42: Baumhaus - Willi, dwh pt.V

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Letzter Part

Willi

Torte steht vor uns und sieht uns komplett verdattert an.
Seine Augen sind geweitet, sein Mund leicht geöffnet und die Bierflasche droht ihm aus der Hand zu fallen.

Scheiße.
Verdammt. Ich habe Lilli gerade gesagt, dass ich sie liebe!
Das habe ich noch nie! Man das sollte ein Moment unter uns bleiben und jetzt steht die Plappertasche Torte vor uns, der uns auch noch beim Kuss gestört hat.
Lilis Augen neben mir sind geweitet. Sie scheint wie erstarrt.
Mist.
„Ich wollte nur pinkeln, aber das ist besser”, grinst er so als würde er gerade den besten Film seines Lebens vor sich haben.
„Torte bitte halt die Klappe”, meine ich, löse mich leicht sinnigerweise von Lilli und gehe langsam, aber fordernd auf Torte zu.
„Wie das soll ich für mich behalten? Vergiss es. Du vögelst Lilli? Die ach so miese Furie?” - er lacht. Ich sehe zu Lilli und sehe wie etwas in ihr bricht. Natürlich weiß sie, dass ich sie so genannt habe. Deswegen sind wir ja im Bett gelandet. Aber das muss weh tun.
„Torte”, murre ich und wende mich zu ihm. Es knackt. Ich höre die anderen auf uns zu kommen. Man müssen die nicht Party machen!?
„Was denn hier los?”, fragt Fred, der mit einem Arm um Sprotte zu uns kommt. „Ich gehe”

Lilli

„Ich gehe”, sage ich nachdem ich mich aus meiner Schockstarre entwunden habe. Willi sieht mich an. Sein Mund öffnet sich leicht. In seinen Augen funkelt etwas. Eine Mischung aus Trauer und Angst. Doch ich kann nicht hier bleiben...
Tortes Worte haben mich mehr verletzt als sie sollten und ich habe jetzt wirklich keine Lust den anderen erklären zu müssen was hier gerade vor geht. Ich weiß es doch selber nicht! Wir sind seit 2 Wochen zusammen und lernen uns immer noch erst richtig kennen. Wir sind noch keine Einheit, aber die Küsse, die Berührungen, die Blicke - verdammt alles fühlt sich so unglaublich gut an. Und ich will nicht aus meiner Blubber Liebes Blase geholt werden, weil Torte sich darüber lustig macht.
Ich sehe einmal kurz zu Willi und eile dann mit einem entschuldigendem Blick an ihm vorbei.
Ihr höre Trude und Frieda, die nach mir rufen, fragen was ist und Sprotte, die den beiden antwortet.
Ich höre noch Torte, der Fred und Steve erzählt was er gesehen hat. Doch Willi höre ich nicht.
Nach ein paar Metern schnellen Schrittes komme ich zum stehen. Ich raufe mir die Haare, ehe mir eine und dann noch eine Träne übers Gesicht läuft.

