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Ich ging auf den Gangsterboss zu, der Ada gefoltert hatte. Ich konnte spüren, wie sehr es ihn verwirrte, mich statt Tommy, Arthur und John anzutreffen. „Ich bin genau da, wo ich sein möchte, Mister Changretta.", sagte ich ruhig. Er war ein gutaussehender Mann, schade dass er nicht mehr lange leben würde. Ich blieb direkt vor ihm stehen und musterte ihn genau. Hätte er seine Hand ausgestreckt, hätte er mich berühren können. Und ich sah in seinen Augen, dass er darüber nachdachte. Ich machte noch einen winzigen Schritt auf ihn zu ohne den Blickkontakt zu ihm zu unterbrechen. Und endlich streckte er seine Hand aus, um mich zu berühren. Wie die meisten Männer dachte er, er könne sich jede Frau einfach nehmen. Ich ließ ihn mein Gesicht für einen Moment berühren. Dann legte ich meine Hand auf seine und brach ihm das Handgelenk. Er fluchte und wich zurück. Ich konnte Ada überrascht keuchen hören. Ich machte wieder einen anmutigen Schritt auf Changretta zu und er wich immer weiter zurück, bis ihn irgendwann die Wand hinter ihm stoppte. Im Vorbeigehen schnappte ich mir einen Hammer und ein Messer von dem kleinen Tisch, auf dem er seine Folterinstrumente ausgebreitet hatte. Ich ging weiter auf ihn zu, ein sadistisches Grinsen auf meinem perfekten Gesicht. Ich konnte seine Angst spüren und riechen. Oh wie ich das Katz und Maus Spiel liebte. Irgendwann war ich nur noch Zentimeter von ihm entfernt. Ich hob das Messer und schnitt ihm sein linkes Ohrläppchen ab. Das brachte ihn zum schreien. Ich lächelte zufrieden. Als nächstes holte ich mit dem Hammer aus und schlug ihm damit in die Magengrube. Die Wucht meines Schlages schleuderte ihn so heftig gegen die Wand, dass etwas von dem Putz abbröckelte. Und endlich ging er zu Boden. Ich stellte meinen Fuß auf seinen Rücken und bohrte den dünnen Absatz meines Schuhs in seine Wirbelsäule. Er schrie fürchterlich vor Schmerzen. Doch das reichte mir noch nicht. Ich wollte dieselbe Todesangst in seiner Stimme hören, die wir zuvor in Ada's gehört hatten. Also bohrte ich meinen Absatz tiefer in seine Wirbelsäule. „Nun sollten Sie nie wieder in der Lage sein, aufzustehen.", sagte ich mit einem kichern.

Tommy

Ich betrat den Raum, in den Katherine zuvor ohne Vorwarnung hereinspaziert war, nachdem wir Luca Changretta schreien hörten. Bei dem Anblick der sich mir bot, blieb mir die Luft weg. Ada, gefesselt an einen Stuhl, grausam zugerichtet, eine Lache ihres Blutes unter ihr. Katherine, die es scheinbar sehr genoss, Changretta furchtbarste Schmerzen zuzufügen. Sie drehte sich zu mir um, als sie meine Schritte hörte, den Absatz ihres High Heels zentimetertief in Changretta's Wirbelsäule. Sie lächelte mich zuckersüß an, als sie mich sah. Oh verdammt. Dieses Lächeln würde mich eines Tages wirklich noch um den Verstand bringen. „Den Rest überlasse ich dir, Liebling.", sagte sie, zog ihren Absatz aus Changretta's Rücken, ging zu Ada, biss sich in ihren Zeigefinger und gab meiner Schwester ihr Blut. Ada's Verletzungen heilten sofort. Ich atmete aus, erleichtert. Katherine löste die Fesseln, mit denen Ada an diesen Stuhl gefesselt worden war und ich ging auf Changretta, der regungslos auf dem kalten Boden lag, zu. „Katherine.", sagte ich. „Ja?", antwortete sie, ein wenig überrascht. „Lebt er noch?" „Ja. Er ist nur bewusstlos." „Kannst du mir einen Gefallen tun, Liebes?" „Jeden." „Heile ihn. Ich möchte ihn immer und immer wieder büßen lassen." Wenn es um meine Familie ging, kannten mein Rachedurst und meine Grausamkeit keine Grenzen. Aber von Katherine konnten wir alle scheinbar noch einiges lernen. Changretta sah furchtbar aus.

Ich brachte Ada aus dem Zimmer, zu John und Arthur, die draußen warteten. Ich wunderte mich, wieso sie Tommy nicht gefolgt waren. Doch als ich die Tür öffnete und sie mich völlig entgeistert anstarrten, wusste ich wieso. Sie mussten furchtbare Angst vor mir haben. Ich seufzte und sagte: „Ihr müsst keine Angst vor mir haben. Euch würde ich nie verletzen." „Wie ist das überhaupt möglich? Was bist du?", fragte Arthur. „Ich bin ein Vampir." Arthur, John und Ada klappten gleichzeitig die Kinnladen herunter. „Das ist unmöglich. Sowas gibt es nicht.", sagte John. Ich lächelte. „Oh wenn du nur wüsstest, John. Ich bin seit mehreren Jahrhunderten ein Vampir. Ich habe einiges gesehen und überlebt was noch sehr viel schlimmer ist als ich. Aber genug davon. Bringt Ada nach Hause. Ich und Tommy kümmern uns um Mister Changretta." John und Arthur gaben mir keine Widerworte und die drei machten sich auf den Weg nach draußen. Ich sah ihnen einen Moment lang hinterher bevor ich mich umdrehte und zurück zu Tommy und Luca Changretta ging.

Me and the devilWo Geschichten leben. Entdecke jetzt