tun, was sie verlangte. Es war wie ein natürlicher Ausgleich. Katherine lächelte verführerisch. Sie nahm meine Hand von ihrem Körper, hielt mein Handgelenk fest und führte meinen Arm über meinen Kopf. Sie hielt ihn in dieser Position und begann, sich an mir zu reiben. „So etwa?" Ich stöhnte. Sie ließ mein Handgelenk los und öffnete meine Hose. Gleich darauf senkte sie den Kopf und nahm meinen Schwanz in den Mund. Ich verlor beinahe den Verstand in diesem Moment. Eine Weile spielte sie mit mir auf diese Weise und dann setzte sie sich auf mich. Ihren Slip hatte sie zur Seite geschoben. Langsam begann sie, mich zu reiten. „Mein Gott...", stöhnte ich und schloss die Augen. Plötzlich spürte ich ihre Hand, die sich um meinen Hals schloss. Sie drückte zu, gerade so fest, dass ich noch Luft bekam. Ich konnte nicht in Worte fassen, wie sehr es mich anmachte, das Gefühl beinahe zu ersticken. Es war zwar seltsam aber mein Gott... Es war wie eine Droge verdammt. Irgendwann kam ich zum Höhepunkt und sie ebenfalls. Nun waren wir beide vollkommen verschwitzt. Katherine lächelte mich glücklich an. Ich lächelte zurück. „Ich liebe dich.", hörte ich mich plötzlich sagen. Ihr Lächeln verschwand bei diesen Worten. „Tommy... nicht..." „Wieso nicht? Wir beide wissen, was zwischen uns los ist. Ich möchte dir sagen dürfen, was du mir bedeutest, ohne dass du dich dagegen wehrst..." In ihren Augen schimmerten Tränen. Sie drehte ihren Kopf weg, sagte nichts, stand auf und wollte aus dem Zimmer verschwinden, doch ich bekam ihr Handgelenk zu fassen.

Seine Hand, die sich fest um mein Handgelenk geschlossen hatte, hielt mich davon ab, zu rennen. Natürlich liebte ich ihn ebenfalls. So viel mehr, als ich mir jemals eingestehen wollen würde. Doch die Gefahr, dass ich ihn verlieren könnte, sorgte dafür, dass ich die Gefühle nicht vollends zuließ. Denn der Gedanke daran, dass er jeden Tag sterben könnte, sorgte dafür, dass ich das erste Mal in meinem ewigen Leben die Menschlichkeit abstellen wollte, nur um den Schmerz, den mir sein Tod bringen würde, niemals fühlen zu müssen. Ich drehte mich zu ihm um und sah in seine Augen, die wie Ozeane schimmerten. In ihnen standen die Tränen. „Tommy..." Er zog mich näher zu sich und setzte sich auf. „Ich kann nicht damit leben, dich zu lieben und zu verlieren..." „Das wirst du nicht.", sagte er, seine Stimme so fest wie eh und je. Ich beugte mich nach unten und küsste ihn. Er biss mir in die Lippe und saugte an ihr. Sofort heilten seine Verletzungen. Nun legte er seine Arme um mich und küsste mich weiterhin innig. Ich lächelte. Er hatte sich einfach mein Blut genommen. Das hatte vor ihm noch nie jemand getan. Und das machte diese Geste unglaublich sexy. Ich löste mich von ihm. „Lass uns schlafen." Wir legten uns hin, ich legte meinen Kopf auf seine Brust und hörte seinem Herzschlag zu, bis ich einschlief.

Me and the devilWo Geschichten leben. Entdecke jetzt