Für Marleen274
Mia
Mitten in der Nacht in unserem Pool zu schwimmen zu gehen tat ich nicht zum ersten mal. Doch diesmal lag der Unterschied an den anderen Personen, die sich noch im Haus befanden.
Leise schlich ich mich nach unten in den Keller zum Innenpool, um niemanden der Kerle im Wohnzimmer aufzuwecken. Zu seinem 18. Geburtstag veranstaltete Markus - mein Adoptivbruder - eine Übernachtungsparty und unsere Eltern überließen uns dafür das Haus. Alles schön und gut, doch unser Wohnzimmer war voll mit schnarchenden Kerlen und ich konnte nicht schlafen. Aus diesem Grund schaltete ich im Keller nur die Poolbeleuchtung an und lies mein Schlafshirt fallen. Aus Angst einer könnte kommen, ging ich diesmal nicht nackt, sondern trug einen knappen türkisen Bikini, der nur für den Notfall das nötigste Bedeckte. Der Poolraum war nicht sonderlich groß, doch er ähnelte einer Grotte. Das war meinen Eltern wichtig gewesen, als sie den Keller vor ein paar Jahren umbauten.
Ich glitt ins Wasser und tauchte unter. Meine braunen langen Haare langen nass an meinen Schulterblättern als ich wieder auftauchte.
Ich öffnete die Augen und drehte mich um. Unbemerkt hatte sich Deniz in den Poolraum geschlichen. "War ich doch zu laut?", fragte ich den Kumpel meines Bruders. Deniz ist einer der wenigen Kerle, den ich mit meinen Siebzehn Jahren ausstehen konnte. Leon war mir beispielsweise einfach mal zu viel Prolet. "Ich hab nicht geschlafen und hab dich gehen sehen", antwortet er mir, während er in kurzer Jogger und T-Shirt am Türrahmen lehnt. Die Arme verschränkt, die Haare zerzaust vom liegen. Wir waren Freunde und doch fühlte ich mich von Deniz angezogen und das auf eine ganz besondere Art und Weise. "Gehst du öfter nachts schwimmen?"
Ich glitt durchs Wasser und lies ihn dabei nicht aus den Augen. War ich die einzige, die diese Spannung im Raum spürte? "Vielleicht", grinse ich ihn an und lasse meinen Blick bewusst über ihn gleiten. Ich sehe wie der braunhaarige schluckt als er meinen Blick bemerkt. "Darf ich dir Gesellschaft leisten?"
"Tust du das nicht schon, Dennylein", grinse ich ihn und schwimme zum Beckenrand an dem ich meine Arme schließlich abstütze und ihn anblicke. Deniz kommt vor mir in die Hocke und blickt mir genau in die Augen. "Du weißt doch, dass du mich so nicht nennen sollst, Mialein"
Er steht wieder auf und streift sich das T-Shirt vom Körper, danach folgt die Hose. Nur in Boxer steht er vor mir und kommt auf mich zu. Er gleitet ins Wasser und taucht ebenfalls einmal unter. Ich drehe mich zu ihm, bleibe jedoch am Beckenrand. Deniz taucht nicht direkt auf, sondern kommt unter Wasser auf mich zu geschwommen. Erst dicht vor mir taucht er auf und blickt mich an. "Hi", grinst er mich an. "Deniz"
"Mia"
"Meinst du nicht du bist mir etwas nah?"
"Warum?"
"Weil wir Freunde sind?" - fragend blicke ich ihn an. Doch den Drang seinen Lippen näher zu kommen und die letzten Zentimeter zwischen uns zu überbrücken kann ich nicht abschütteln und auch nicht verdrängen. Er ist da und er wird auch nicht gehen. "Wer sagt denn, dass wir nur Freunde sind", Deniz kommt mir noch einen Zentimeter näher. Seine Hände liegen plötzlich an meiner Taille, ich muss nach Luft schnappen. Ja okay ich habe ihn gerade schon ein wenig provozieren wollen, aber ich wusste nicht, dass er drauf eingehen wird! Die Bedeuteung seiner Worte kommt mir in den Sinn und lässt mich noch einmal nach Luft schnappen. "Ich dachte, es ist klar, dass wir Freunde sind?", bringe ich hervor und versuche nicht diesem süßen Gesicht zu verfallen, welches durch die nassen Strähnen noch niedlicher aussieht als sonst. "Ach Mialein, deswegen hast du mich gerade so angesehen, als ich noch nicht im Wasser war?"
