Aiden
Wieder krachte seine Faust in mein Gesicht. Das Blut lief mir bereits aus der Nase doch das interessierte Carrow nicht.
Ich war raus, dass hatte ich ihm mehrfach mitgeteilt, aber es interessierte ihn nicht. Er wollte, dass ich weiter für ihn arbeite. Und wie genau komm ich da raus?
Richtig.
Gar nicht.
„Morgem 11Uhr an der alten Rennstrecke”, knurrt er und lässt mich dann mit blauem Auge und blutiger Nase zurück.
Ich hole eine Zigarette aus meiner Tasche und rauche in der Seitengasse erst ganz gemütlich eine. Erst danach wische ich mir das Blut mit dem Handrücken ab und suche den nächsten Brunnen, um das Blut ganz abzuwaschen.
Auch wenn ich bereits weit nach 22Uhr ist werde ich von einigen Menschen komisch angeschaut. Ich ignoriere sie und ziehe die Kapuze meines schwarzen Hoodies weiter über meine brauenen Locken.
Gerade als ich mich nieder lassen will klingelt mein Handy.
„Jackson”, begrüße ich meinen besten Freund in einem sehr genervten Ton.
„Eyjo wo steckst du? Simons Eltern haben dicht gemacht, der Abend fällt aus. Aber wir wollen zu Luna hinters haus. Da ist doch so geil mit dem Strand und so weiter. Kommst du mit?”, fragt er mich.
Eindeutig ist er schon angetrunken, ansonsten würde er mich gar nicht erst fragen, ob ich mitkommen will. Denn wie alle wissen können Luna und ich uns nicht wirklich leiden. Eigentlich...naja.
Sie ist vor ein paar Jahren mit ihrer Mutter hierher gezogen und seitdem haben wir ein paar Kurse zusammen in denen wir auch nebeneinander sitzen.
Unser start war nicht ganz einfach. Sie hat mich beim beklauen einer Lehrerin erwischt und als wir eingesperrt wurden, wurde sie bewusstlos und ich bin allein abgehauen.
Naja, es ist kompliziert.
Dennoch antworte ich Jackson, dass ich dazu stoße und sie schonmal vorgehen sollen.
Ich bin nämlich auch ein ganzes Stück von Lunas zu Hause entfernt.
Jackson gibt sich mit der Antwort zufrieden und legt auf. Auf dem Weg hole ich noch ein Sixpack aus einem Späti und bin eine knappe Stunde später bei Luna vor der Haustür.
„Deine Eltern gar nicht da?“, begrüße ich sie. „Doch, aber wir sitzen draußen und sind auch weit genug vom Schlafzimmer entfernt ”, meint sie und fügt flüsternd noch ein „weißt du doch” hinzu.
„Was ist mit deinem Auge passiert?”, fragt sie und sieht mich mit zusammen gekniffenen Augen an. „Geht dich nichts an”, meine ich und schaue dabei über sie hinweg zu Jackson, der gerade aus dem Gäste WC kommt. „Eyyy!”, begrüßt er mich freudig und nimmt mich mit raus zu den anderen.
~~~
Mittlerweile ist es bestimmt 2 Uhr nachts. Ich bin müde und will ins Bett. Doch anstatt in mein Bett zu gehen, entscheide ich mich für die bessere Wahl.
„Ich hau rein”, sage ich, verabschiede mich von den anderen und kann gerade so verhindern, dass Jackson mich überzeugt zu bleiben und dass wir gleich zusammen abhauen.
Luna dagegen bringt mich noch zur Tür.
„Gehst du wirklich?”, fragt sie ganz leise und sieht mich durch ihre wunderschönen blauen Augen an. „Wenn du erlaubst, verkrieche ich mich dein Bett und du kommst dann nach”, antworte ich ihr genauso leise und sehe sie leicht lächelnd an. „Okay. Ich werde sie bald rausschmeißen”, meint sie und lächelt ebenso leicht.
Leise ziehe ich meine Schuhe aus und während Luna die Haustür öffnet und wieder schließt - da man das draußen sehr gut hören kann - schleiche ich mich nach oben.
Im Obergeschoss kommt gerade Lukas - Lunas Stiefdad - aus dem Badezimmer. „Hey Ai-”, beginnt er, doch ich gebe ihm sofort zu verstehen, dass er bitte leise sein soll. „Verstehe”, meint er und deutet auf Lunas Zimmer, „Ist sie noch unten?”
Ich nicke. Dann trennen sich unsere Wege und ich gehe in Lunas zimmer.
Ca. eine ganze Stunde später geht Lunas Zimmertür auf und sie sieht sichtlich erschöpft aus. „Na, wer wollte nicht gehen?”, frage ich leicht amüsiert. Es ist weiz mach drei Uhr nachts. „Sienna. Sie war zu betrunken und Jackson und Ethan waren keine große Hilfe”, meint sie und taumelt zum Bett in dem ich - nur in Boxershorts - liege. „Komm her, cupcake”, meine ich und öffne meine Arme. Sofort fällt sie hinein.
„Und? Erzählst du mir jetzt die Wahrheit?”, fragt sie und sieht mich an, einen Moment, nachdem sie sich an mich geschmiegt hat. „Was?”, frage ich nach und sehe sie verwirrt an, während sie beginnt sich auszuziehen.
„Was mit deinem Auge passiert ist”
„Achso. Nicht so wichtig”
„Aiden”, ermahnt sie mich.
„Cupcake mach dir bitte keine Sorgen”
„Aiden Jacob Cooper. Sag es mir einfach, dann haben wir kein Problem”
Ich seufze. Es ihr zu verheimlichen bringt eh nichts. „Carrow. Er will, dass ich morgen Vormittag zur alten Rennstrecke gehe, aber ich werde nicht gehen”
„Wir haben Jahrestag”
„Ich weiß, Cake, ich weiß. Ich geh ja auch gar nicht”, antworte ich der erschrockenen Luna und ziehe sie - meine Freundin - wieder in meinen Arm. „Können wir jetzt schlafen oder bist du zu wach dafür?”
„Nur, wenn du mich endlich küsst”
„Nichts lieber als das”
„Willst du doch sonst nicht”
„Cupcake”, mahnend sehe ich sie an. „Ich weiß ich weiß, keep it secret ansonsten wird der Diebstahl mit auf mich zurück geführt. Aber eigentlich ist das nur eine völlig Ausrede, weil du nicht willst, dass Carrow”
Ich lasse sie nicht ausreden. Ich lege meine Lippen in windeseile auf ihre und verbinde unsere Münder miteinander. So schnell wie der Kuss begann, so langsamer endet er. Er endet nämlich gar nicht. Ich küsse Luna so leidenschaftlich als hänge mein Leben davon ab. Meine Hand vergrabe ich in ihrem Haaren. Meine Augen sind geschlossen.
Zufrieden und sanft lösen wir uns voneinander.
„Erwähn den Namen nicht, Cake. Irgendwie komme ich da schon raus”
„Und wann sind wir mehr als Keep it Secret?”
„Bald, Cupcake, bald...”
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Wollt ihr mehr von Luna und Aiden?
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OneShots
Hayran KurguHeyho, Ich bin schlecht darin Geschichten zu beenden. Also habe ich dieses OS Buch angefangen und mittlerweile sind es scnon 100 Omeshots die hier entstanden sind. Es macht mir unglaublich spaß sie zu schreiben und ich hoffe euch gefallen sie beim...
