78: "Nur Freunde" - Markus ,dwk

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Dort wo alles begann...

Freudig tanzten wir zur Musik. Ich lachte ihm in sein Gesicht. Er kam mir näher und legte seine Hände an meine Hüfte. Es verleitete mich meine Arme um seinen Nacken zu schlingen. Wir bewegten uns zur Musik. Wie eine Welle drang sie durch mich hindurch. Er legte seine Stirn gegen meine und grinste. Um uns herum wurde getanzt. Bis die Zeit stehen blieb und er mich an sah. Plötzlich kam er meinen Gesicht näher. Mein Herz begann zu rasen, ich fragte nich was hier passierte und dann...
Dann lagen seine Lippen auf meinen. So unglaublich weich, wie ich sie mir nie hätte vorstellen können. Sein Küsse verschlagen mich. Der Kuss wurde inniger und ich gab mich ihm mehr hin. Unsere Zungen begannen miteinander zu kämpfen. Die Welt drehte sich plötzlich weiter. Und wir?
Wir hörten nicht auf. Wir machten weiter.

*Gegenwart*

Kira

„Und???" - meine Freundinnen Maja und Vivien standen plötzlich neben mir. Eine links, eine rechts von meinem Spind. „Guten Morgen?", entgegne ich fragend. „Seid ihr jetzt zusammen?", fragt Maja ohne auf meine Worte einzugehen. Verwundert blicke ich sie an. „Also nein", schlussfolgert Vivien. „Was meint ihr?", frage ich nach und schließe meinen Spind. „Nicht was. Wen! Die Party war wohl kein großer Erfolg", meint Maja und verschränkt die Arme vor der Brust. Ich seufze, da ich verstehe, worauf die beiden hinaus wollen. „Wir sind nur Freunde", meine ich also und gehe auf zum Unterricht. „Das sah mir Samstag aber nicht danach aus. Scheiße, Kira, ich hab euch fast aufgegessen! Kaum waren wir da, wart ihr auf der Tanzfläche und habt Hemmungslos rum gemacht" - Vivien verdreht bei ihrer Aussage die Augen. „Das war-"
„Defintiv kein Alkohol. Wir haben bei Leon alle vorgeglüht. Nur ihr beide nicht", Unterbricht mich Maja. Man die beiden können echt nerven. „Wie oft noch, wir sind Freunde!"

Markus

„Wie oft noch, wie sind Freunde", entgege ich Maxi, Leon und Marlon genervt. Ich vergrabe meine Gesicht in meinen Händen, da insbesondere Marlon und Leon mir auf den Sack gehen.
Ja ich hab mit Kira rumgemacht.
Ja es war nicht das erste mal.
Und ja verdammt, es findet immer auf Partys statt.
„Alter, das war mehr als Freundschaft", lacht Maxi und erinnert mich damit an Samstag Nacht. Wie ihre Hände an meinem Hals lagen. Und dann wieder auf meinem Oberkörper. Und wieder in meinen Haaren. Er erinnert mich an ihre weichen Lippen und den süßen Geschmack dahinter. Ich hab sie gegen die Wand gedrückt und musste stöhnen. Das hat sie jedoch nicht mitbekommen, da die Musik zu laut war.
„Wart ihr schon in der Kiste?", fragt Marlon Neugierig nach. „Nein und das wird" - Kira betritt den Raum, wie in Trance beeende ich meinen Satz, „auch nie passieren"
Sie sieht so wunderschön aus. Ihre blonden Haare fallen ihr so perfekt über die Schultern. Sie sieht genervt aus, als ich Vivien und Maja dahinter entdecke, verstehe ich warum. Sie setzt sich auf ihren Platz und würdigt mir keines Blickes. Viel zu fixiert und genervt ist sie von den beiden anderen Mädels.
„Alles klar, bro", lacht Maxi und dreht sich um, da unsere Lehrerin den Raum betritt. „Also falls du doch mehr als Freundschaft für sie empfindest, würde ich mal das Gespräch suchen"

~~~

Kira

„Markus", murmelte ich zwischen zwei Küssen. Wir hatten uns nicht gesucht, doch die Freistunde, welche wir beide hatten, hatte uns gefunden. Und jetzt? Jetzt standen wir in einem leeren Klassenzimmer und knutschen schon wieder rum. Er drückte mich gegen die Tür, seine Hand lag an meiner Hüfte, die andere hielt meinen Kopf fest. „Mhm", murmelte er und küsste mich, so innig und leidenschaftlich, dass man Wirklich meinen könnte, wir wären zusammen.
„Wir tun es schon wieder", murmle ich, doch wage es nicht meine Augen zu öffnen. Erst als er inne hält, öffne ich sie. „Was meinst du?"
„Wie? Ist das nicht öffensichtlich? Wir knutschen Rum! Schon wieder! Und wir sind nicht betrunken auf einer Party"
„Betrunken waren wir das letzte Mal auch nicht"
„Und das mal davor auch nicht. Und genau das meine ich. Was tun wir hier?"
Markus sieht mich stumm an und löst sich von mir. Er dreht sich weg. Er fährt sich angestrengt durch die Haare. So als wüsste er was er sagen will, nur nicht wie.
„Ja was machen wir wohl?", plötzlich dreht er sich stürmisch um, „Was mache ich wohl? Scheiße Kira ich küsse dich, weil ich mich in dich verliebt habe. Ich küsse, das Mädchen was ich liebe! Ich will nicht nur befreundet sein. Ich will alles sein. Ich will dein Sein. Ich möchte, dass du mein bist. Ich will nicht, dass alle immer sagen 'äh ihr seid doch nur freunde' - Kira das ist Bullshit und das weißt du! Wir sind doch schon lange mehr als Freunde"

Markus

Marlon hatte Recht. Ich empfinde mehr als Freundschaft für sie und das auch schon echt lange. Doch ich habe mich nie getraut es auszusprechen, weil ich das was wir hatten - diese Küsse auf den Partys - so unglaublich Gut angefühlt haben. Doch jetzt als sie es eigentlich selbst angesprochen hat, blieb mir nichts anderes über als es wirklich anzusprechen und es ihr zu sagen. Diese verschissenen Worte, vor denen ich mich schon so lange drücke.

Wie angewurzelt stegt sie da und sieht mich an. Langsam gehe ich auf sie zu. „Kira?", frage ich. Erst jetzt kommt sie zurück in die Realität. Mit einem Mal wird mir bewusst, was ich gesagt habe und dass ich alles was wir hatten zu Nichte machen könnte.
„Na dann können wir ja da weiter machen, wo wir aufgehört haben", lächelt sie plötzlich und kommt einen Schritt auf mich zu. Jetzt schaue ich sie verdattert an. „Die Fragen, ob wir nur Freunde sind haben mich nur so genervt weil es zu dem Zeitpunkt gestimmt hat und ich auch mehr will"
Ich lächle. So breit wie noch nie.
Dann fallen meine Lippen auf ihre und sofort grinst sie auch in den Kuss.
Shit ich hasse es, dass die anderen recht hatten. Aber ich liebe es, dass sie recht hatten.

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