84: I'll take your cousin, you take my brother- Raban dwk, pt. II

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Best friends brother und best friends cousin in zwei Teilen
Part I: I'll take your brother, you take my cousin (Juli, dwk)
Part II: I'll take your cousin, you take my brother (Raban dwk)
Der OneShot wird in zwei Teilen erzählt, wobei jeder eigene Teil zwei andere Hauptprotagonisten hat. Die Teile spielen allerdings fortlaufend und sind nicht unabhängig voneinander lesbar. 

Viel Spaß beim Lesen:)

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Ronja

„Wow hast du das nur für dich an?"
Jume sieht verblüfft aus als ich in meinem hellblauen Sommerkleid aus meinem Zimmer komme. Meine Haare habe ich gelockt und etwas Make Up aufgetragen. Mein Zwanzigster Geburtstag sollte etwas ganz besonderes werden. So war er es für mich ohnehin schon.
„Vielleicht, vielleicht auch nicht", entgegente ich ihr mit einem Schmunzeln, denn es gab eine Sache die ich meiner besten Freundin June verheimlicht hatte. Ich liebte sie - als beste Freundin -  und mir war es egal, dass sie eine der drei Rosa Cousinen von Raban Bieling war, aber etwas bzw jemand daran war mir nicht egal. Und das war Raban.

~~~

Meine Gäste hatten Spaß, ich hatte Spaß. Und das freute mich. Doch ich war nervös. Ich hatte Raban bereits vor Stunden begrüßt, ihn jedoch immer wieder aus den Augen verloren. Jetzt war mir übel. Ich hatte mir vorgenommen ihm heute zu sagen was ich für ihn empfand. Warum heute? Weiß ich ehrlich gesagt nicht. Aber dieses Lebensjahr beduetete auch für mich einen neu Anfang. Und wenn er nichts für mich empfand, dann würde ich mit ihm abschließen und so müsste ich auch June niemals erzählen, dass ich mich in ihren Cousin verschossen hatte. Doch mit jeder Minute die verstrich wuchs die Angst in mir, dass Raban zu betrunken ist, um zu begreifen was ich ihm sagen wollte.

June hatte ich schon vor Stunden aus den Augen verloren, denn meine Augen suchten nur die seine. Finden konnte ich ihn nicht. Immer wieder wurde ich aufgehalten, weil mir zum Geburtstag gratuliert wurde oder ich nach etwas zu trinken gefragt wurde. Doch gerade in diesem Moment schienen alle das zu haben was sie wollten. Ich entschied mich dazu im Garten nach Raban zu sehen, doch auch hier war meine Suche erfoglos.
Genickt entwich ich dem Trubel und stellte mich im Garten unter einen Baum. Alle waren mit sich selbst beschäftigt, sodass ich einen kurzen Augenblick für mich haben konnte.
Ob Raban schon nach Hause gegangen war?
Oder ob ich ihn nur nicht sah weil er bereits mit einem anderen Mädchen beschäftigt war?
Oder ging er mir vielleicht aus dem Weg?
Hatte ich überhaupt richtig geguckt? War er da?
Meine Gedanken überschlugen sich und ich war kurz davor heulend in mein Zimmer zu rennen. Mein Herz begann plötzlich zu rasen, meine Nackenhärchen stellten sich auf. Ich schaute nach oben. Raban kam direkt auf mich zu. „Hey", lächelt er sanft, „Was machst du hier ganz allein?"
„Hey", ich lächelte zurück. Seine Frage ging an mir vorbei, erst als er mich wartend ansah, registrierte ich die Frage. „Achso äh, ich brauchte kurz einen Moment für mich. War zu viel gerade", lächelte ich leicht. Ich musste erschöpft wirken, so wie er mich ansah. „Ist alles okay?", fragt er besorgt nach. Er ist besorgt?
„Ja. Ich wollte nur dem Jungen in dem ich verliebt bin, sagen was ich empfinde und war deprimiert, dass ich ihn nicht gefunden habe"
„Oh", sagt Raban und vergräbt seine Hände in seiner Hosentasche. „Hast du ihn mittlerweile gefunden?"
Nimm all deinen Mut zusammen. Er scheint recht nüchtern. Jetzt oder Nie Ronja.
„Du stehst doch gerade vor mir"
Mir läuft der Angstschweiß den Buckel runter. Ich hatte es getan! Ich hatte Raban gesagt, dass ich ihn mag. Also indirekt.
„Du-", er sieht verblüfft aus.
Ich seufze - leicht genervt - auf. „Ich mag dich. Also mag mag"
„So doll mag? So verlieben mag?", grinst er mich an und kommt einen Schritt auf mich zu.
„Ja.."
„Gott bin ich froh, dass du das gesagt hast, ich hätte mich niemals getraut", grinst er und legt seine linke Hand an meine Taille und die Recht an nein Gesicht. Ich bin zu überfordert um zu realisieren was hier gerade passiert, doch im nächsten Moment liegen Rabans Lippen bereits auf meinen. Und ich schwöre ich habe noch nie jemanden mit so weichen Lippen geküsst. Raban hält mich, denn ich drohe zu Fallen. Zu Fallen durch diese Leichtigkeit, die er mich sofort verspüren lässt. Ich küsse zurück, vergrabe meine Hände un den wuscheligen braunen Haaren. Das ist der beste Geburtstag seit langem.
„Muss ich es eigentlich noch sagen, oder ist dir klar, dass ich dich auch mag. Also so mag mag", grinst er mich an und löst sich damit vom Kuss. „So verliebt mag?", ziehe ich ihn auf, wie er es gerade bei mir getan hat. „Oh ja", grinst er und küsst mich erneut. Ich grinse in den Kuss hinein. Raban tut es mir gleich. Ich muss mich wohl korrigieren: das ist der beste Geburtstag aller Zeiten.

