Kapitel 3:

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Ich schien eingeschlafen zu sein, denn als ich aufwachte musste ich mich erst mal orientieren wo ich denn jetzt überhaupt war. Dieses Zimmer passte überhaupt nicht zu meinem normalen in Australien. Als mein Blick auf den Koffer fiel, machte es 'klick' in meinem Kopf. Koffer. Flugzeug. Kalifornien. Mom.
Ich streckte mich kurz und blickte auf mein Handy, welches mir anzeigte dass wir 16.13 Uhr hätten. Mein Blick fiel auf die große Balkontür, direkt vor meinem Bett. Da der Balkon viel zu einladend aussah als ihn zu ignorieren, beschloss ich die Tür auf zu machen und mit den Ausblick anzuschauen. Der Balkon war sehr groß. Der Boden bestand aus vielen nahe gelegten, dunklen, Holzbrettern und das Geländer aus einem milchigem Glas. Mein Blick blieb für kurze Zeit an Chris hängen, bevor er zu der öffenen Balkontür am ende des Balkones flog. Es sah so aus als ob wir uns den Balkon teilen würden.
Von diesem Balkon aus, hatte man den perfekten Meerblick. Es war unglaublich die Möven kreischen zu hören und das Rauschen der Wellen welche, sich immer und immer wieder überschlugen. Es fühlte sich ein bisschen an wie in Sydney. Wie sehr ich Sydney mit all seinen facetten doch vermisste. Klar ich war in den Vereinigten Staaten sogar in Kalifornien aber so wirklich zuhause fühlte ich mich nicht. Es fehlte einfach irgendwie alles. Meine Nachbarn, ein britisches älteres Ehepaar, welches um diese Zeit ihre 'Teatime' Pause gemacht hätte. Meine Freunde, mit welchen ich jetzt wahrscheinlich um die Wette gesurft wäre, meinen Dad, Ally. Ich könnte noch viel mehr aufzählen aber wenn ich dies tun würde, wusste ich würde ich mich hier niemals wohlfühlen. Ich durfte dass alles hier nicht mit Australien vergleichen.

Mein Blick fiel wieder auf Chris. Er stand ans Geländer gelehnt und hielt sein Händy in der Hand, auf welches er wie wild herumtippte. Er trug seine Snapbag immer noch falsch herum auf dem Kopf. Sein Shirt war weiß durch welches man, durch sein Seitenprofil erkennen konnte, dass er gut- nein seher gut gebaut war.
Seine Füße steckten in weißen Socken. Nachdem ich fertig war ihn zu mustern fiel mein Blick wieder zurück auf den Ozean. Er vergab mir das Gefühl von Freiheit, Heimat und Geborgenheit. Das Wasser war schon immer ein Phänomen was mit beeindruckt hatte. Es war so vielfältig. Man konnte es Beispielsweise trinken, in ihm lebten Tiere- große und kleine, Pflanzen, man konnte auf ihm hunderte von Stunden surfen- oder auch einfach nur Bootfahren. Es trug einen, man konnte ihm Vertrauen.

Die kleine Tür, welche zur Strandpromenade führte lies mich aufstutzen. Dieses Haus hatte eine verbindung zum Strand, wie cool war dass denn bitteschön?

Mit vollem enthusiasmus drehte ich mich um, lief in mein Zimmer, schloss die Balkontür und machte mich auf meine Badesachen zu holen. Das Bikinioberteil war ein hochgeschnittenes Lätzchen-Top, welches teilweise im Nacken gebunden wurde. Am Rücken hatten die Hersteller an Stoff gespart. Denn durch die überkreuzte Träger und einem hübschen "Racer-Back", welcher meinen sportlichen Charakter nocheinmal mehr betonte wurde der Bikini abgerundet. Ich liebte diese Oberteile, egal ob unifarben oder mit exotischen Palmenprints geschmückt- ich besaß eine vielfalt von ihnen. Manche Mädchen sammelten Schuhe, Taschen oder Make Up, ich hingegen hatte eben diese Vorliebe zu Bikinis.
Die Hose meines Bikinis war knapp aber nicht zu knapp.

Nachdem ich mich in meinen mit Palmenprints gemusterten Bikini geworfen hatte, schnappte ich mir noch schnell zwei Handtücher (ein Strandlaken und ein normales Handtuch). Ich rollte die beiden Handtücher und steckte sie in eine Jutetasche, welche ich schulterte um mit ihr die Treppe runter zu hopsen. Meine leere Flasche (welche ich immer mit zum Strand nahm) zog ich aus der Tasche, um sie mit stillem Wasser zu füllen.
Die Vorratskammer hatte ich schnell ausfindig gemacht und klaute mir aus dieser eine kleine Packung Oreos.

Beided in der Tasche, schlüpfte ich in meine Flip Flops und lief mit einem 'klack, klack' auf die Terassentür zu um über diese auf die Terasse zu gelangen.
Schon als ich die Tür öffnete flog mir der Duft von Salzwasser in die Nase. Wie ich diesen liebte.

Wave of Life #PlatinAward19  *WIRD ÜBERARBEITET*Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt