Kapitel 73 - Party mit Riley & Miranda

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Einige Stunden später waren wir beide fertig, er trug ein weißes Hemd, das seine Muskeln durchscheinen ließ und eine schwarze Jeans, während ich ein dunkelblaues Cocktailkleid, das eng geschnitten war und meine Kurven betonte, anhatte. Zugegeben, der Ausschnitt war ein wenig gewagt, aber ich wollte Cole einfach mal wieder beeindrucken, auch wenn ich wusste, dass ich das schon lange nicht mehr musste.

Ich blickte noch einmal in den Spiegel und checkte mein leichtes Makeup und die geglätteten Haare, dann traf ich Cole im Flur. „Wow." Stieß er aus. Mein Magen erwärmte sich und ich lächelte ihn beinahe verlegen an. Er nahm meine Hand, küsste sie ganz charmant und nahm sie dann in seine.

Das Taxi wartete vor dem Wohnblock und wir fuhren zu der Bar, die mit Riley und Miranda ausgemacht war, sie war in Downtown. Noch bevor wir ausstiegen, zog Cole mich zu sich, sah mir direkt in die Augen und hauchte ein: „Ich liebe dich.", bevor ein sanfter Kuss folgte.

Ich hielt seine Hand fester als gewöhnlich, während er sich meinen hübschen Freundinnen vorstellte. Sofort fiel mir Mirandas Blick auf seinen Muskeln und den grünen Augen auf, was er mit einem Blick auf ihre langen Beine kommentierte. Mir rann es kalt den Nacken runter und ich klammerte mich auch mit der anderen Hand noch an seinem Arm fest.

Wir gingen in die Bar und bestellten uns ein paar Drinks, während Riley von ihrem Ex erzählte, der uns zuvor über den Weg gelaufen war. Mirandas Blick verließ Cole nicht und seiner glitt auch immer wieder auf sie und die langen dünnen Beine, was mich innerlich kochen ließ. Jedoch hatte er die ganze Zeit über seine Hand auf meinem Oberschenkel abgelegt und ich lehnte mich besitzergreifend an seine starke Brust.

Nach einer Weile kam ein blonder, durchtrainierter Engländer auf Miranda zu und forderte sie auf, zu tanzen. Noch einmal ließ sie den Blick über Cole schweifen, doch als ich seinen Kopf zu mir drehte und ihm einen verlangenden Kuss auf die Lippen drückte, verschwand sie mit dem jungen Mann. „Du machst dir hier ja mehr Sorgen um deine Freundin als ich mir um die ganzen Typen." Raunte er mir ins Ohr und bohrte seine Finger in meine Taille. Ich ging erst gar nicht darauf ein und lauschte weiter Rileys Erzählungen.

Cole hatte bereits seinen vierten Shot intus und ich bemerkte, wie er immer besser gelaunt wurde. Da ich aber wusste, wie Alkohol auf ihn wirkte, legte ich meine Hand auf seine, um ihn zu stoppen, als er gerade den nächsten bestellen wollte. Er sah mich verwundert an, doch ein Kuss auf seine Wange reichte, um eventuellen Fragen aus dem Weg zu gehen.

Riley und ich unterhielten uns über die Typen, mit denen wir in der Firma zusammenarbeiteten, was Cole ganz unruhig machte. Seine Hand wanderte um mein Kreuz und zog mich ganz an sich, dann küsste er meine Halsbeuge. Ich fand es amüsant, wie unsere Eifersucht ständig hin und her spielte. Das hatte ich so sehr vermisst.

Ich war genau wie Cole schon ein wenig angetrunken, als wir gegen Mitternacht das Pub verließen. Riley beschloss, bei mir zu übernachten, da ihr Apartment auf der anderen Seite der Stadt lag und sie zu müde war, um den ganzen Weg zu fahren. Miranda war mit dem Blondie verschwunden.

Am Weg zu meiner Wohnung lachten wir die ganze Zeit über, bis ich irgendwann beinahe gegen eine Laterne lief und so ruckartig auf die Seite ausweichen musste, was wiederrum dazu führte, dass Riley und ich beide auf die Straße taumelten. Cole seufzte ein wenig genervt, ein wenig belustigt und warf mich über seine Schulter. So trug er mich dann den Rest des Weges nach Hause, weil er meinte, ich wäre eine ‚Gefahr für das Nachtleben Londons', Idiot.

Als ich am nächsten Morgen die Augen öffnete, trafen mich sofort die Kopfschmerzen. Ich sah mich verdutzt um, ich hatte immer noch mein Kleid vom Vorabend an und geschminkt war ich auch noch. Mein Kopf klebte auf Coles Rücken, dieser lag mit dem Bauch voran am Bett und schnarchte genüsslich. Er hatte auch noch seine Hose an, jedoch war er oben ohne.

