Kapitel 52

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"Loving someone is giving them the power to hurt you, but trusting them not to"

"Hey, Baby", flüsterte er und schenkte mir ein schmales Lächeln. Mein Herz schlug immer noch wie verrückt, während ich versuchte, die Situation zu verstehen. Wieso war Harry so angespannt? Warum war ich plötzlich so aufgeregt?
"Hey", gab ich leise zurück und lächelte ebenso. "Was ist hier-"
"Die hier ist für dich", bemerkte er und hielt mir eine Rose hin, von der mir erst jetzt auffiel, dass er sie in der Hand hatte. Allgemein fiel mir vieles erst in diesem Moment auf: Harry war total blass im Gesicht und trat dauernd von einem Fuß auf den anderen. Außerdem stand das Klavier anders, als normalerweise: Die Tastenfläche war nicht mehr zur Tür, sondern zu dem großen Fenster auf der anderen Seite des Raumes gewandt und bildete, so wie Harry und ich standen, eine Art Barrikade zwischen uns. Von der wollte ich mich aber nicht aufhalten lassen - dafür hatte ich ihn viel zu sehr vermisst, vor allem nach unserer Aussprache. Deswegen zwängte ich mich an dem sperrigen Piano vorbei und nahm die Rose entgegennahm, während ich mich auf die Zehenspitzen stellte, um ihn zu küssen. Harry schlang zwar sofort seinen freien Arm um meine Hüfte und erwiderte den Kuss kurz, löste sich aber viel zu früh wieder. Irgendetwas an seinem Verhalten beunruhigte mich gewissermaßen, auch wenn ich versuchte, mich dagegen zu wehren.
"Ist alles okay, Harry?", erkundigte ich mich leise und suchte seinen Blick, der meinem auswich während er sich durchs Haar fuhr. 
"Ich ... Setz' dich, bitte", antwortete er leise und schob mich zum Klavierhocker, wo er sich neben mir niederließ. "Die Rose, das ist nicht alles, also ... also ich habe noch etwas für dich. Der Song, an dem ich mit Ella gearbeitet habe, also nun ja, in Wahrheit habe nicht ich ihr geholfen, sondern sie mir. Ich wollte ein Lied schreiben, dass dir verdammt nochmal gerecht ist, und alleine habe ich das nicht geschafft, irgendwie. Und, also, das Lied, das ist für dich."
Noch bevor ich irgendetwas sagen konnte, legte er seine etwas zittrigen Hände auf die Tasten, atmete tief durch und begann mit geschlossenen Augen eine ruhige, sanfte Melodie zu spielen, in die ich mich augenblicklich verliebte. Ich hatte keine Ahnung, wie mir geschah. Ich war total überwältigt von allem, was sich nicht besserte, als Harrys raue Stimme erklang, die zu der wundervollen Melodie zu singen begann. Mein Herz fühlte sich an, als war ich einen Marathon gelaufen, weil es so unfassbar schnell schlug. 

"You wear my winter coat, the one I love to wear", begann er. "So we keep feeling close to what's beyond compare ..."

Ich gab mir wirklich alle Mühe, ihm zuzuhören und die Worte zu verstehen, doch irgendwie kam es mir vor, als bekam ich nur die Hälfte mit, weil so vieles gleichzeitig geschah in mir. Meine Gefühle überrumpelten mich mit jedem Wort mehr.

"The moment's waking up, you catch me in your eyes. That beauty on my pillow that holds me in the night. And I would find my strength to untame my mouth, when I used to be afraid of the words."

Harry schien sich mit jedem Ton sicherer zu fühlen, das glaubte ich an der Lautstärke seiner Stimme festzumachen. Während er am Anfang nur nach und nach Flüsterlaute von sich gegeben hatte, waren die Worte, die mittlerweile seinen wunderschönen Mund verließen lauter und deutlicher. Ich hingegen verlor mit jedem Moment mehr die Kontrolle und konnte schon bald einzelne Tränen nicht mehr zurückhalten.

"But with you I've learned just to let it out. Now my heart is ready to burst, 'cause I, I feel like I'm ready for love. And I wanna be your everything and more. And I know every day I say it, but I just want you to be sure that I am yours."

Langsam war ich mir sicher, dass ich noch nie etwas schöneres gehört hatte in meinem Leben. Mein Herz machte Tausende von Überschlägen. Gott, ich hatte noch nie so etwas gefühlt. So etwas Umwerfendes, Schönes-

all you had to do was stayStories to obsess over. Discover now