Luna
Ich liege auf Aiden drauf. Wieder Mal auf meinem Bett und wieder Mal vor der Schule. Wieder Mal nur in Pyjama. Wie schon so oft knutschen wir vor der Schule, weil wir eigentlich nie so genau wissen wann wir uns das nächste Mal küssen können. Und ich genieße es in vollen Zügen. Er Streicht mit seinen Fingern sandt über meinen Arm. Seine andere Hand liegt an meinem Kopf und hält mich. Ich befürchte ich könnte sonst tatsächlich fallen.
Doch etwas beschäftigt mich und das merkt er.
„Was ist los, cupcake?”, fragt er schließlich und sieht mich fragend an, während er mir eine Haarsträhne hinters Ohr streicht. Ich richte mich auf und setzte mich auf ihn. Aiden bleibt liegen. „Bist du dir sicher, dass ich es Ruby erzählen darf?”, frage ich dann hibbelig nocheinmal nach. Ich hab mich heute nach der Schule mit Ruby verabredet. Wir wollten lange wieder was machen also dachte ich, das wäre eine gute Gelegenheit ihr von Aiden und mir zu erzählen. Allerdings habe ich angst. Zum einen wie sie es auffasst, zum anderen ob Aiden sich wirklich sicher ist, dass ich es erzählen darf.
„Luna”, jammert er und fängt plötzlich an mich zu kitlen. „He, hör auf”, lache ich und liege plötzlich neben ihm, doch er hört nicht auf. Zumindest nicht sofort. „Ich sage es dir jetzt noch ein letztes Mal: ich habe mir das vielleicht nicht gut überlegt, aber dann hast du jemanden mit dem du drüber reden kannst und vor allem hört Ruby dann auf dir Typen zu schicken mit denen du dich daten könntest. Und scheiße hast du dir mal angeguckt wen sie dir schickt? Fucking Rayen”
„Der ist wahrscheinlich netter als du”
„Pass auf was du sagst, cupcake”, meint er warnend und beginnt bereits mich wieder zu kitzeln. „Ist ja gut”, lache ich. „Außerdem weißt du doch, dass niemand besser ist als du”, grinse ich dann und lege meine Lippen auf seine.
***
Ich war so aufgeregt, dass mir kotzübel war. Die Schule war aus und Ruby wollte nochmal kurz zu sich nach Hause bevor wir uns bei mir treffen und zum Strand gehen. Ich stand vor meinem Spiegel und übte wie ich es ihr sagen könnte, doch alles miesfiel mir und so wurde ich noch nervöser. Aiden riet mir es ihr vielleicht eher am Strand zu sagen, um zu vermeiden, dass sie in meinem Zimmer direkt alles mit ihm verbindet. So nimmt sie es vielleicht besser auf, jedoch bezweilfe ich, dass es viel bringen wird. Dennoch komme ich dem Vorschlag nach.
„Hey” - Ruby begrüßt mich freudig wenig später mit einer Umarmung, welche ich natürlich sofort erwiedere. „Alles gut zu Hause?”, Frage ich, da sie nach ihrem kranken Kater sehen wollte. „Ja, naja, Mama fährt nachher nochmal mit ihm zum Arzt, aber es wird”, lächelt sie. Anstatt in mein Zimmer zu gehen, schlage ich direkt vor das schöne Wetter am Strand zu genießen, worauf Ruby sehr begeistert wirkt.
Wir spazieren eine ganze Weile am Strand bis wir uns schließlich einfach in den Sand setzten. Wir reden über alles mögliche und ich versuche den richtigen Moment zu finden Ruby von Aiden zu erzählen. Allerdings ist das jetzt noch schwieriger als erwartet.
