TW: Selbstzweifel, Selbstverletzung, Psychische Erkrankung
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Antonia
Die Tränen liefen wir übers Gesicht, während ich durch den Wald stolperte. Ich atmete schwer, mein Puls schoss in die Höhe, während sich mein Herzschlag verdreifachte.
Ich wollte nicht mehr.
Ich konnte nicht mehr.
Ich war hässlich.
Ich war fett.
Ich war gefangen in einem Bild von mir was vielleicht gar nicht existierte.
Ich war allein.
Ich war ich und ich war schlecht.
Ich schluchzte, ich find mehr an zu weinen und mein Herz stolperte einmal mehr über meine schlechte Persönlichkeit.
Ich war nie genug.
Ich reichte nicht aus.
Ich konnte niemanden glücklich machen.
Ich war ich und ich hatte nichts außer Fehler.
Ich weinte bitterlich, während sich meine Fingernägel in meine Haut bohrten und die kühle Luft meine Lunge erreichte.
Es wurde kalt.
Sehr kalt.
Doch ich blieb draußen.
Wartete. Darauf dass ich allein blieb und mich niemand fand.
So ganz allein hier draußen im Wald.
Ich weinte so bitterlich wie lange nicht mehr.
Und er?
Er war glücklich.
Er liebte sein Hobby, ging darin auf und war kein Versager.
Nicht so wie ich.
Ich verlor, ich war schlecht, ich war eine Enttäuschung von Tochter.
Ich - ich war eine Versagerin aus Leib und Seele. Ich schrie, ich kreischte, ich weinte.
Ich wollte weg.
Ich wollte nicht mehr fühlen.
Alles negative überkam mich mit einem schlag.
Ich hasste mich, ich wollte nicht.
Ich war die Pest höchstpersönlich, wurde vom Teufel verfolgt und vom Glück gemieden. Die Engel um mich herum verschwanden, ich sah nur schwarz und grau. Weiß bis in den Himmel. Meine Atmung ging schwer.
Ich hasste Liebeskummer, ich hasste mich und die Kombination brachte mich fast um.
Mir wurde kotzübel und ich war kurz davor mir den Finger in den Hals zu stecken.
Marlon
Mit Blumen stand ich vor ihrer Haustür, in der Hoffnung sie ist da.
Sie - Antonia, toni - die kleine brünette, die sich selbst nicht liebte und ich sie dafür umso mehr.
Doch was sie sah, war nur grausam. Sie wusste sich nicht zu helfen und machte es mir schwer. Sie ließ mich nicht immer an sie heran. Sie verschwand für ein paar Tage, sie ließ mich allein und dabei wollte ich nur, dass es ihr wieder gut geht.
Seit mehreren Jahren hat sie schon diese Schübe. Und die fiesen Gedanken.
Seit fast 3 Jahren sind wir schon zusammen und am Anfang habe ich sie nicht verstanden, doch jetzt tu ich es. Ich kann nicht in sie hinein schauen, aber ich kann versuchen an sie heran zu kommen und meistens klappt es.
Die Blumen sind keine Entschuldigung, sie sind für sie, um ihr ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.
Ihre Mutter öffnet mir verheult die Tür. Mein Herz rutscht mir in die Hose. „Hi. Ist sie da?", frage ich, meine Stimme bricht. Sie beginnt zu weinen und schüttelt den Kopf. „Oh Marlon, sie hat ihre Tabletten seit Wochen nicht genommen. Ich habe sie heute beim Sauber machen hinter dem Regal gefunden. Sie hat mir was vorgespielt. Ich mach mir so sorgen"
„Bleib du hier, ich suche nach ihr"
Die Blumen drücke ich ihrer Mutter in die Hand, dann mache ich auf dem Absatz kehrt und beginne an den Orten zu suchen an denen sie sich immer auf hält. Doch ich habe kein Glück.
„TONI!", rufe ich und blicke mich um.