Die Erinnerung an den Vorabend blitzte wieder auf und ich war wohl doch nicht nur ‚angetrunken' gewesen. Sobald wir nämlich in der Wohnung angekommen waren, schmiss Riley sich auf die Couch und war sofort weggepennt, mich trug Cole ins Schlafzimmer, wo ich sofort einschlief.

Ich versuchte, mich aufzusetzen, doch sofort sah ich Sternchen und bekam kleine Stiche in den Stirnbereich. Ich murmelte ein „Scheiße" und blinzelte ein paar Mal, bis ich es endlich schaffte, den Weg ins Bad zu gehen. Ich schminkte mich ab, band meine Haare zu einem unordentlichen Irgendetwas auf meinem Kopf und putzte meine Zähne. Dann zog ich mich um und schlüpfte in eines von Coles großen T-Shirts.

Ich krabbelte wieder zurück ins warme Bett, wo Cole immer noch schlief. Wie die nervige Freundin die ich war, stupste ich mit dem Zeigefinger gegen seine Wange, damit er aufwachte. Ich wollte unbedingt in seinen Arm, anders würde ich nicht wieder einschlafen können. Als er sich jedoch nicht rührte, verteilte ich Küsse auf seiner Wange und Stirn, bis er endlich die Augen öffnete.

„Morgen." Murmelte er mit der sexy Morgenstimme, die ich so liebte. „Ich will in deinen Arm." Murmelte ich und schob die Unterlippe vor. Cole grinste, drehte sich auf den Rücken und zog mich an sich. „Du wirst heute wohl den ganzen Tag schlafen wollen, was?" grinste er und spielte auf meinen Kater an.

„Ja. Du hättest mich abhalten sollen, das tödliche Zeug zu trinken." Jammerte ich, wobei meine Lippen bei jedem Wort seine Brust streiften. Cole lachte auf, strich mir eine Strähne aus dem Gesicht und küsste mich auf die Stirn. „Mir geht's nicht besser, Babe."

Mit der Sicht auf sein Tattoo über seinem Herzen schlief ich irgendwann wieder ein, genau wie er. Bis wir beide durch einen lauten Rumps im Wohnzimmer hochschreckten. Riley. Sie hatte ich beinahe vergessen. Cole sah mich verwirrt an, es hatte sich angehört, als wäre sie wo dagegen gelaufen.

„Ich geh schon." Flüsterte er mir zu und stand auf. Ich ließ mich zurück ins Bett plumpsen, während ich die beiden lachen hörte. Meine Neugier und auch meine Eifersucht führten dazu, dass ich kurz darauf ebenso im Wohnzimmer stand und mit den beiden mitlachte. Riley war im Halbschlaf von der Couch gefallen und lag nun am Boden, sich vor Lachen krümmend.

Cole machte uns beiden Frühstück, Rühreier mit Speck und Orangensaft. Ich versuchte, einfach nicht daran zu denken, dass mein über alle Maßen heißer Freund da gerade für meine überaus gut aussende Freundin kochte und sie nur in extrem knappen Hotpants und einem Top vor ihm saß, während er oben ohne am Herd stand und sie jede Bewegung seiner Muskeln verfolgte. Nein, ich war überhaupt nicht eifersüchtig.

Kaum hatte Cole angerichtet und sich hingesetzt, kletterte ich auch schon auf seinen Schoß. Gut, das war vielleicht ein bisschen übertrieben, aber... ich hatte eben nur mehr wenige Tage mit ihm, bis er wieder zurück nach Chicago fliegen würde und die wollte ich nutzen. Es lag überhaupt nicht an Riley.

Gott sei Dank verstand er meinen halt bloß die Klappe – Blick und sagte nichts, sondern schmunzelte nur. Riley ließ sich nicht beirren und erzählte von einigen Erlebnissen, die sie in wilden Partynächten schon erlebt hatte.

Sobald wir fertig gegessen hatten, verabschiedete sich Riley auch schon und bedankte sich dafür, dass sie bei mir übernachten durfte. Sie umarmte mich zum Abschied und als sie dann unschlüssig zwischen Cole und mir hin und her sah, grinste ich und meinte: „Du kannst ihn umarmen, ich werde dich schon nicht beißen." Sie verabschiedete sich also auch bei ihm mit einer für meinen Geschmack viel zu langen Umarmung und war dann verschwunden.

„Seit wann bist du denn so eifersüchtig, normalerweise ist das mein Job, Babe." Raunte Cole in mein Ohr, schnappte mich an den Handgelenken und hatte mich auch schon an die Wand gedrückt. Er küsste sich den Weg zu meinem Schlüsselbein entlang, weshalb ich nicht mehr klar denken konnte.

Call me BabeGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt