33: Nur eine Wette - George, HP pt. II

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Auch hier gilt wieder: Für bestes Feeling, einfach nochmal schnell Nur eine Wette pt I durchlesen:)

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George

Es ist spät, es ist dunkel und ich bin auf dem Weg zum Astronomieturm.
Seit dem Dilemma sind zwei Wochen vergangen. Vor zwei Wochen tat Ron etwas unüberlegtes. Er hatte Lilli die Wahrheit gesagt.
Sicherlich war es gut, dass sie die Wahrheit erfahren hat. Aber sie hätte sie alleine von mir erfahren sollen unter vier Augen. Nicht vor versammelter Mannschaft, wo ich mich nicht mal erklären konnte.
Die Aktion war absoluter Bullshit. Aber so ist das Leben nun mal. Manche Aktionen sind dumm.
So dumm, dass man dadurch seine Liebe verliert.
Doch das werde ich nicht zulassen. Sollte Lilli sich dazu entscheiden nicht mehr mit mir zusammen sein zu wollen, dann akzeptiere ich das. Aber ich möchte, dass sie vorher mir einmal komplett zu hört. Ohne andere. Nur wir beide. Nur meine Geschichte.
Layla, ihre beste Freundin, hat mir gesagt, dass die auf dem Astronomieturm ist. So wie jeden Abend seit zwei Wochen. Und wie jeden Abend seit zwei Wochen, isst sie zum Abendessen verdammt wenig. Das habe ich schon mitbekommen.
Jetzt gerade will ich einfach nur zu ihr und mich erklären. Hoffentlich lässt sie mich.

Als ich oben auf den Astronomieturm ankomme leuchten die Sterne heller als je zuvor. Lilli sitzt auf dem Boden an Rand der Plattform und lässt die Beiden baumeln. Ihre Arme liegen auf dem Geländer, darauf ihr Kopf. Einen kurzen Augenblick beobachte ich sie. Dabei merke ich wie sehr ich sie liebe und was für ein Arsch ich eigentlich bin.
„Hey”, sage ich schließlich vorsichtig und setzte mich mit etwas Abstand neben sie. Ich komme ihr zuvor bevor sie etwas sagen kann. „Bitte hau nicht gleich wieder ab. Ich weiß, dass ich scheiße gebaut habe und ich weiß, dass eine Entschuldigung bei weitem nicht ausreicht, aber ich möchte es dir erklären. Wenn du danach abhauen willst und nichts mehr mit mir zu tun haben willst, dann akzeptiere ich das. Aber lass es mich nur einmal erklären”, meine ich, lasse ebenfalls die Beine baumeln und blicke sie an. Lilli wirkt wie die Ruhe selbst, dabei ist sie nicht die, die sie vor zwei Wochen war. Sie wirkt sie eine leere Hülle. Und dieser habe ich das Leben genommen...

Lilli sieht zu mir. Ihre Augen sind leer. Ihr Blick wie versteinert. Keine Emotion ist darin zu erkennen. Nichts außer Enttäuschung.
„Beantworte mir eine Frage bevor du dich erklären darfst”, meint sie. Ihre raue Stimme lässt mein Herz schmelzen und weinen.
„Alles, Beauty”
Hoffnung schimmert in mir.
„War unsere Beziehung nur eine Wette?”
Mein Atem stockt. Denkt sie das wirklich?
Fuck.
Ich schüttle den Kopf. Meine Stimme bricht, als ich nein sage. Lilli blickt wieder nach vorn.
Dann beginne ich zu erzählen.

„Es begann damit, dass du meintest, dass du ein Familiengeheimnis hast, was du unter keinen Umständen jemals verraten würdest. Zu diesem Zeitpunkt waren wir schon richtig gut befreundet, aber noch nicht zusammen. Ich habe nur gemerkt, dass ich mich wohl in dich verliebe. Davon habe ich aber niemanden etwas erzählt. Du meintest, dass du dir nicht sicher bist was passiert, wenn es rauskommt und es deswegen lieber für dich behältst. Fred hatte mich herausgefordert. Er wusste wie gut wir uns verstehen und wie reizbar ich reagiere, wenn jemand sagt schaffst du eh nicht. Er hatte mich bewusst provoziert, damit ich noch mehr Zeit mit dir verbringe. Er muss etwas geahnt haben. Ich habe mich dann richtig in dich verliebt. Ohne wenn und aber. Und ich liebe dich immer noch, mehr als alles andere. Fred habe ich immer noch nichts gesagt. Dann hatten wir unseren ersten Kuss. Weißt du noch? An einem Freitag Abend. Die Sterne sahen genauso schön aus wie heute. An dem Tag sind wir zusammen gekommen. Mit unserem ersten Kuss. Ich war überglücklich und hab die Wette vergessen. Komplett. Dann kam Fred an und fragte mich was ist. Ich meinte, dass wir nicht drüber gesprochen hatten und ich nichts versuche, was dich Zweifeln lässt. Du sollst mir vertrauen können. Und dann hast du es mir gesagt. Fred bemerkte, dass ich es wusste und wollte es herauskrigen, aber ich bin standhaft geblieben. Ich weiß, dass die Wette scheiße war und es tut mir unglaublich doll leid. Wir haben drüber Witze gemacht, als Ron das mit der Wette erfahren hat und er hat es in den Falschen Hals gekriegt. Fakt ist, dass ich dich liebe und das die Beziehung nicht auf einer Wette beruht, auch wenn die Wette vorher entstanden ist” - ich beendet meinen kleinen Monolog. Für einen Moment ist es ruhig. Dann sieht Lilli mich wieder an.

„Hast du ihm das Geheimnis erzählt?”

„Dein Vertrauen würde ich in keinster Weise jemals missbrauchen. Nein, Lilli. Ich habe es niemandem erzählt. Und das werde ich auch nicht”

„Gut. Danke. Es muss nicht jeder wissen, dass meine Mutter Bellatrix ist”

„Und das wird auch keiner erfahren. Dumbledore bleibt still. Für alle bist du nicht Lilli Lestrange, sondern Lilli Bell. Und für mich bleibst du die Liebe meines Lebens. Ich hätte dich nie so hintergehen sollen. Hätte Ron nichts gesagt, hätte ich mit dir das Gespräch gesucht. Ich bereue es, dass ich nicht eher was gesagt habe. Ich will dich damit nicht verloren haben, Lilli”

„Du hast mich nicht verloren. Ich bin nur unglaublich enttäuscht, dass du es mir nicht eher gesagt hast. Wir hätten dann alle gemeinsam drüber lachen können. Aber so nicht”

„Es tut mir wirklich leid, Lilli”

„Ist okay. Um ehrlich zu sein, kann ich dir nicht länger böse sein, weil ich dich liebe. Du hast einen Fehler gemacht, aber wenn du mir versprichst, dass wir uns ab jetzt alles erzählen, dann bin ich bereit, dass ganze zu vergessen. Mit dem Zusatz, dass ich öfter Misstrauisch sein werde”

„Oh damit kann ich leben, wenn ich dich dafür bekomme. Darf ich dich küssen?”

Lilli lächelt. In ihren Köper, in ihr Gesicht, überall dort wo es sein soll aber weg war tritt wieder leben ein.

Und meine Lippen treffen auf ihre.

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