Ich bin mittlerweile im Wald. Auch wenn es mir Angst macht, dass sie wieder hier rein gelaufen sein könnte, weiß ich, dass es mein letzter Anhaltspunkt ist.
„Schatz, ich bins, Marlon", rufe ich und höre plötzlich ein Schluchzen. Es ist leise, aber es ist da. Sofort bin ich hellwach und werde hellhörig. „Toni!?", rufe ich erneut. Wieder ein Schluchzen. Ich rufe sie erneut. Und wieder. Ich rufe nochmal. Ich laufe los, folge dem Schluchzen und rufe ihren Namen.
Das Schluchzen wird deutlicher, es wandelt sich in weinen. Und dann entdecke ich sie. Hinter einem Baumstamm. Zusammen gekauert. Völlig hilflos.
Mir bricht es das Herz sie so zu sehen. Und genau hier weiß ich, dass ich sie niemals allein lassen werde.
„Toni, hey", sage ich leise und berühre sie am Knie. Sie erschreckt sich und sieht mich mit großen, verheulten Augen an. „Hey, ich bins, Schatz"
„Marlon", sagt sie und fällt mir in den Arm. Sie beginnt wieder bitterlich zu weinen. Ich sage nichts, ich halte sie nur. Ich will ihr deutlich machen, dass sie sicher ist.
„Schatz, was ist passiert?", frage ich leise und streichle ihren Kopf.
Sie weint. So Bitterlich wie lange nicht mehr. „Oh Marlon, ich hab wieder davon geträumt"
„Wovon?"
„Dass du mich verlässt, weil ich nicht genug bin und das meine Tabletten da auch nichts bringen. Also habe ich aufgehört sie zu nehmen"
„Schatz, das sollst du doch nicht tun. Und du sagst es doch selber, es war nur ein Traum. Engel, du wirst immer genug für mich sein und ich werde dich niemals im Stich lassen", meine Stimme ist brüchig, ich muss mich zusammen reißen, dass ich nicht auch anfange zu heulen.
„Und was wenn doch? Ich bin doch so fett und häss"
„Das bist du nicht, toni! Du bist das schönste Mädchen, was ich je gesehen habe. Du bist klug und witzig, du hast Mut und den besten Riecher. Du bist eine verdammt tolle Person und ich liebe dich über alles"
Sie hört auf zu wein und sieht mich an. Es ist Arschkalt. Kurzerhand ziehe ich meine Jacke aus und lege sie über ihre Schultern. Mein Pulli ist gott sei Dank dick.
„Aber das siehst du nur, wenn du deine Tabletten nimmst und eine Therapie machst"
„Nein - nein, nein nein! Die zwingen mich, die machen mich noch hässlicher und kontrollieren mich, die"
Sie entfernt sich von mir und springt auf, sie will weg rennen. Ihre Augen sind groß, voller Angst.
„Okay, okay, keine Therapie, aber sag mir eins: hast du heute deine Tabletten mit Alkohol genommen?"
Sie nickt.
Shit.
„Okay, ich rufe jetzt einen Krankenwagen, die dich untersuchen und ich rufe deine Mama an. Aber ich bleibe an deiner Seite. Gib mir deine Hand und ich werde sie nicht los lassen. Ich bleibe bei dir. Versprochen. Ich liebe dich, Engel"
Ich strecke meine Hand nach ihr aus. Ganz vorsichtig. Sie greift danach und ihre Pupillen verkleinern sich wieder.
Ich greife nach meinem Handy.
„Hier Marlon, ich hab sie. Schickt ihr Hilfe?"
Scheiße ich hab so Angst.
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OneShots
FanfictionHeyho, Ich bin schlecht darin Geschichten zu beenden. Also habe ich dieses OS Buch angefangen und mittlerweile sind es scnon 100 Omeshots die hier entstanden sind. Es macht mir unglaublich spaß sie zu schreiben und ich hoffe euch gefallen sie beim...
