44: Das Blonde Mädchen - Deniz, dwk

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Für Book_writer626 :)


Kira

Jana und Emma - meine zwei besten Freundinnen - unterhalten sich gerade über die Mathehausaufgaben, während meine Gedanken nur bei ihm hängen.
Mein Blick vielleicht auch.
Aber nur vielleicht.
Ich kann einfach nicht aufhören ihn anzugucken und dabei an den Moment damals denken.
Unweigerlich muss ich in mich hinein lächeln.

~Flashback~

Kira verdammt, jetzt Warte!”, ruft er mir hinterher. Doch anstatt stehen zu bleiben, werden meine Schritte nur schneller. Ich hasse ihn.
Ich hasse ihn so sehr.
Verdammt, ich kann ihn gar nicht hassen!
Wie auch?
Er ist doch mein bester Freund. Nur ist er mehr als das. Er...er ist mein Leben. Und ich hab mich in ihn verliebt. Ich habe es auf einen Zettel geschrieben, mit einem Songtext, den er wahrscheinlich gar nicht kennt.
Und unterschrieben habe ich es auch nicht. Ich dachte, wenn er es versteht, dann weiß er es auch.
Doch er wusste es nicht und hat den Zettel weggeschmissen, weil er dachte es wäre von einem "Fan". Idiot.
Jetzt bin ich jedenfalls sauer.
„Kira!” - Deniz erwischt mich und packt mich am Arm. „Was ist los?”, will er wissen.
„Was soll los sein? Ich muss nach Hause”, antworte ich pampig und zerre mich von ihm los. „Das kannst du Leon erzählen, aber nicht mir! Ich bin dein bester Freund!”
„Eben!”, entfährt es mir wütender als gewollt. Ja natürlich ist er das. Er ist aber eben auch mehr als das. Und ich möchte so so sehr, dass er auch mehr als das wird.
„Was?”, fragt er verwirrt und sieht mich an. Unweigerlich steigen mir Tränen in die Augen. Plötzlich wandelt sich sein Blick. Von Verdutzen in Erkenntnis.
„Das Blatt, die Handschrift, die..”, führt er auf, „Der Zettel war von dir”
In mir bricht etwas. Eine Träne kullert mir über die Wange. Und noch eine. Deniz sieht mich einfach nur an.
„Oder?”, kommt es jetzt von ihm.
„Ja, natürlich man!”, noch eine Träne läuft mir über die Wange. Ich will mich abwenden und gehen, doch Deniz hält mich fest, wirbelt mich herum und plötzlich stehe ich ganz dicht vor ihm. Meinem besten Freund.
„Oh Kiki”, flüstert er und wischt mir sanft die Träne von der Wange. Er sieht mich an. Und beginnt plötzlich zu lächeln. „Nächstes Mal mach halt nh K drunter, dann weiß ich, dass du es bist. Und schmeiß den Liebesbrief nicht weg”.
Und schon liegen seine Lippen auf meinen.

~~~

Das ganze ist jetzt gute 3 Jahre her und seitdem ist soviel passiert. Ganz vorne natürlich sind wir zusammen gekommen. An dem Tag sind wir zu Deniz gegangen und haben und den ganzen Tag nur noch geküsst, bis ich gehen musste. Meine Lippen haben sich noch nie so Taub angefühlt und ich war noch nie so glücklich.
Wir hatten drei Dates und haben uns nochmal ganz von vorn kennengelernt. Und heute haben wir einfach schon unseren dritten Jahrestag. Geplant haben wir allerdings nichts außer Netflix und Kuscheln bei mir. Er schläft auch bei mir, was unglaublich lange nicht mehr vorkam. Aber dadurch macht es mich umso glücklicher.

Ein Blick auf die Uhr verrät mir, dass die Pause gleich zu Ende ist. Ich sage Emma und Jana Bescheid und verschwinde nochmal auf Toilette, um gewisse Frauenprobleme zu beseitigen.
Ach wie wir es doch alle lieben. *Hust
Zu meinem Glück ist auf der Toilette niemand als ich reingehe. Doch kaum bin ich in der Kabine verschwunden geht die Tür nach draußen auf.
„Hast du Deniz gesehen? Er sah wieder unglaublich gut aus, oder?”, sagt das eine Mädchen und schwärmt ziemlich schamlos über meinen Freund. Tatsächlich ist das ein Phänomen was ich nicht allzu wenig mitbekomme. Und auch wissen viele von ihnen nicht, dass ich seine feste Freundin bin.
„Oh ja, er sieht unglaublich aus. Habt ihr seinen Arsch in der Hose gesehen, die er an hat?”
„Klar. Zu schade, dass diese Blonde Mädel da mit ihm zusammen ist”
„Sind die nicht nur beste Freunde?”
„Und wenn, dann lief bestimmt mal was”
„Quatsch, Deniz würde sowas nicht machen”
„Aber mich interessiert wirklich wer dieses Mädchen ist”
Die Stimmen werden leiser. Die drei Mädchen verlassen das klo. Ich grinse in mich hinein und begebe mich zu meinem Unterricht.

~~~

Da ich die letzten beiden Stunden Ausfall hatte und Deniz nicht, habe ich die Zeit genutzt, um mein Zimmer noch etwas aufzuräumen, da es wirklich sehr chaotisch aussah.
Als es gegen 16Uhr klingelt weiß ich genau, dass es Deniz sein muss. Ich stürme hinunter und trotzdem war meine Mutter schneller an der Tür und hat ihn bereits reingelassen. Sofort falle ich ihm um den Hals. Was zum einen meine Mutter zum schmunzeln bringt und zum anderen ihn. Sein Körper vibriert durch das Lachen in der Umarmung und sorgt für Schmetterlinge in meinem Bauch.
„Für dich, Kiki”, sagt er und gibt mir den Strauß Rosen, den er in seiner Hand hält. Ich strahle bis über beide Ohren. Fix hole ich eine Vase, dann verschwinden wir in meinem Zimmer.
„Englisch war der Horror”, grummelt er und lässt sich auf mein Bett fallen. „Kann ich mir vorstellen. Rat mal, was sich auf dem Mädchenklo abgespielt hat”
„Du wurdest als meine Freundin identifiziert und ins Verhör genommen”, macht er sich über mich lustig. Ich muss schmunzeln.
„Nein, es kamen drei Mädels rein, als ich auf klo war und die haben maßlos von dir geschwämrt. Und von deinem Hintern”, kläre ich ihn auf und schwinge mich zu ihm aufs Bett auf seinen Schoß.
„Und dann bist du aus der Kabine gekommen und hast alle blöd da stehen lassen, weil die Knutschflecke von letztem Jahr noch zu sehen sind”
„Blödmann”, murre ich und schlage ihm neckisch gegen die Schulter. „Sie sind gegangen bevor ich rauskam und sie haben mich als das "Blonde Mädel” bezeichnet, die vielleicht deine Freundin ist, vielleicht Freundschaft Plus und vielleicht deine Beste Freundin ist”
„Puh, gott sei dank wussten sie nicht, dass du meine Sugar Mommy bist” - gespielt streicht er sich über die Stirn als wäre das wirklich der Fall. Im nächsten Moment grinst er mich nur an und wirft mich um sich aufs Bett. Sodass ich halb unter ihm auf dem Rücken liege und er neben mir aber über mir gebeugt liegt. Er streicht mir sanft eine Strähne aus dem Gesicht.
„Egal was sie denken. Du bist halt mein blondes Mädel”, grinst er und küsst mich.
Und oh verdammt, ich liebe es, dass keiner - von den außenstehenden - wirklich weiß ob wir zusammen sind oder nicht...

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