~~~~

Der Kater war mir ins Gesicht geschrieben. Alles tat weh und ich bereute es gestern doch noch so viel getrunken zu haben als ich am morgen im Bad stand. Raban schlief noch friedlich als ich mich rausschlich, um auf Toilette zu gehen. Ich war überglücklich. Der gestrige Abend war zum Schluss einfach nur noch himmlisch. 
Ich wusch mir die Hände und verließ das Bad, um mich wieder neben Raban zu kuscheln. Wie ich das June sagen würde wusste ich noch nicht, doch es müsste wohl oder übel noch heute passieren, da sie vermutlich - so wie geplant - hier im Gästezimmer übernachtet hat. 
Gerade als ich die Tür hinter mir schloss kam June aus dem Gästezimmer. 
Momentmal!
Das war überhaupt nicht das Gästezimmer! 
Das war Julis Zimmer! Juli! Mein großer dämlicher Bruder Juli!
Abrupt bliebt June stehen und sah mich geschockt an. "June"
"Ronja"
"Du hast Sexhaare", meinte ich und verschränkte die Arme vor der Brust. Ich hob eine Augenbraue. "Du auch", entgegnete sie und sah mich ebenso misstrauisch an. "Wer ist da in deinem Zimmer?"
"Andere Frage: Wieso kommst du aus Julis Zimmer?"
"Ich hab zuerst gefragt" - ich wollte ihr nicht sagen wer da in meinem Bett schlief, auf wen ich stand und was ich gestern Abend mit ihm getan hatte. Aber vermutlich wollte sie mir auch nicht sagen, dass sie in Julis Bett geschlafen hat, auf Juli stand und sehr wahrscheinlich das gleiche mit ihm getan hatte wie ich mit Raban. Beweisstück A waren unsere Haare. 
"Ja okay. Es tut mir leid, aber ich wusste nicht wie ich dir das sagen soll", meinte sie schließlich als hinter ihr die Tür auf ging und ein verschlafener Juli voll in sie rein lief. "Sorry", meinte er, doch vergrub im nächsten Moment seinen Kopf in ihrer Halsbeuge und atmete sie tief ein. Nein ernsthaft. Ich hörte wie stark er an ihr roch. "Juli!", meinte ich empört. Er schielte zu mir hoch und grinste mich dann verlegen an. "Was fällt dir ein dich an meine Beste Freundin ranzumachen"
"Was fällt dir ein dich an Raban ran zu machen. Es ist schließlich ihr Cousin"
Empört schnappte ich nach Luft und sah June dann entschuldigend an. "Ja, für Gefühle kann man halt nichts"
"Dann hast du ja die Antwort auf deine Frage an mich", grinste Juli mich an und lief an mir vorbei ins Bad. "Warum hast du mir nicht gesagt, dass du auf Juli stehst?"
"Gleiche kann ich dich fragen. Warum hast du mir nicht gesagt, dass du auf Raban stehst?"
Besagter verließ soeben auch mein Zimmer und fügte sich dem unangenehmen Gespräch ein. "Oh. Morgen June", meinte er und kratze sich verlegen am Hinterkopf. "Brich ihr das Herz und ich mach dich alle", sagt June. Ihre Augen werden zu schlitzen als sie Raban droht. Dieser hebt unschuldig die Hände und verschwindet wieder in mein Zimmer. Vorher zwinkert er mir jedoch nocheimal zu. Ich muss lächeln. "Du bist nicht sauer?", frage ich an June gewandt, welche nur mit den Schultern zuckt. "Ist doch ausgeglichen"
Ich runzelte die Stirn. Juli kam aus dem Bad zurück. "Ich nehm deinen Bruder und du meinen Cousin", grinst sie mich an und verschwindet dann mit Juli in seinem Zimmer. Ich glaube wir haben einiges zu bereden. Doch jetzt muss ich erstmal zu Raban. Sein Zwinker war nämlich sexy, Zu sexy als dass ich ihn jetzt einfach so gehen lassen kann. 

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