Ich weiß nicht was ich antworten soll.
"Und deswegen kritzelst du ständig meinen Anfangsbuchstaben auf deinen Block"
"Das kann auch was anderes bedeuteten"
"Sobald es um mich geht, wechselst du das Thema. Egal wann, egal wo"
"Stimmt nicht", ich schnappe wieder nach Luft. Mein eigentlicher Kumpel bringt mich um den Verstand. Und ich dachte ich finde ihn nur weniger abscheulich als die anderen Trottel, doch er scheint mir gerade mehr als nur ein weniger abscheulicher Kumpel zu sein. "Was ist? Bist du plötzlich nicht mehr die sexy Mia, sondern wieder dreizehn und zum ersten Mal verliebt?", grinst Deniz mich an und weicht ein Stück von mir zurück. "Was fällt dir ein!", ich blicke ihn grimmig an, "Ich bin nicht Dreizehn!"
"Aber verliebt" - es ist keine Frage, es ist eine Aussage. Er stellt fest, was ich womöglich schon eine Weile nicht wahr haben will. "Das reimst du dir so zusammen wie du willst- und", Deniz kommt mir wieder näher, ich kann mich plötzlich nicht mehr konzentrieren und fange an zu stocken. Mein Mund wird trocken. Unvermeidlich beiße ich mir auf die Unterlippe und bleibe mit meinem Blick an seinen Lippen zu. "Gib es zu und ich lasse dich in Ruhe", grinst er und kommt mir noch ein Stück näher. Es fehlt nicht mehr viel, dann würden seine Lippen auf meinen Liegen. Doch zu seiner Enttäuschung habe ich meine Fassung wieder gewonnen. Ich lege meinen Kopf zur Seite, sodass ich ihm etwas ins Ohr flüstern kann.
"Aber wenn ich es zu gebe und du mich dann in Ruhe lassen willst, kannst du doch gar nicht, dass mit mir anstellen, was du dir gerade in deinem kleinen süßen Erbsenhirn vorstellst mit mir im Pool zu tun" - Ein Satz und ich habe Deniz aus der Fassung gebracht. Jetzt bin ich diejenige die grinst. "Hast du es gerade zugegeben?"
"Was passiert wirklich, wenn ich es zu gebe"
Deniz ist schneller in seiner Fassung als es mir lieb ist. Diesmal ist er es der meinem Ohr etwas näher kommt. "Finde es heraus", haucht er in mein Ohr und geht dann etwas zurück. Ich muss schlucken. Dann nicke ich, dabei sehe ich ihm tief in die Augen und wage es nicht wegzublicken. "Okay. Ich bin verliebt"
"In mich?"
"Das war nicht der Deal"
"Theoretisch gesehen schon. Also Mialein? Liebst du mich?"
"Küsst du mich dann endlich?"
"Erst wenn du es sagst"
"Gott, du kannst es so oft hören wie du willst, aber küss mich endlich", murre ich und komme ihm näher, doch Deniz stoppt mich. "Sag es", grinst er. Ich verdrehe die Augen, dann sage ich es.
"Ich liebe dich"
"Danke", grinst er. Dann fallen seine Lippen endlich auf meine. Wie eine Droge prasseln die Gefühle der Gier und Erfüllung auf mich ein. Nie haben sich Lippen so gut angefühlt wie die seine auf meinen. "Ich liebe dich auch, Mialein"
"Nenn mich nicht so, Dannylein, und küss mich lieber"
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OneShots
FanfictionHeyho, Ich bin schlecht darin Geschichten zu beenden. Also habe ich dieses OS Buch angefangen und mittlerweile sind es scnon 100 Omeshots die hier entstanden sind. Es macht mir unglaublich spaß sie zu schreiben und ich hoffe euch gefallen sie beim...