„Ist alles okay bei dir?”, fragt sie als sie bemerkt, dass ich etwas unruhig werde. „Ja, also eigentlich schon”, ich atme tief durch, „Aber ich muss dir was wichtiges sagen”
„Oh ich dir auch, wegen Rayen. Ich habe herausgefunden”
„Darum geht's, Ruby”, unterbreche ich sie. „Es fällt mir wirklich nicht einfach, weil ich mich auch etwas schäme, aber ich hatte es ihm versprochen niemandem etwas zu erzählen”
„moment wovon redest du?”
„Ich habe einen Freund”, haue ich raus. Schocknachricht nunmer eins also erledigt. „Hä!? Das ist doch toll, seit wann und wen?” - Ruby ist sofort total aufgeregt und will glaube ich alles wissen, aber das schlimmere kommt ja erst noch.
„Wenn ich es dir sage musst du mir versprechen, dass du es für sich behälst. Wir führen eine heimliche Beziehung aus verschiedenen Gründen und es darf wirklich niemand wissen”
„Und deine Mom?”
„Die weiß es, Ruby du musst es mir versprechen”
„Okay, okay, ich sags keinem. Also wer ist?”
„Wir sind seit zwei Jahren zusammen”
„omg”
„Es ist Aiden”
***
„Und???”, Aiden ist super neugierig als er am Abend in mein Zimmer kommt. Wir hatten ausgemacht, dass ich ihm schreibe und er dann eventuell vorbei kommt. Ich habe ihm nichts gesagt, nur dass ich seine Nähe brauche. Jetzt sieht er ein verkrümmeltes Etwas vor sich im Bett liegen. Meine Augen sind geschwollen vom heulen und meine Laune ist dementsprechend im Keller.
„Oh verdanmt, was hat sie gesagt, cupcake?”, fragt er und kommt auf mich zu. Er legt sich zu mir ins Bett, ich kuschle mich an ihn. Dann erzähle ich es ihm.
Flaschback
„Luna das ist nicht dein Ernst? Du meinst doch nicht etwa Cooper? Den Cooper?”
Ich nicke unbeholfen. Ich habe Angst. Ruby reagiert gerade so wie ich es mir dachte, jedoch habe ich keine Ahnung was folgt. „Und das seit 2 Jahren? Luna was ist falsch bei dir?”
Mir bricht es das Herz. Natürlich sieht sie nicht das in ihm was ich sehe, aber wir sind aneinander gewachsen. „Nichts. Uns verbindet etwas. Es waren immer kleine Zufälle die uns zusammen geführt haben”
„Luna stopp”, Unterbricht sie mich. Wieder bröckelt etwas von mir. „Du hast nichts gesagt von euerer Beziehung”
„Ich habe es ihm versprochen”
„Luna der verarscht dich doch nur, es ist scheiße nochmal Cooper! Der hat nie was gutes im Schilde”
„Er hatte einen Grund”
„Nicht zu dir zu stehen? Luna es gibt wirklich bessere für dich”
„Ich kann dir erzählen wie das alles passiert ist, vielleicht verstehst du es-”
„Nein. Weißt du, ich dachte wir sind beste Freunde, aber es oder ich war dir anscheinend so egal, dass ich das wissen müsste, dass ich es jetzt auch nicht wissen will”
Mit diesen Worten steht Ruby auf und geht.
Ich bleibe zurück und breche in Tränen aus.
Gegenwart
„Ich weiß nicht, ob sie es jemandem erzählt”, meine ich schniefend und kauer mich mehr in seinen Arm ein. „Und wenn dann ist es so. Hauptsache ich habe dich. Luna ich verleugne dich nicht und das weißt du hoffentlich auch. Ich steh zu dir, aber das ist alles-”
„Ist okay, Aiden. Ich weiß doch. Ich nehm dir nichts übel. Ich hab nur gerade Angst wieder meine beste Freundin zu verlieren”
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OneShots
FanfictionHeyho, Ich bin schlecht darin Geschichten zu beenden. Also habe ich dieses OS Buch angefangen und mittlerweile sind es scnon 100 Omeshots die hier entstanden sind. Es macht mir unglaublich spaß sie zu schreiben und ich hoffe euch gefallen sie beim...
