31: Kater und Eifersucht - Markus, dwk

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Für Strawbeerchen_Mimi :))

Emily

Mein Kopf dröhnt. Meine Augenlieder sind schwer. Mein Mund fühlt sich trocken an. Mein Rücken Schmerzt. Das sonst so weiche Bett fühlt sich an wie eine Palette aus Holz ohne auch nur eine einzige weiche Stelle.
Ich pruste mir eine Strähne aus dem Gesicht. Meine Haare müssen einem Vogelnest gleichen.
In meinem Bett taste ich umher nach meinem Handy, doch treffe nichts an. Weder Handy noch Freund.
Langsam versuche ich meine Augen zu öffenen und mich hinzusetzen. Mein Handy vibriert plötzlich neben mir. Ich zucke zusammen. Mir wird schlecht. Ich greife nach meinem Handy und öffne die Nachricht. Eine Audio von meinem Freund Markus.

„Guten Morgen, Engelchen. Es ist 8 Uhr, Eimer steht rechts neben dem Bett. Also Fenster Seite. Dir ist schlecht. Mach Pause. Jetzt”

Kaum hat er ausgesprochen, mache ich was er sagt und greife nach dem Eimer, ehe das rauskommt, was gestern Abend nur zu gut rein ging.
Dann drücke ich wieder auf Play.

„Mach nochmal Pause”

Und wieder hat er Recht. Ein weiteres Mal versuche ich den Audio abzuspielen.

„Auf dem Nachtschrank steht Wasser und eine Aspirin. Ich bin beim Training bis 11Uhr. Leg dich nochmal hin und schlaf. Ich bring was zu Essen mit nach dem Training. Mach Pause”

Und wieder hat er recht. Also würde er einen Knopf drücken.
Wieder drücke ich auf Play.

„Geh am Besten nochmal ins Bad. Mama und Papa müssten arbeiten sein, versprechen kann ich nichts. Verirr dich nicht, du bist bei mir. Ich liebe dich kleiner Party-Kracher. Bis heute Mittag”

Kaum ist der Audio zu Ende stürme ich ins Bad. Der Klodeckel ist bereits offen, genauso wie Bad tür. Scheiße, wieso denkt der so mit?
Eine Viertel Stunde verbringe ich im Bad. Dann wasche ich den Eimer aus und nehme ihn wieder mit. Zurück im Zimmer lasse ich mich ins Bett fallen und schlafe direkt wieder ein.

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Gefühlt eine Minute später wache ich wieder auf. Mein Kopf dröhnt immer noch. Mein Rachen schmerzt. Der Rücken auch. Die Haare gleichen jetzt nochmals mehr einem Vogelnest. Das Bett ist immer noch hart, aber schon weicher als vorhin. Ich suche mach meinem Handy, doch greife diesmal nicht ins Leere. Mein Handy ist es nicht. Es ist Markus' Arm, der neben mir liegt. Ich erschrecke.

„Eimer”, sagt er nur, als ich schon wieder danach greife. Markus hält mir die Haare. „Was ist gestern passiert?”, frage ich - und wer es noch nicht gemerkt hat - ich bin komplett verkatert.
„Nichts weiter. Vanessa und Du seid nur ordentlich abgegangen. Vanessa war heute auch nicht beim Training”, meint Markus. Ich höre das schmunzeln genau aus seiner Stimme raus. „Nur das?”, frage ich nach und blicke ihn nun verwundert an. Meine Augen weiten sich. Markus hat ein fettes blaues Auge.
„Was hast du gemacht?”, frage ich erschrocken nach.
„Also als häusliche Gewalt würde ich es jetzt noch nicht bezeichnen”, meint er und schmunzelt mich an. Meine Augen weiten sich noch mehr. Der Kopf tut noch mehr weh. „Ich war das?”, frage ich vorsichtshalber nochmal nach. Markus nickt.
„Verdient habe ich es aber vielleicht schon”
Fragend sehe ich ihn an. Markus liegt grinsend neben mir. „Du bist auf jeden Fall süß, wenn du Eifersüchtig bist”, grinst er und hält mir die Haare, als ich mich wieder über den Eimer beuge.

„Markus”, ermahne ich ihn schließlich.
„Emily”, äfft er mich nach.
Böse blicke ich ihn an.
„Jasmima war auch da” - meine Feindin und Rivalin - „Sie hat mit mir geflirtet als ich schon ein, zwei, drei Bier weg hatte und es tut mir echt leid, aber ich bin drauf eingegangen. Du weißt, dass ich sowas sonst nie machen würde! Nie, nie, niemals nie!”, beteuert er.

Mein Kopf senkt sich wieder über den Eimer. „Erzähl weiter”, murmle ich während meine Seele aus meinem Leib kommt.

„Ich hab halt mitgemacht, dass hast du mitbekommen und erst einen Streit mit Jasmina angefangen. Ihr Oberteil ist übrigens komplett zerstört und wenn du Pech hast, musst du es ersetzen. Auf jeden Fall habt ihr euch dann geprügelt und als ich gemerkt habe, dass ich was falsch gemacht habe, war es zu spät. Da landete auch schon deine Faust in meinem Auge”, meint er und hält mir im nächsten Moment wieder die Haare.

Meine Güte!

„Es tut mir leid, aber bei Jasmina hast du es-”

Und schon wieder im Eimer.

„Du hast es verdient”, meine ich und lege mich dann wieder hin. Markus spült den Eimer aus und kommt dann wieder. Er legt sich zu mir ins Bett. Dann gibt er mir das Wasser und die Aspirin.
„Schlaf schön, Engelchen” - Matkus gibt mir einem Kuss auf dem Kopf und zieht mich in seinem Arm.
Auch wenn ich gerne wollte, könnte ich mich nicht mal im Ansatz wären, nicht in seinem Arm zu liegen. Geschweige denn nicht einzuschlafen.

Selbst wenn Markus auf der Party letzte Nacht mit Jasmina geflirtet hat, dann heißt das trotzdem nichts.
Er ist hier bei mir.
Er hat mir das gesagt was ich wissen wolltr und ich glaube ihm.
Und wenn ich Jasmina wäre, dann würde ich mich von diesem süßen Kerl hier festhalten.

Und mit diesem Gedanke versinke ich tief in die Traumwelt. Ganz weit weg von der Realität.

Das nächste Mal nicht mehr so viel.

Lüge.

Das nächste mal nicht so lange.

Lüge.

Alles was man so sagt, was man machen will, schafft man eh meistens nicht.

Keine Minute später bin ich eingeschlafen

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Ich hoffe der OneShot gefällt euch:)

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