Wir gingen schlussendlich wirklich mit unseren Eltern in den Park, aßen ein Eis, hörten den Straßenmusikern zu und bummelten dann noch in der Mall. Irgendwann meinte Rachel dann, dass Ali und ich doch ins Kino gehen sollten, da gerade ein Film lief, den Ali unbedingt sehen wollte.
Ich wusste sofort, dass Dad ein Geburtstagsgeschenk für mich kaufen musste und Rachel war als Beratung dabei. Aber weshalb Cole mitging, wunderte mich, er brauchte mir kein Geschenk kaufen und das hatte ich ihm zuvor auch gesagt.
Naja, jedenfalls gingen Ali und ich ‚ins Kino', was nur ein Vorwand war, um alleine shoppen zu gehen. Schließlich hielt sie immer noch an meinem Plan fest, sich an Tyler zu rächen. Wir kauften ihr also ein schön ausgeschnittenes Top, aber nicht zu viel für ihr Alter, dann eine enge Hose und ein wenig Schminke.
Es war wirklich lustig, Ali und ich waren wie Schwestern und hatten immer den meisten Spaß, aber in letzter Zeit war sie ein wenig leiser und verschlossener uns allen gegenüber geworden. Doch das änderte sich an diesem Nachmittag, sie war wieder so aufgedreht und gut gelaunt wie normalerweise und das freute mich.
Am Abend trafen wir uns alle wieder zu Hause. Dad und Cole unterhielten sich die ganze Zeit über verschiedene Dinge. Über Football, Action- und Horrorfilme und sonstige Männerthemen. Mich überraschte das, da die beiden ja bislang nicht wirklich viel miteinander geredet hatten.
Wir saßen nach dem Abendessen alle fünf auf der Couch und schauten Alis und meine Lieblingsserie, Pretty little Liars. Ich lag in Coles Arm, dicht an ihn gedrückt und seinen wunderbaren Geruch einatmend.
Er strich die ganze Zeit über mit seinen Fingerspitzen über meinen Oberarm, was mich beruhigte und müde werden ließ.
Es war ein schöner Abend, wie in einer ganz normalen Familie, nur eben dass die Kinder zusammen waren, was dann vielleicht doch ein wenig komisch klang, aber daran dachte ich überhaupt nicht, ich genoss einfach nur die Zeit.
Am nächsten Morgen wachte ich wieder so auf, wie ich es am Liebsten hatte. Mit Coles Arm um meine Taille und seinem warmen Atem in meiner Halsbeuge.
Ich hatte ein wenig Bammel vor dem heutigen Schultag, schließlich hatte ich seit zwei Wochen nicht mehr mit der Gang geredet - bis auf Tony am Montag - und auch wenn Cole gesagt hatte, dass sie mich vermisst hatten, hatte ich Angst, dass es komisch werden würde.
Als wir vom Auto ausstiegen, griff Cole sofort zu meiner Hand, verkreuzte unsere Finger und lief so mit mir ins Innere des Schulgebäudes. Vorwurfsvoll grinsende Blicke begrüßten mich, als wir bei meinem Spind ankamen. Nick war der erste, der mich an sich zog und mich herzlich umarmte, woraufhin alle anderen folgten.
„Ihr müsst uns versprechen, dass das nie wieder passiert. Wir haben dich schon echt vermisst, aber Cole..." begann Alex, als Cole ihm einen strengen Blick zuwarf und er zu reden aufhörte. „Wird nicht mehr vorkommen." Meinte er grinsend und drückte meine Hand noch fester.
Als wir uns gerade so unterhielten und ich über alles informiert wurde, was in diesen zwei Wochen passiert war, kam plötzlich diese üppig bestückte Blondine von Montagmorgen um die Ecke gebogen. Die, in die ich reingerannt war, als sie sich aus Coles Zimmer geschlichen hatte.
Ich bemerkte ihren Blick auf Cole sofort, sie sah ihn dreckig grinsend an, weshalb in mir die Eifersucht nur so kochte. Sofort zog ich Coles Kopf zu mir und drückte meine Lippen auf seine. Ich hielt jedoch die Augen offen, um sicher zu gehen, dass sie es auch gesehen hatte. Als sie ihr Kiefer zusammen biss und wütend weiter ging, löste ich mich zufrieden lächelnd von Cole und sah ihr hinterher.
Besagter Junge neben mir legte seinen Arm um meine Taille und zog mich so an seine Brust. „Das kannst du ruhig öfter machen, Babe. Zeig ihnen, was dir gehört." Flüsterte er grinsend. „Idiot" gab ich lachend zurück, gefolgt von einem Klaps auf seine Brust.
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Call me Babe
JugendliteraturHailee (16) und Cole (17). Sie sind Stiefgeschwister, müssen zusammen leben. Sie verstehen sich eine Sekunde und zicken sich in der nächsten an, bis sie sich gegenseitig beinahe hassen. Doch was, wenn etwas Unvorhersehbares passiert und sie herausfi...