„Lilli?”, höre ich leise eine bekannte Stimme nach mir fragen. Sprottes Hand legt sich auf meine Schulter ich zucke zusammen. „Sorry, ich wollte dich nicht erschrecken”, meint sie und nimmt ihre Hand zurück. Als sie sieht, dass ich weine, nimmt sie mich sofort in den Arm.
„Findest du mich verrückt?”, frage ich weinend und erwiedere die Umarmung. „Warum sollte ich?”, sie sieht mich fragend an. „Ich hasse ihn doch eigentlich”
„Willi?”
„Ja” - schluchzer.
„Also warst das doch du? Da vor drei Monaten auf dem Baumhaus?”, fragt Sprotte und ich nicke. „Der Tag vom letzten Streich. Ich war so wütend auf euch, auf ihn, auf mich. Er hat mich Furie genannt. Es hat mich verletzt. Und dann saßen plötzlich alle bei euch am Wohnwagen”, beginne ich zu erzählen und wische mir die Tränen aus dem Gesicht.
„Bis auf Willi”
„Ja. Ich bin zum Baumhaus und wollte da ein zwei Trinken, bevor ich nach Hause muss. Da ist Willi auf getaucht und irgendwie sind wir im Bett gelandet”
„Die fehlenden Kondome”
„Ja. An dem Tag von euch wollte ich nur wissen, ob er was gesagt hat. Da sind wir wieder aneinander geraten”
„Und dann kamen wir”
„Genau. Plötzlich sind wir immer wieder im Bett gelandet. Ich wollte dann mit ihm reden. Aber es ist das gleiche passiert. Danach hat er gesagt er möchte es probieren”
„Und was ist in der Zeit passiert?”, Sprotte nimmt mich erneut in den Arm. Es nimmt mich so mit, dass ich nicht weiß, wieso ich es nicht erzählen wollte und wieso es so weh tat was Torte gesagt hat.
„Dates, Sex, kennenlernen und naja seid 2 Wochen sind wir offiziell zusammen”, meine ich und muss seufzen. Sprotte zieht eine Augenbraue hoch. „Das ist doch toll, oder nicht?”
„Schon. Aber das was Torte gesagt hat, hat mich so verletzt”
„Weil er dich auch so genannt hat?”
Ich nicke.
„Rede mit ihm. Lass uns zurück gehen, du redest mit ihm und alles wird gut. Lass dich nicht von Torte runter ziehen. Der ist halt so. Und hey: es ist scheiß egal was wir oder andere davon halten, wenn ihr glücklich seid ist das alles was wichtig ist. Egal wie es angefangen hat”, sagt sie und lächelt mich aufmunternd an.
„Danke”, meine ich und lächle sie an, ehe wir uns nochmal umarmen und zurück gehen.

*****

Willi war nicht mehr da. Fred meinte er ist abgehauen und da ich mir nichts weiter vorstellen kann bin ich nun bei ihm zu Hause und klingle. Glücklicherweise macht mir Willis Mutter die Tür auf und geleitet mich rein. Sein Vater sieht nicht begeistert aus. Ich schleiche mich in Willis Zimmer und lasse meine Klamotten zu boden fallen. Danach nehme ich mir leise ein shirt von ihm - wie so oft - und lege mich zu ihm ins Bett. Er schläft, doch wird durch mich geweckt.
„Hey”, murmelt er verschlafen und sieht mich müde an. „Wollte dich nicht wecken, sorry”, meine ich und nutze die Gelegenheit, um mich zu ihm zu kuscheln. Er nimmt das Angebot sofort an.
„Alles gut schnups. Lieber wach mit dir als schlafend ohne dich. Warum bist du vorhin abgehauen?”, fragt und küsst dann meine Schläfe. „Es war auf einmal so viel. Du liebst mich, so ganz offiziell, Torte hört es und naja... Nennt mich dann Furie”
„Es tut mir leid Schnups. Ich weiß nicht warum ich dich so genannt habe. Ich weiß es wirklich nicht. Was ich weiß ist, dass ich sich nie wieder so nennen werde, weil du mir viel zu wichtig geworden bist, als dass ich dich verletzten möchte, verstehst du?”
Ich nicke und kuschle mich mehr an ihn. „Es tat nur so weh”
„Das kann ich doch verstehen. Aber - bist du sehr sauer, dass es alle wissen, jetzt?”, etwas ängstlich schaut er mich an und streicht mir eine Strähne aus dem Gesicht. „Nein. Ich habe mit Sprotte geredet und sie hat mir die Augen geöffnet” - verwundert sieht er mich an - „Es ist egal was andere denken, sagen oder machen, solange wir glücklich miteinander sind. Und das bin ich mit dir allemal”
Jetzt grinst er. Genauso breit wie ich und immer noch unglaublich süß. „Das stimmt. Ich bin auch glücklich”, Antwortet er mir.
Kurzer Hand liegt er auf mir und wir beginnen zu knutschen. Oh je - ich sehe wohin das führen wird.

Aber es ist egal.
Ich bin glücklich.

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Ich würde sagen, dass ist ein wunderbarer Abschluss.

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